Ted (2012)

Ted Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

Ted: Schräge Komödie mit Mark Wahlberg als 35-jährigem Mann, der sich von seinem besten Freund, einem in seiner Kindheit zum Leben erweckten Teddybären, einfach nicht trennen kann. Vom Macher von "Family Guy"!

Als Achtjähriger erlebt John sein braunes Wunder, als Teddybär Ted durch eine magische Fügung lebendig und zum Star wird. 27 Jahre später ist Ted noch immer der Fixpunkt in Johns Leben. Damit musste sich auch Freundin Lori arrangieren, die sich aber sehnlichst Johns Reifung zum Mann und zumindest die räumliche Trennung von Ted wünscht. Irgendwann aber ist auch Loris Geduld am Ende, gehen die zwei Kindsköpfe zu weit. Jetzt steht John vor seiner schwersten Entscheidung: Plüschkumpel oder Schmusefreundin.

Ein 35-jähriger Mann kann sich von seinem besten Freund, einem in seiner Kindheit zum Leben erweckten Teddybären, einfach nicht trennen. Spielfilm-Debüt des “Family Guy”-Machers, das mit schrägem Humor zum Überraschungs-Blockbuster avancierte.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die vielleicht beste Komödie des Jahres. Auf jeden Fall die ungewöhnlichste. Mit einem Bär, der flucht, kifft und den Ladys hinterhersteigt!
  • Derb und herzlich amüsiert sich Seth MacFarlanes Hitkomödie über die Hypothese, dass des Mannes bester Freund auch ein Teddybär sein könnte.

    Aus der Kombination von liebevoll und drastisch, kindlich und vulgär bezieht dieser US-Kassenerfolg seine Gag-Munition, mit dem Animationsguru MacFarlane, Mastermind des TV-Dauerbrenners “Family Guy”, sein Regiedebüt gibt. Das Konzept wird bereits in den ersten Bildern deutlich, wenn der Erzähler mit sanfter Stimme ein warmherziges Märchen suggeriert, bis die Worte “Fresse polieren” und damit die ersten Tabus fallen. Weitere werden folgen, vom Unantastbarkeitsnimbus des 11.September bis hin zum rotzig-übergewichtigen Jungen, der nur mit einer erwachsenen Faust im Gesicht gebremst werden kann. Titelfigur Ted ist ein mit Motion-Capture überzeugend realisierter Teddybär, der durch den Wunsch eines Achtjährigen zum Leben erweckt wird und auch noch 27 Jahre später der beste Freund Johns (Mark Wahlberg) ist. Dass Ted sich äußerlich nicht verändert, spiegelt den nie eingetretenen Reifeprozess, denn obwohl sein Vokabular vulgär und sein Lieblingsspielzeug weiblich, wohlgebaut und blond geworden ist, ist Ted immer noch Kind – wie im Grunde auch Kumpel John. Ungeachtet dessen ist dieser seit Jahren mit der attraktiven Lori (Mila Kunis) liiert – ein Umstand, der den Film in Richtung Märchen rückt, auch wenn er sich sonst mit seinen kindlichen männlichen Figuren als Dokumentation versteht.

    Im Kern variiert “Ted” den Plot zahlloser amerikanischer Beziehungskomödien, in denen die Freundin des Manchilds irgendwann entnervt die Trennung vollzieht. Zusätzliches Konfliktpotenzial bringt ein Stalker (Giovanni Ribisi) ein, der seinem psychisch solidarisch geschädigten Sohn unbedingt Ted als neuen Spielkameraden ins Haus holen will. Pervertierte Züge sind in mehreren Nebencharakteren sichtbar, ob nun Ribisi sich von alten Pop-Clips mit Tiffany aufheizen oder Teds Boss im Supermarkt den Masochisten gibt. Längst nicht alle Gags zünden in diesem Cocktail aus Situationskomik, Gefühlskino mit Herz und Tour durch die Popkultur, der seine besten Gags oft in kleinen Details versteckt und mit einer im “Bourne”-Modus geführten Prügelei zwischen den Best Buddies vielleicht das Highlight setzt. Wie die positive Reaktion am US-Box-Office zeigt, funktioniert der schräge Mix aber insgesamt gut, womit dieses Stofftier, aus dem die Einspielträume sind, noch weiteres Leben in sich haben dürfte. kob.
  • Eine riesige amerikanische Fangemeinde hat lange auf diesen Film gewartet. Denn Seth MacFarlane gibt mit "Ted" endlich sein langersehntes Spielfilmdebüt. Vor allem in den USA hat sich MacFarlane mit der Zeichentrickserie "Family Guy" Kultstatus erworben - doch auch in Deutschland feiert man seine mindestens so witzige wie abgedrehte Kult-Serie über die amerikanische Familie Griffin seit der Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen 2002. Vollgepackt mit derben Witzen, ungehemmten Tabuüberschreitungen und völlig abstrusen Einfällen bot diese Serie eine willkommene Abwechslung zur monotonen Serienlandschaft, deren Highlights bis dahin maximal die Simpsons oder Futurama waren. Doch verglichen mit "Family Guy" ging es in Matt Groenings Produktionen noch sehr gesittet zu.

    Zählt man nun eins und eins zusammen, kommt man sehr schnell auf das Erfolgsgeheimnis von Seth MacFarlanes Kultserie: Die Leute wollen derben intelligenten Witz sehen. Figuren, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Was im Fernsehen schon so gut funktioniert hat, wird auf der Kinoleinwand auch funktionieren, dachte sich wahrscheinlich MacFarlane als er die schrägen Witze für den Kino-Bären und seinen Donner-Buddy John verfasste. Und das tut es! Wer sich allerdings an Fäkalsprache stößt, der wird in "Ted" nicht glücklich werden. Alle anderen können sich auf einen turbulenten Kino-Spaß freuen.

    Zugegeben eine tiefgründige Story präsentiert mit erzählerischer Raffinesse bekommt man hier nicht aufgetischt, denn das Erzählen gehört nicht unbedingt zu den Stärken des Regisseurs. Aber sind wir mal ehrlich, erwartet man das bei einem Film, dessen Protagonist ein kiffender Teddybär ist? Wohl eher nicht. Was man aber erwartet - nämlich einen rasend komischen Kinofilm - wird voll und ganz erfüllt. Unbeschreiblicher Slapstick, derber Sprachwitz und absolute Respektlosigkeit vor jedem und allem machen "Ted" zu einem kurzweiligen und äußerst unterhaltsamen Film, der bestens funktioniert.

    Nicht zuletzt dank seiner Besetzung. Sowohl Mark Wahlberg als auch Mila Kunis sind absolut überzeugend in ihren Rollen. Keine unbedingt selbstverständliche Leistung, wenn man bedenkt, dass sie die meiste Zeit des Films mit einem computeranimierten Teddybär spielen müssen. Dieser ist den Filmemachern bemerkenswert gut gelungen. Dank Motion-Capture-Verfahren erscheint Ted beeindruckend lebendig, als Zuschauer hat man so in keiner Minute des Films Probleme den Teddys als Figur anzunehmen.

    Fazit: Mit "Ted" hat Regisseur Seth MacFarlane eine neue Kultfigur geschaffen, mindestens genauso abgedreht und lustig wie seine Trickfilmserie "Family Guy". Wer leichte kurzweilige Unterhaltung sucht, sitzt hier im richtigen Film.
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