Sushi in Suhl (2012)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Sushi in Suhl: Auf Tatsachen basierende, warmherzige Komödie über einen leidenschaftlichen Koch, der in der DDR seinen Traum vom Japan-Restaurant verwirklicht.

Anfang der 1970er Jahre hat der thüringische Koch Rolf Anschütz keine Lust mehr auf Klöße und Gulasch, und bringt nach einem Buch die tollsten japanischen Kreationen auf den Tisch. Den Einheimischen schmeckt’s und bald auch japanischen Gästen, nur die spießigen DDR-Funktionäre betrachten das Treiben skeptisch, bis die Geldquelle für den Staat sprudelt und das Lokal international das Ansehen des Landes mehrt. Erst bei einer Reise ins ferne Japan merkt der Mann, wie verwurzelt er zu Hause ist.

Ein leidenschaftlicher Koch verwirklicht sich in der DDR seinen Traum vom Japan-Restaurant und landet damit einen Volltreffer. Gefühlvolle Ostheimatkomödie, die eine fast unglaubliche, aber wahre Geschichte erzählt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Warmherzige Komödie über einen leidenschaftlichen Koch, der in der DDR seinen Traum vom Japan-Restaurant verwirklicht.

    So richtig klappt das beim ersten Mal nicht mit den Essstäbchen. Freunde von Rolf Anschütz können auch wenig mit Reis in Schälchen anfangen. Aber das ändert sich. Anfang der 1970er Jahre hat der Koch der HO-Gaststätte “Waffenschmied” im thüringischen Suhl keine Lust mehr, nur Klöße und Gulasch köcheln zu lassen. Inspiriert vom Buch “Die Küchen der Welt” bringt er nach und nach die tollsten japanischen Kreationen auf den Tisch, und ein Genosse aus der Pressestelle des Außenministeriums das erste Fläschchen obligatorischer Sojasauce aus dem dekadenten West-Berlin mit. Irgendwann steht sogar ein Japaner vor der Tür zum Testen. Dem “Schlitzauge”, wie die Kellnerin ihn nennt, schmeckt’s und bald speisen japanische Delegationen in der Provinz, machen auf niedrigen Stühlchen Kapitalismus und Sozialismus Geschäfte. Sushi statt Sättigungsbeilage, das kommt auch bei den Einheimischen an. Die Partei nutzt das Lokal zähneknirschend als Geldquelle und Aushängeschild der Völkerverständigung und akzeptiert sogar das rituelle Bad vor dem Mahl, die Plantscherei von nackten Gästen im Pool. Der japanische “Waffenschmied” steigt in Europa zum Nummer Eins-Restaurant auf, zwei Jahre muss man im Voraus buchen, mit Westmark ging’s etwas schneller.

    Wer glaubt, das sei ein Märchen irrt. Der Film erzählt die fast unglaubliche Geschichte des Rolf Anschütz, der sich seinen Traum verwirklichte und sogar von Kaiser Hirohito persönlich empfangen wird. Uwe Steimle spielt diesen Mann, der erst im fremden Land merkt, wie verwurzelt er zu Hause ist, angenehm unprätentiös. Und Carsten Fiebeler gelingt ohne Übertreibung eine gefühlvolle aber nie kitschige Heimat-Komödie ganz ohne Ostalgie, die sich angenehm von anderen lauten Regional-Komödien abhebt. Kein bisschen Klamauk, sondern Warmherzigkeit und Sympathie für die Protagonisten prägen diese persönliche Geschichte, gleichzeitig ein Stück unbekannter DDR-Wirklichkeit. Die Funktionäre kriegen ihr Fett ab, liebevoll dagegen ist der Blick auf die sangesfreudigen Japaner, die ihren “Koch für den Weltfrieden” mit dem Lied vom “Heideröslein” in Tokio empfangen. Komisch, kurios und einfach köstlich ist dieses thüringisch-japanische Filmmenu, angerichtet mit einer wohl dosierten Prise Witz und Humor. Die Mischung sollte dem Zuschauer munden. mk.

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