That Thing You Do! (1996)

That Thing You Do! Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

That Thing You Do!: In seinem charmant-witzigen Regiedebüt erzählt Tom Hanks die Geschichte einer Popband in den 60ern, die mit einem "One-Hit-Wonder" kurzfristigen Ruhm erntet.

Im Jahr 1964 landet die Garagenband The Wonders mit “That Thing You Do” einen Riesenhit, weil der Ersatz-Schlagzeuger Guy, ein besessener Jazzfan, das Lied aus Langeweile doppelt so schnell spielt wie geplant. Auf lokale Berühmtheit folgen ein Plattenvertrag, eine Tour und schließlich der Ruf Hollywoods. Doch der Rummel ist ebenso schnell vorbei, wie er begonnen hat.

Im Sommer 1964 landen die Wonders, eine Garagenband aus Erie, Pennsylvania, mit “That Thing You Do!” einen Hit – wenn auch eher aus Zufall. Denn Guy, der Ersatz-Schlagzeuger, spielt das Lied aus Langeweile einfach doppelt so schnell wie geplant. Schnell zur lokalen Berühmtheit aufgestiegen, werden die Wonders von einem renommierten Plattenproduzenten unter Vertrag genommen. Es folgt eine nationale Tour und schließlich sogar der Ruf Hollywoods. Doch auf dem Höhepunkt des Erfolgs bereiten unüberbrückbare Differenzen der Band ein plötzliches Ende.

Mit einem Zufallshit kann die Garagenband “The Wonders” überraschend einen Erfolg landen; es bleibt nicht bei der folgenden Provinz-Tournee – auch Hollywood ruft. Nostalgische Hommage an eine bewegte Zeit. Regiedebüt von Tom Hanks.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Qualitäten des Schauspielers Tom Hanks sind auch die Merkmale seines Regiedebüt, das der zweifache Oscar-Gewinner und Publikumsliebling obendrein eigenhändig verfaßte: Charme, Aufrichtigkeit und Wärme zeichnen “That Thing You Do” aus, Hanks’ melancholisches “American Graffiti”, in dem er die kurze Erfolgsgeschichte der Beatles-artigen Garagenband “The Wonders” im Jahr 1964 beschreibt, von ihren bescheidenen Anfängen bei einem Talentwettbewerb bis zur plötzlichen Auflösung nach einem triumphalen Auftritt in einer national ausgestrahlten TV-Show.

    Hanks ist die Manipulation von Geschichte nicht fremd: In “Forrest Gump” stolperte er durch mehr als 30 Jahre amerikanische Historie, die Filmemacher Robert Zemeckis nach Belieben zurechtbog. Jetzt bemächtigt sich Hanks der frühen sechziger Jahre auf ähnliche Weise – hätte Scorsese nicht schon einen Film mit eben jenem Titel realisiert, “Zeit der Unschuld” träfe den Nagel auf den Kopf. In pastellfarbene Töne getaucht, erweckt der Regisseur die Space Age als eine Ära des Aufbruchs und der Hoffnung, frei von Gefahren und Bedrohungen. Die naive, fast schon surreale Bodenständigkeit von Hanks’ liebevoll geschaffener Good clean fun-Welt irritiert nur anfangs: Schnell fühlt man sich pudelwohl in dieser unverschämt gut gelaunten Hommage an die unbesungenen Garagengruppen Amerikas, die im Zuge der Poprevolution der Beatles den Ruhm eines Hits genossen, um danach wieder in der Versenkung zu verschwinden. Die fiktiven Wonders mögen stellvertretend stehen für Bands wie die “Standells” oder “Shadows” of Knight. Im Sommer 1964 landen sie mit ihrem “That Thing You Do” einen Hit, nachdem der Ersatz-Schlagzeuger Guy, ein besessener Jazzfan, das Lied aus Langeweile doppelt so schnell spielt wie geplant. Auf lokale Berühmtheit folgen ein Plattenvertrag, eine Tour und schließlich der Ruf Hollywoods. Hanks findet für den Aufstieg und plötzlichen Fall der Wonders einen ähnlich unbekümmerten Stil wie Richard Lester für den ersten Beatles-Film “Yeah, Yeah, Yeah” aus eben dem Jahr 1964, der hier in einer schönen Collagensequenz zitiert wird. Der Song “That Thing You Do”, ein enthusiastischer, kleiner Popsong im Stil der frühen Fab Four, dient als Leitmotiv: Achtmal wird er im Verlauf der Handlung angestimmt, und jedes Mal klingt er anders: erst bescheidener Lovesong, dann euphorischer Stampfer und schließlich überproduzierte Hülse – ein Symbol für den stetigen Verlust der Unschuld der Wonders. Während Bandmitglied Lenny (komisches Talent: Steve Zahn) und ein namenlos bleibender Bassist für die Lacher sorgen, bildet das Dreieck zwischen dem arrogant-ambitionierten Songschreiber Jimmy (Johnathon Schaech aus “The Doom Generation”), dessen hingebungsvoller Freundin Faye (Liv Tyler erneut als Stealing Beauty) und Drummer Guy Hanks, der sich selbst eine kleine Rolle als aalglatter Manager gegeben hat, favorisiert beim Kampf um das Mädchen Guy. Kein Wunder: Tom Everett Scott, den man bestenfalls aus der TV-Serie “Grace Under Fire” kennt, sieht aus wie Hanks zu “Big”-Zeiten – und hat ein ähnlich unbedarftgewinnendes Wesen. Das darf man dem gesamten Film attestieren: Denn obwohl weder Story neu noch ihr Ausgang überraschend sind, trifft Hanks, der für Gastauftritte Ehefrau Rita Wilson, Produzent Jonathan Demme und Rockstar Chris Isaac gewinnen konnte, mit überraschend sicherer Hand einen Nerv: Sehr viel beschwingter kann Eskapismus kaum sein – und das ist ein großes Kompliment. ts.

Darsteller und Crew

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