Slow West (2015)

Slow West Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.3

Filmhandlung und Hintergrund

Slow West: Ungewöhnlicher Western um einen jungen Mann, der seiner großen Liebe in den Wilden Westen folgt.

Der 16 Jahre junge Jay aus einer schottischen Adelsfamilie folgt seiner großen Liebe Rose nach Amerika in den Wilden Westen. Der naive, die Welt und Mitmenschen prinzipiell als gut betrachtende junge Mann gerät in ein Feuergefecht und trifft auf den zynischen Revolverheld Silas, der sich ihm als Beschützer und Wegbegleiter anbietet. Nicht uneigennützig – hat er es doch auf das Kopfgeld abgesehen, das auf die junge Frau und ihren Vater ausgesetzt ist. Auf ihrem gemeinsamen Weg lernen die ungleichen gefährten voneinander.

Ein junger Schotte folgt seiner großen Liebe in den Wilden Westen und gerät schon bald in lebensgefährliche Situationen. Ungewöhnlicher Western, der eigenwillige, poetische Bilder findet für die Geschichte einer Freundschaft unter Beschuss.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wunderbar ökonomischer und stilsicherer Western, der eine simple Geschichte entschlossen auf die Zielgerade bringt.
  • Ungewöhnlicher, charmanter Western um einen jungen Mann, der seiner großen Liebe in den Wilden Westen folgt.

    Keinen typischen Western liefert der schottische Musiker John Maclean mit seinem Langspielfilm-Regiedebüt, das nach seiner erfolgreichen Festivaltournee nun glücklicherweise auch in den deutschen Kinos landet. Zwischen Entmystifizierung, Märchen, europäischen Bildungsroman und Roadmovie legt er seinen keinesfalls zu langsamen, mit Poesie, trockenem Humor und jede Menge Überraschungen erzählten Trip in den Westen an. Auf diesen begibt sich der 16 Jahre junge Jay aus einer schottischen Adelsfamilie, um seine große Liebe Rose wiederzufinden, die mit ihrem Vater flüchten musste. Kodi Smit-McPhee aus “The Road” passt perfekt als naiver, die Welt und Mitmenschen prinzipiell als gut betrachtender junger Mann, der als Greenhorn im Westen meint, sich auf seinen Ratgeber verlassen zu können und sich unversehens vor dem Lauf einer Waffe wiederfindet und vom zynischen, schweigsamen Revolverheld Silas (Michael Fassbender, der bereits in McLeans Kurzfilm spielte, macht wie immer eine gute Figur) rettet ihn und bietet sich als Beschützer und Wegbegleiter an. Nicht uneigennützig – hat er es doch ebenso wie einige ehemalige Kollegen von ihm auf das Kopfgeld abgesehen, das auf Rose und ihren Vater ausgesetzt ist. Doch natürlich entwickelt sich vieles anders als gedacht. Denn MacLean nutzt zwar Motive und Figuren des Western-Genres, variiert sie aber oder stellt sie auf den Kopf und erzählt vielmehr eine Liebesgeschichte, ein Buddymovie – Fassbender und Smit-McPhee ergänzen sich perfekt als ungleiches Duo, das voneinander lernt – und vor allem vom Traum von Amerika, der sich für die europäischen Einwanderer nicht erfüllt und die meisten Ureinwohner tödlich endet. Entsprechend gibt es auch einige harsche Momente, im melancholischen, mit skurrilen Begegnungen und nicht nur im Showdown auch mit Leichen gepflasterten Independentjuwel. hai .
  • Slow West ist wohl einer der unfreiwillig komischsten Western, die ich seit langer Zeit gesehen habe! Von vorn bis hinten ist die Geschichte voller bekloppter Erfindungen und Absurditäten. Regisseur John Maclean ist schottischer Musiker und das erklärt die vielen Merkwürdigkeiten des Films, die beweisen, dass Maclean keine Ahnung haben kann vom Westen (vermutlich hat er einige Western gesehen und das wars!). Zu allen Zeiten hat man Western so aufgebaut: Auf ein Drittel Fakten-Treue, treffen zwei Drittel Romantik und Abenteuer. Viele europäische Regisseure brachen nun diese Gewichtung erfolgreich auf und verkehrten sie - wobei aber alle diese Autoren die geschichtlichen Fakten kannten. MacLean kann sie nicht kennen: Der Schotte Jay Cavendish (Kodi Smit-McPhee) ist ein Suchender. Er ist besessen von Rose (Caren Pistorius) und wird nicht aufgeben, bevor er sie gefunden hat. Kein Zweifel, Jay ist von tiefer Liebe erfüllt. Er liegt mit dem Rücken im Gras und blickt in den nachtblauen Himmel. Wie hat er bloss bis dahin überleben können in dieser Umgebung? Warum trägt der milchgesichtige Jay keinen Hut? Will er in der Sonne verbrennen? Wir schreiben aber das Jahr 1870 und abtrümmige Soldaten streifen durch das Land. Rachschwaden stehen über dem Wald. Einer der Anführer hat gerade ein Lager der Sioux in Brand gesetzt und er steht nun vor Jay. In diesem Moment aber taucht der wortkarge Silas Selleck (Michael Fassbender) auf und erschiesst den fahnenflüchtigen Mörder. Silas ist ein Kopfgeldjäger und ab sofort so etwas wie ein Schutzengel für Jay. Gegen ein Honorar will er Jay bei seiner Suche unterstützen. Dass auf Rose und ihren Vater ein Kopfgeld steht, verschweigt er aber seinem Schützling. Zwischenfrage: Silas ist fraglos ein Bösewicht. Warum erschiesst er den Schotten nicht gleich und nimmt sich das Geld? Die einzig mögliche Antwort: Silas ist eine Absurdität auf zwei Beinen. Der Westen Amerikas gleicht in Slow West einem Trümmerfeld, in dem sich jeder mit Waffengewalt das nimmt, was er zum Überleben braucht. Die Menschen ziehen mordend und brandschatzend durch die Gegend, die nichts mehr von einem Paradies hat. Wir befinden uns im Vorhof zur Hölle. Letzte Frage: Was hat nun der Titel Slow West damit zu tun? eine Anspielung auf go West wäre sinnfrei. Der Titel bedeutet also nichts. mehr auf cinegeek.de
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