Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben (2013)

Filmhandlung und Hintergrund

Zum fünften Mal erlebt Actionikone John McClane einen dieser Tage, zeigt dabei aber erstmals in einer europäischen Metropole die Qualitäten eines amerikanischen Zerstörers.

Sechs Jahre nach seinem letzten Einsatz, der über 2,5 Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos lockte, verlagern Bruce Willis und Genreexperte John H. Moore (“Max Payne”) das Franchise nach Russland. Moskau und Tschernobyl sind die zentralen Schauplätze dieser vornehmlich in Budapest gedrehten Fortsetzung, die wie schon der Vorgänger Familiendynamik und Over-the-Top-Action humorvoll zu harmonisieren versucht.

Nach McClanes Tochter ist nun an der Seite des Vaters dessen entfremdeter Sohn Jack (Jai Courtney) aktiviert, der in Moskau im Gefängnis sitzt, nachdem er im Auftrag des inhaftierten Geheimnisträgers Komarov (Sebastian Koch) einen Widersacher aus dem Weg räumte. Natürlich ahnt der an die Moskwa gereiste, gewohnt unkonventionell handelnde Vater nicht, dass der tiefe Fall seines Sohns nur Geheimdienst-Tarnung ist. Natürlich bleibt John McClane nicht passiver Beobachter, wenn der Nachwuchs Komarov aus Moskau rauszubringen und in den Besitz einer ominösen Akte zu kommen versucht, die Korruption in den höchsten Regierungsstellen und gefährliche Geschäfte mit waffenfähigem Uran beweisen könnte.

Rechtsstaatliche Organe, wie etwa die Polizei, sind in Drehbuchautor Skip Woods’ Szenario kaum Störfaktoren, wenn auf den Verkehrsadern Moskaus und in der Geisterstadt Tschernobyl ohne Rücksicht auf Kollateralschäden ein ballistischer Mehrparteienkampf um diese Akte ausgetragen wird. Das Highlight der außerordentlichen Materialschlacht ist ein Freeway-Ballett sich überschlagender und kollidierender Autos, das irgendwo zwischen “Blues Brothers” und dem “Fast and Furious”-Franchise beeindruckende Stuntexzesse präsentiert, deren Wirkungsgrad allerdings vom Schnitt nicht immer unterstützt wird. Das Absurde und Überzogene ist Stilprinzip der “Stirb langsam”-Reihe, wird hier aber zu wenig durch Story und Figuren geerdet. Emotionales Engagement sitzt damit beim Zuschauer mitunter auf der Reservebank, wenn “Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben” als Hauptattraktion sein Actionfeuerwerk abbrennt und das stets coole Vater-Sohn-Duo aus Amerika den russischen Vernichtungsmaschinen zeigt, was Family-Entertainment auch bedeuten kann. kob.

Weil sein entfremdeter Sohn Jack in Moskau hinter Gittern sitzt, reist US-Cop John McClane in die russische Metropole, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Doch bereits kurz nach der Ankunft kollidieren die Pläne des Vaters mit denen des Sohns, der tatsächlich für die CIA arbeitet und einen Geheimnisträger samt einer brisanten Akte außer Landes bringen soll. Nach anfänglichen Reibereien wächst das Vater-Sohn-Duo zusammen, zeigt den Gegnern, dass Widerstandsgeist und Zerstörungskompetenz in der Familie liegen.

In Russland führt John McClane seinen inhaftierten Sohn und einen Geheimnisträger in die Freiheit. Fünfter Teil des Actionfranchise, der Bruce Willis erstmals außerhalb der USA in Erscheinung treten lässt.

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