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Sweet and Lowdown (1999)

Sweet and Lowdown Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Sweet and Lowdown: Woody Allens Porträt einer fiktiven Größe der Jazzszene der 30er Jahre und Verbeugung vor dem legendären Django Reinhardt.

Emmet Ray ist ein begnadeter Jazzgitarrist – nur sein Vorbild Django Reinhardt ist besser. Vielleicht auch, weil der unzuverlässige Emmet ebenso viel Zeit auf Frauen und Alkohol verwendet wie auf sein Gitarrespiel. Erst die Beziehung zu einem stummen Mädchen lässt ihn verantwortungsbwusster werden, doch danach geht es rapide bergab mit dem Musiker.

Im Amerika der dreißiger Jahre erweist sich Emmett Ray als begnadeter Jazzgitarrist, der nur von seinem großen Vorbild Django Reinhardt übertroffen wird. Doch weil der unzuverlässige Emmett mindestens so viel Zeit für Glücksspiel, Alkohol und Frauen wie für seine Musik aufwendet, gerät seine Karriere immer wieder ins Stocken. Erst die Beziehung zu einem taubstummen Mädchen lässt ihn verantwortungsbewusster werden. Doch dann kehrt wieder der alte Schlendrian ein und mit Emmet geht’s rapide bergab.

Mit der Karriere des unzuverlässigen Jazzgitarristen Emmett Ray geht es in den 30er Jahren zumindest vorübergehend bergauf, als er eine Beziehung mit einem taubstummen Mädchen beginnt. Als Doku präsentierte fiktive Geschichte, mit der Woody Allen an seine Klassiker “Zelig” und “Broadway Danny Rose” anknüpft.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • “Alle Jahre wieder…” heißt es bei Woody Allen, der den Lido als eine Art Wohnzimmer betrachtet und am liebsten seine neuen Filme dort zeigt. Diesmal geht um sein Lieblingsthema, Jazz. Mit leichter Hand inszeniert er routiniert die Story eines Jazzgitarristen, der in den 30er Jahren mit seinem Spiel das Publikum zum Weinen brachte.

    Fast semi-dokumentarisch erzählt der Klarinettist aus Leidenschaft von Emmet Ray, der sich mit Chuzpe durchs Leben laviert. Zu Beginn hält er sich als kleiner Zuhälter über Wasser, zockt beim Billardspiel ein paar Dollar ab und ist der typische Loser mit großer Klappe und zu großem Anzug. Der Schönling hangelt sich von einem Engagement zum anderen und bricht ganz nebenbei die Herzen der Frauen reihenweise. Bei der Suche nach Erfolg und Anerkennung lernt er die stumme Hattie kennen, eine “Notlösung”, weil deren hübsche Begleiterin ihm von seinem Freund vor der Nase weggeschnappt wird. Er behandelt das Mädchen nicht gerade gentleman like, auch wenn es ihm in den Kram paßt, daß er den großen Larry markieren kann und sie sein selbstgefälliges Geschwafel über sich ergehen läßt. Aber Hattie liebt ihn von ganzem Herzen. Während er zur Berühmtheit aufsteigt – nur sein Vorbild Django Reinhardt übertrifft ihn – bleibt ihr die Rolle des Aschenputtels. Auf der Höhe seines Erfolges verläßt er sie, heiratet eine andere und träumt vom großen Reichtum. Aber seine Unzuverlässigkeit macht ihm einen Strich durch die Rechnung, er landet wieder ganz unten und sucht erneut Zuneigung bei Hattie. Die ist inzwischen aber verheiratet und plötzlich wird dem Egozentriker klar, daß er die große Liebe seines Lebens verraten und aus eigener Schuld verloren hat. Die Oberflächlichkeit des Seins bietet ihm keinen Halt mehr. Etwas zu gefällig wirkt das neue Werk des Stadtneurotikers, in dem Experten und “Freunde” von Emmet Ray in Statements die fiktive Geschichte als wahr verkaufen und mit Anekdoten ausschmücken. Mit Ironie, Humor und am Ende leiser Melancholie schildert Woody Allen den privaten und beruflichen Niedergang eines sich selbst überschätzenden Mannes, für den Äußerlichkeiten mehr zählen als ehrliche Gefühle. “Sweet and Lowdown” ist anrührend und charmant, Zeitkolorit und Atmosphäre stimmen. Das große Plus dieser sanften Tragödie sind die Schauspieler: Allein Sean Penn als Musiker-Genie (der als Zuhälter mit Visitenkarten um sich wirft) und Shooting-Star Samantha Morton als Hattie, die ihre Emotionen nur durch Gesten und Mimik ausdrücken kann, lohnen den Besuch. Wem das noch nicht reicht, der kommt beim Soundtrack auf seien Kosten. mk.

Darsteller und Crew

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