Tatort: Die Falle (2007)

Tatort: Die Falle Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Die Falle: Der letzte Fall vor der Pensionierung für Kommissar Ehrlicher stellt auch die langjährige Partnerschaft mit Kain auf die Probe...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Natürlich wird Bruno Ehrlicher unter den Krimi-Fans auch seine Verehrer haben, aber in der Riege der “Tatort”-Kommissare wirkte der ehrwürdige Leipziger Hauptkommissar zuletzt einfach nicht mehr zeitgemäß; außerdem kamen die Krimis des MDR zuletzt stets etwas schläfrig daher. Ähnlich wie im Februar den Stuttgarter Kollegen Bienzle hat die ARD daher nun auch den wackeren Ehrlicher in Rente geschickt, was der nicht minder verdienstvolle Darsteller Peter Sodann einigermaßen zerknirscht hinnehmen musste. Immerhin darf sein Kommissar zum Abschluss einen Fall knacken, der es in sich hat. Hauptfigur des Dramas ist allerdings Kollege Kain (Bernd Michael Lade), der seinem Namen zum vielleicht ersten Mal in der 45 Kapitel starken gemeinsamen “Tatort”-Vergangenheit endlich Ehre macht.

    Autor des Abschiedsfilms “Die Falle” ist Hans-Werner Honert, der vor 15 Jahren den ersten Leipziger “Tatort” (und seither eine Vielzahl der folgenden) geschrieben und inszeniert hat. Sieht man mal davon ab, dass die parallel erzählten Vorbereitungen für Ehrlichers Ausstand immer wieder von der eigentlichen Geschichte ablenken, hat Honert Privat- und Berufsleben der Ermittler geradezu perfide miteinander verknüpft: Ausgerechnet im Nachbarhaus von Kains neuer Freundin Eva Sauer (Julia Brendler) wird eine junge Frau tot in ihrer Wanne gefunden. Während die Forensiker noch rätseln, ob es sich bei dem Freitod nicht vielleicht doch um Mord handelt, findet Kain heraus, dass Eva in den Fall verwickelt ist: Ähnlich wie die Tote schuldet sie einem halbseidenen Bauunternehmer viel Geld. Gemeinsam mit einem Bankdirektor hat dieser Meier (Martin Brambach) junge Frauen auf raffinierte Weise in die finanzielle Abhängigkeit getrieben; wer nicht zahlen konnte, wurde kurzerhand gezwungen, die Schulden in Form “sexueller Dienstleistungen” im Puff abzuarbeiten. Doch nun liegt auch Meier, dessen Firma sinnigerweise “Frohsinn” heißt, tot in seinem Blute: Eva musste sich seiner erwehren, als er zudringlich wurde, und dabei ist er die Kellertreppe runtergestürzt. Ein klarer Fall von Notwehr also, doch Kain sorgt nach ihrem Geständnis unter vier Augen lieber für klare Verhältnisse und lässt die Indizien für Evas Anwesenheit am Tatort verschwinden.

    Eine interessante Geschichte, ein verzwickter Fall mit zwei Leichen, aber keinem Mörder, eine gradlinige Inszenierung (Hajo Gies) und Kommissare, denen die Ermittlungen an die Nieren gehen: Der würdige Abschied von Ehrlicher und Kain zeigt gleichzeitig auch, woran es bei den Krimis des MDR zuletzt so oft gehapert hat. tpg.

Darsteller und Crew

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