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Splice - Das Genexperiment (2009)

Originaltitel: Splice
Splice - Das Genexperiment Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.3

Filmhandlung und Hintergrund

Splice - Das Genexperiment: Adrien Brody und Sarah Polley züchten als geniale Genetiker ein Hybridwesen: Origineller SciFi-Horror, mit Witz garniert.

Das Forscher-Paar Clive und Elsa leistet bei der Züchtung von Tier-Hybriden Pionierarbeit. Als ihnen der Geldhahn abgedreht wird, arbeiten sie trotzdem heimlich weiter und erschaffen in ihrem Labor eine Kreuzung aus Mensch und Tier. Clive sieht das Kaulquappen-ähnliche Wesen als Fehlschlag, will es töten, doch in Elsa erwachen Mutterinstinkte. So wächst Dren bei ihnen fast wie das Kind einer Familie auf. Doch wird es immer schwieriger sie zu verstecken und als sie geschlechtsreif wird, wird sie zu einer Gefahr für alle.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie die meisten Werke des Science Fiction-Spezialisten Vicenzo Natali ist auch sein vierter Spielfilm ein futuristisches Kammerspiel mit reduziertem Figurenarsenal in überschaubaren Schauplätzen. Sowohl sein Durchbruch „Cube“ als auch der existenzialistische „Nothing“ sowie passagenweise das wendungsreiche Spionageduell „Cypher“ drehen sich um Menschen in Extremsituationen, die, auf sich gestellt, moralische Entscheidungen auf Leben und Tod treffen müssen. So beschränkt sich „Splice“ im Wesentlichen ebenfalls auf zwei, drei wichtige Räume - das isolierte, karg eingerichtete Forschungslabor, den Gebäudekeller sowie eine abgelegene Scheune, wo die Forscherpaar ihr künstliches Wesen vor den Augen der Öffentlichkeit abzuschirmen versucht.

    Zwar erzählt Natali konventioneller als zuvor, doch seine Mischung aus „Species“ und „Frankenstein“-Motiven erweist sich als ernste Auseinandersetzung mit der Gentechnik-Thematik. Es ist kein Zufall, dass Regisseur/Autor Natali seine von Sarah Polley und Adrien Brody verkörperten Protagonisten Elsa und Clive nennt. Colin Clive trat in den ersten beiden „Frankenstein“-Filmen als Monsterbastler auf, während Elsa Lancaster durch ihren Kurzauftritt als Braut der künstlichen Kreatur Filmgeschichte schuf. Wie diese so kindliche wie gefährliche Gestalt aus Mary W. Shelleys Feder erweist sich der Hybrid mit weiblicher DNA als reichlich faszinierend und zugleich unkontrollierbar.

    Die Spannung entwickelt sich einerseits aus der Frage, ob die Entscheidungen der Gott spielenden Wissenschaftler ethisch vertretbar sind, und andererseits aus der steten Ungewissheit, wie „Dren“, der Name eine Umkehrung von „Nerd“, reagieren wird. In „Splice“ sind es stets die Frauen, welche die Initiative ergreifen. Elsa leidet an einer unglücklichen Beziehung zu ihrer Mutter, weshalb sie keine Kinder haben kann/will. Zunächst sieht sie Dren als Nachwuchsersatz an und wischt Clives Vorbehalte oder Bedenken bestimmend beiseite. Doch das putzige Babykaninchen mit den scharfen Krallen mutiert rasch zu einer exotischen Schönheit mit ungeahnten Fähigkeiten, deren sexueller Anziehungskraft Clive nicht lange widerstehen kann. Dren setzt ihren Willen nach Kräften durch. So läuft ein wissenschaftliches Forschungsprojekt in vertrauter Genremanier bald aus dem Ruder.

    Im Vergleich zum actionlastigen „Species“ interessiert sich Natali mehr für moralische Fragen, der riskanten Beziehung von Menschen zu einem Zwitterwesen sowie der Grandwanderung aus logischen und impulsiven Entschlüsse. So ernsthaft und wissenschaftlich diese Ausgangssituation verhandelt wird, so überzeugend wirkt gleichfalls Natalis Entscheidung gegen rein digitale Effekte. Im Endstadium wird das androgyne Wesen von der Schauspielerin Delphine Chaneac verkörpert, unterstützt durch künstliche Prothesen und Computereffekte. Von daher mag der jüngste, lange vorbereitete Film des Kanadiers weniger originell erscheinen als seine früheren Werke, doch innerhalb des Science Fiction-Kosmos zählt er zu den seriöseren Beispielen.

    Fazit: Fesselndes, dicht entwickeltes SiFi-Dreiecksdrama mit wohltuend „handgemachten“ Effekten.
  • Adrien Brody und Sarah Polley züchten als geniale Genetiker ein Hybridwesen: Origineller SciFi-Horror, mit dem Vincenzo Natali seinen Ruf als kreativer Phantast zementiert.

    Nach dem geometrischen Kulteinstand “Cube” galt Natali als außergewöhnliche Entdeckung, machte sich in der Folge mit ähnlich ausgefallenen Filmen (“Cypher”, “Nothing”) einen Namen. Sein vorläufiges Meisterstück ist ihm mit dieser ausgefeilten, schwer unterhaltsamen und modernen Frankenstein-Parabel gelungen, die schräg und anders ist – aber auf hochklassige, faszinierende Art.

    Adrien Brody und Sarah Polley dürfen ihre Fähigkeiten als Charaktermimen ausleben, wenn sie als verschroben-hippes Forscherpärchen Clive und Elsa mit der Züchtung von Tier-Hybriden verheißungsvolle Pionierarbeit leisten. Doch der medizinische Durchbruch des Jahrhunderts wird vom Geldgeber, einem kühl agierenden Konzern, abgewürgt. Um ihr Labor, das Nuclear Exchange Research Development, kurz: NERD, nicht demnächst schließen zu müssen, züchten sie ohne Wissen von Mitarbeitern und Finanziers eine Kreuzung aus Mensch und Tier, besser gesagt: Herr und Frau Frankenstein kreieren ein Monster, das er schon bei der Geburt als Fehler betrachtet und vergasen will, während ihre Mutterinstinkte erwachen und sie sich dem intelligenten Kaulquappengeschöpf annimmt, das später bei aller Menschlichkeit noch an viele andere Tiere erinnern wird.

    So entsteht eine bizarre Familie in “Splice”, der mit viel popkulturell geprägten Humor, der durchaus schwarz ausfällt und auch vor Blut und Schleim nicht Halt macht, aufgelockert wird. Das weibliche Wesen namens Dren wächst heran, unterläuft diverse Metamorphosen, muss in einem Heuschober versteckt werden, bis mit seinem sexuellen Erwachen nicht nur die Versuchung steigt, sondern auch die Gefahr. Denn übermenschliche Fähigkeiten lassen sich nicht kontrollieren, auch wenn die Eltern sich das einbilden. Deshalb kommt es zu einem Monster-Finale, das dem B-Movie seine Reverenz erweist. Ansonsten schafft Natali mit einem smarten Skript voller liebenswerter Details und handfester Überraschungen sowie einer handwerklich reifen Inszenierung mühelos den Spagat zwischen Hommage an den Body Horror David Cronenbergs und einem spannenden Biothriller über Genforschung, der ihr moralischer Kompass abhanden gekommen ist.

    Dynamisch, aber dennoch sorgfältig breitet er seine Geschichte aus, die nicht nur Witz, sondern auch die Tragik des Geschöpfs schildert, das an Einsamkeit leidet, doch bei aller Unschuld keineswegs friedfertig ist. Gänsehautszenen, die an den “Elefantenmensch” denken lassen, erden die mit hochwertigen Effekten garnierte High-Tech-Science-Fiction, die kurzweilig, tiefgründig und emotional Genre-Grenzen überschreitet.

    tk.
  • Einzelne Bausteine wissen zu begeistern oder zumindest zu unterhalten, doch als Ganzes enttäuscht „Splice“ als wenig geschmeidiger Gemischtwarenladen ziellos verbratener Ambitionen.
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Darsteller und Crew

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