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Spiel der Träume (2008)

Originaltitel: Machan
Spiel der Träume Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Spiel der Träume: Komödie mit ernsten Untertönen um Freunde aus den Slums, die als Handball-Nationalmannschaft von Sri Lanka in Deutschland ihrem Elend entfliehen wollen.

In Sri Lankas Hauptstadt Colombo hausen Barmixer Manoj (Gihan De Chickera) und sein Freund, Früchteverkäufer Stanley (Dharmapriya Dias) im Slum. Schulden und Kriminalität nehmen ihnen jede Aussicht auf ein besseres Leben. Doch dann keimt Hoffnung: Die Einladung zu einem Handball-Turnier in Bayern! Zwar haben sie keine Ahnung von Handball, trommeln aber alle Freunde zusammen um ein Nationalteam zu gründen. Sie wollen in den goldenen Westen.

Das Filmdebüt des Produzenten Uberto Pasolini (“Ganz oder gar nicht”) ist eine Komödie über verzweifelte Slumbewohner, die vom Visa ins Schlaraffenland des Westens träumen, sich aber zunächst einmal nur einen Spießrutenlauf durch Behörden und Bürokratie einfangen.

Manoj und Stanley sind beste Freunde. Sie haben schon mehrfach versucht, ein Visum für Deutschland zu bekommen, wurden aber immer abgelehnt. Chaot Stanley, der seinem älteren Bruder Geld schuldet und von seinem jüngeren verhöhnt wird, kommt auf die absurde Idee als Handball-Mannschaft zu einem Turnier nach Deutschland eingeladen zu werden. Sie wissen zwar nicht, wie Handball gespielt wird, aber bald findet die Idee immer mehr Anhänger und man macht sich gemeinsam an die Ausarbeitung.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es ist ja immer eine ähnliche Geschichte, ob nun elf verelendete Ossis in eine Gießerei einbrechen wollen, um alte D-Mark-Münzen vor der Einschmelzung zu stehlen; ob ältliche Landfrauen nackt für einen Kalender posieren; ob ein paar arme Arbeitslose zu strippen beginnen. In der Tat: „Machan“-Regisseur Umberto Pasolini war Produzent bei „Ganz oder gar nicht“, und der Unterschied zu „Machan“ ist vor allem, das sagt er selbst, dass dieser Film nun auf einer wahren Geschichte beruht. Eine Zeitungsnotiz hat ihm die Idee eingegeben: Die Handball-Nationalmannschaft von Sri Lanka ist in Deutschland spurlos verschwunden; die Suche verlief ergebnislos. Sie wird nämlich dadurch erschwert, dass Sri Lanka gar keine Handball-Nationalmannschaft hat…

    Nun also Sri Lankische Taugenichtse, die in der Heimat nichts zustandebringen und die von Glück und Reichtum träumen; zu erreichen vornehmlich im Ausland, speziell in Europa; genauer: in Deutschland. Und deren Visumantrag abgelehnt wird: kein Geld, keine Krankenversicherung, keine Aussicht auf eine Arbeit in Deutschland. So müssen sich Stanley und Co. weiter abstrampeln in den Jobs, die sie halt so haben: Plakataufkleber und Barmann, Reinigungskraft im Touristenhotel, Hilfskraft im Großraumbüro, der den Tippsen Tee bringt, Toilettenmann, der dann durch einen Handfön ersetzt wird; Callboy, der deutsche Touristinnen beglückt.

    Jobs sind das, die großteils auf westlichem Tourismus beruhen; da kann man schon mal auf die Idee kommen, die Reisebewegung umzudrehen und selbst nach Europa zu fahren, vielleicht dort eine Menge Geld zu machen. Denn klar: dort ist es auf jeden Fall besser. Und den Schulden kann man auch entfliehen, die hier jeder bei jedem hat: Stanley bei seinem Schwager, dem er Geld abgeluchst hat für einen Schleuser, der ihn dann betrogen hat; das Geld ist weg, Stanley wohnt nach wie vor bei den Tanten mit den kryptischen Sprüchen und Hunde- und Pferdewetten. Und, weil der Schwager kein Geld hat, um die eigenen Schulden zu bezahlen, will seine Schwester schon unterschreiben für eine Dreijahresarbeit im Nahen Osten, Mann und Kinder würde sie zurücklassen…

    Das ist einer der explizitesten (melo)dramatischen Aspekte dieses Films, der das Drama mit der leichten Komödie verknüpft. Ein Balanceakt, der nicht immer klappt, einerseits der Blick auf die Realitäten von Sri Lanka, auf Armut und Perspektivlosigkeit, und im Hintergrund der jahrelange Bürgerkrieg; und dann die jungen Burschen mit ihrem fantastischen, ja: irren Plan, wie sie nach Europa kommen können: sie gründen kurzerhand die Handball-Nationalmannschaft, obwohl sie von diesem Sport noch nie was gehört haben. Mit Training halten sie sich gar nicht erst auf, wichtiger ist, die Unterschriften von Regierung und Nationalem Olympischen Komitee zu fälschen, um an die begehrten Visa zu kommen – eine Einladung aus Deutschland für ein Handball-Freundschaftsspiel haben sie schon in der Tasche. Natürlich werden es dann immer mehr im „Team“, 23 schließlich, die mitwollen. Darunter auch ein paar Ausländer, Inder, Pakistanis, Bangladeschis.

    Witz und Einfallsreichtum brauchen diese Schelme, und das macht sie sympathisch. Es ja auch lustig, wenn sie dann in Bayern in Wittislingen, wo das Turnier des Vereins für Deutsch-Asiatische Freundschaft stattfindet, tatsächlich spielen müssen, ohne von irgendwas in diesem Sport eine Ahnung zu haben.

    Doch da fallen halt auch einige Aspekte untern Tisch: Dass sie eben doch illegale Wirtschaftsflüchtlinge sind, die vor nicht allzu großer, heißt: existenzieller Not in den Westen fliehen; und das ist halt auch einigermaßen ungerechtfertigt. Und dass der Film zwar ein Drama daraus macht, wenn eine Mutter für drei Jahre im Ausland dringend benötigtes Geld verdienen muss, dass es aber OK ist, wenn der Ehemann Frau und Kinder verlässt in Richtung Deutschland, und das dann für immer.

    Fazit: Eine Loser- und Außenseitergeschichte, die das Komische mit dem Sozialtragischen vermischt; und dabei immer mal wieder allzu sehr in populistische Betroffenheitsduselei gerät.
  • Eine total absurde Geschichte von Männern aus Sri Lanka, die geschickt die Einwanderungs-Bürokratie aushebeln, um einen Weg ins gelobte Deutschland finden.

    Der goldene Westen, für viele Menschen im armen Sri Lanka eine große Hoffnung, für die meisten ein unerreichbares Ziel. Denn für den Eintritt ins Paradies brauchen sie ein Visa. Und das verweigert ihnen die Deutsche Botschaft. Auch ein Barkeeper und Straßenverkäufer haben es schon oft in feiner Sonntagskleidung versucht – ohne Erfolg. Da entdecken sie eine Zeitungsnotiz: Eine bayerische Handballmannschaft sucht ein Team für ein Turnier ausgerechnet aus Sri Lanka, der Cricket-Nation. Das wäre die Gelegenheit, nach Deutschland einzureisen. Das Duo rekrutiert weitere “Spieler”, obwohl niemand weiß, was Handball überhaupt ist. Am Ende dürfen 23 nach Bayern und werden begeistert in Empfang genommen. Der Plan, schnell nach der Ankunft unterzutauchen, misslingt. Die Männer des Sri Lanka Handball-Teams müssen ins Match, das erste Spiel verlieren sie 70:0. Da schwant auch den Gastgebern Böses. Als die Grenzpolizei anrückt, findet die nur leere Zimmer. Die Männer sind spurlos verschwunden, nicht einer wurde wieder aufgegriffen.

    Was sich wie ein Märchen anhört, ist tatsächlich passiert. Uberto Pasolini (Produzent von “Ganz oder gar nicht”) lässt sich Zeit, die menschelnde Geschichte zu erzählen. So taucht er ein in den Kosmos der Protagonisten, die Slums von Colombo, die Anstrengungen des Alltags und die Chancenlosigkeit auf ein besseres Leben im eigenen Land. Wie die Männer, die nicht die geringste Ahnung von Handball haben, ihre “Mannschaft” aufbauen, Trikots und notwendigen Fotos besorgen, Dokumente fälschen und mit Chuzpe den Behörden ein Schnippchen schlagen, ist mit Sympathie, subtilem Witz und Wahrhaftigkeit inszeniert. Am lustigsten sind die Szenen des Culture-Clash in Bayern, auch wenn sich Pasolini sämtlicher deutschen Klischees inklusive strenges weibliches Weckregiment am Morgen bedient. Wie in “Ganz oder gar nicht” wird hier der Sieg der kleinen Leute über das System gefeiert. Trotz einer zu breit angelegten Exposition, unterhält “Machan”, das etwas andere Feelgood-Movie. mk.

Darsteller und Crew

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