Störtebeker (2006)

Störtebeker Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Störtebeker: Zweiteiliger TV-Abenteuerfilm um den berühmt-berüchtigten Piraten.

Der Freibeuter Klaus Störtebeker musste als Kind die Ermordung seiner Eltern mitansehen. Als Pirat kapert er nun reihenweise die Schiffe der Hanse und bringt schnell den Handelsverbund gegen sich auf. Als er sich in Elisabeth, Tochter eines angesehenen Kaufmanns, verliebt, ist sein Leben mehr denn je in Gefahr. Denn Elisabeth ist seinem Gegner Simon von Wallenrod versprochen. Die Hanse verbündet sich mit der dänischen Königin Margarete und macht Jagd auf den Gesetzlosen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Er war der berühmteste Pirat seiner Zeit, aber außer der Tatsache seiner Hinrichtung ist nichts verbürgt: ein idealer Stoff für einen Abenteuerfilm.

    Walter Kärger, der mit “Trenck – Zwei Herzen gegen die Krone” (2003) offenbar sein Faible für historische Stoffe entdeckt hat, bediente sich für sein Drehbuch zu “Störtebeker” bei der klassischen Tragödie ebenso munter wie beim Piratenfilm. Eine lebenslange Feindschaft mit der Familie von Wallenrod sorgt dafür, dass der Pirat nie zur Ruhe kommt: Der kleine Klaus Brodersen hatte einst hilflos mit ansehen müssen, wie der skrupellose Patrizier (Gottfried John) seine Eltern ermordete. Ein befreundeter Mönch verbarg ihn fortan in einem Kloster; er nannte den Jungen wegen seiner nicht vorhandenen Trinkfestigkeit ironisch Störtebeker (“Stürz den Becher”). Als die Zeit kommt, um Rache zu nehmen, nimmt Klaus den rauflustigen Mönch (Timo Dierkes) kurzerhand mit, muss aber schockiert feststellen, dass seine Kinderliebe Elisabeth (die Französin Claire Keim) ausgerechnet Simon von Wallenrod (Stephan Luca), dem Sohn seines Erzfeindes, versprochen ist.

    Natürlich würzt Kärger die Geschichte immer wieder mit Gefechten. Während die Dialoge dem ungeübten Ohr überzeugend zeitgenössisch erscheinen, orientieren sich die Kämpfe eher an der Choreografie von “Matrix”. Auch bei der Ausstattung bediente sich die Produktion moderner Hilfsmittel: Ein Schiff ist echt, die anderen stammen aus dem Computer. Erfahrungsgemäß aber steht und fällt selbst solch ein Historien-Epos mit der Hauptfigur, und Ken Duken macht seine Sache gar nicht schlecht. Gerade in den Fechtszenen wirkt er außerordentlich gut; das mehrwöchige Training hat sich ohne Frage ausgezahlt.

    Regisseur Miguel Alexandre (“Grüße aus Kaschmir”) beweist nicht nur in dem für ihn ungewohnten Genre, sondern auch in einem Zweiteiler dieser Größenordnung (7,5 Millionen Euro) eindrucksvolle Souveränität. Was den Genuss der internationalen Koproduktion, an der neben fünf ARD-Anstalten auch ein halbes Dutzend ausländische Sender beteiligt waren, etwas stört, ist ausgerechnet ihre offenkundige Ausrichtung auf den Weltmarkt: All der Aufwand täuscht nicht darüber hinweg, dass die Nebenfiguren reichlich klischeehaft ausfallen und einheimische Kleindarsteller (gedreht wurde in Litauen) munter mit den Augen rollen. tpg.

Darsteller und Crew

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