Stürmische Liebe - Swept Away (2002)

Originaltitel: Swept Away
Stürmische Liebe - Swept Away Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Stürmische Liebe - Swept Away: Remake des Lina-Wertmüller-Klassikers über eine verwöhnte Millionärsgattin, die mit einem kommunistischen Matrosen auf einer einsamen Insel strandet.

Gemeinsam mit zwei befreundeten Pärchen chartert das ebenso reiche wie affektierte Großbürgerpärchen Amber (Madonna) und Anthony (Bruce Greenwood) eine Yacht mit einheimischem Personal für die Überfahrt von Italien nach Griechenland. Unterwegs lässt es sich insbesondere Amber nicht nehmen, dem Dienstpöbel bei jeder Gelegenheit zu demonstrieren, wer die Chefin ist. Das Blatt wendet sich, als Amber mit dem jungen Fischer Giuseppe in Seenot gerät und auf einer einsamen Insel strandet…

Madonna und Giancarlo Gianninis Sohnemann Adriano sind die Stars dieses heiß diskutierten Remakes einer Geschlechterkampfkomödie von Fachfrau Lina Wertmüller durch Madonna-Mann Guy Ritchie (“Snatch”).

Eine verwöhnte, millionenschwere Industriellengattin unternimmt eine Mittelmeerkreuzfahrt, auf der sie aufgrund ihrer kapitalistischen Lebensauffassung mit einem kommunistischen Matrosen aneinandergerät. Als das Schiff sinkt und beide auf einer einsamen Insel stranden, wird aus den gekenterten Streithähnen – Meilen von der Society entfernt – ein Paar.

Die schwerreiche und Turbo-neurotische Society-Ziege Amber befindet sich mit Ehemann Tony und zwei ebenso unleidigen, befreundeten Paaren auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt in der Ägäis. Wenn Workout, Kartenspiel und Luxusleben zu langweilig werden, gibt sich Amber hemmungslos ihrer Lieblingsbeschäftigung hin: dem Terrorisieren der Besatzung, insbesondere des Fischers Giuseppe. Bis sie und ihr völlig entnervtes Opfer eines Tages auf einer einsamen Insel stranden und sich die Machtverhältnisse umkehren.

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Kritikerrezensionen

  • Monatelang kontrovers diskutiert, als gefundenes Fressen von der Yellow Press goutiert, an den amerikanischen und britischen Kinokassen aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schien das Schicksal von “Stürmische Liebe – Swept Away” für die deutschen Kinos ungewiss. Nun erhalten Fans hierzulande doch noch die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen von Guy Ritchies Inszenierung seiner Gattin Madonna in einem Remake eines Films von Lina Wertmuller. Die große Überraschung: Tatsächlich gefällt die politisch weitgehend unkorrekte Story und das Spiel der Protagonisten nicht nur unter voyeuristischen Gesichtspunkten und verfügt durchaus über einen gewissen Unterhaltungswert.

    Nach den inspirierenden Brit-Gangster-Erfolgen “Bube Dame König GrAs” und “Snatch – Schweine und Diamanten” und der geballten Kraft harter Männer zeigt Ritchie nun eine starke Frau, die Lina Wertmullers überzeichnete, reiche Zicke aus der scharfzüngigen politischen und sozialen Satire “Hingerissen von einem ungewöhnlichen Schicksal im azurblauen Meer im August” aus dem Jahr 1974 zum Vorbild hat. Wertmullers Ansatz des Aufeinanderprallens gesellschaftlicher Extreme reduziert das “Remake” allerdings auf nicht mehr als die anhand einer Extremsituation fabelhaft erklärte – und politisch vermutlich eher unkorrekte – Beziehung zwischen Mann und Frau.

    Während seinerzeit Bootsmann Giancarlo Giannini und Millionärsgattin Mariangela Melato als italienischer Super-Macho und wohlhabende, überprivilegierte Zicke zwischen Griechenland und Italien in See stachen und auf einer einsamen Insel strandeten, auf der die Überlebensfähigkeiten des Kommunisten den kapitalistischen Hochmut besiegten und unterwarfen, beschränkt Regisseur Ritchie seinen Blick auf das im Verhältnis von Adriano Giannini (der damit als unglückseliger Fischer Giuseppe in die Fußstapfen seines Vaters tritt) und Madonna (als megareiche “Bitch” Amber) liegende sexuelle Potential.

    Als nörgelnde Gattin von Tycoon Anthony (Bruce Greenwood), die sich mit zwei befreundeten und amüsierend dekadent gezeichneten Pärchen (Jeanne Tripplehorn und David Thornton, Michael Beattie und Elizabeth Banks) bei einer privaten Kreuzfahrt langweilt, kommandiert Amber also den Ersten Bootsmann Giuseppe an Bord nach allen Regeln der Kunst herum. Und weil diesem nichts übrig bleibt, als die Demütigungen zu schlucken, ist seine Rache groß, als man zu zweit nach einem Schlauchbootausflug in ein Unwetter gerät und an einen einsamen Sandstrand gespült wird. Hier ist Ambers Hochmut weiterhin groß und ihre Überlebenschance gleich null. Und während sich Giuseppe “Master” nennen und bedienen lässt und Amber nicht nur verbal sondern frappierenderweise auch körperlich quält, gipfelt das durchaus auch mit Madonnas Image spielende und nun umgekehrte masochistische Machtverhältnis darin, dass die Frau in unmittelbarer Reaktion auf die Bedrohung des starken Mannes und seiner Weigerung, sie zu vergewaltigen, plötzlich von grenzenloser Liebe und Sanftmut übermannt wird. Darauf lässt Ritchie einige paradiesisch montierte Liebesszenen folgen, in denen das gezähmte Weib und der “Naturbursche” unbeschwertes Glück erleben. Schließlich muss das Paar ins reale Leben zurück – und Amber trotz aller Liebesschwüre in die komfortablen Arme ihres reichen Gatten.

    Vergisst man mal das auch nicht unumstrittene Original und das in der aktuellen Version erklärte Geschlechterverhältnis, das vermutlich nicht jedermanns, viel weniger “jederfraus” Sache sein mag, ist “Stürmische Liebe – Swept Away” jedoch harmloser als das erklärte filmische Desaster: Madonna gefällt nicht nur mit ihrem spektakulär durchtrainierten Körper und einer umwerfenden Traumsequenz, in der sie im gelben Versace-Kleid Della Reeses “Come-On-A-My-House” interpretiert (nicht singt!), sondern vor allem mit unerwarteten schauspielerischen Qualitäten. Ein sympathischer Co-Star und tolle Kulissen erfreuen zumindest in der ersten Hälfte mit Humor und Stil, der manchmal an “Sexy Beast” und an die vorgelegten Komödien des Herrn Ritchie erinnert, der am Ende jedoch all das mit einer kitschigen und ironiefreien Romanze überschwemmt, die vermutlich nicht einmal sein eigener Film im Sinn hatte. cm.

Darsteller und Crew

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