Selbst ist die Braut (2009)

Originaltitel: The Proposal
Selbst ist die Braut Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Selbst ist die Braut: Romantische Komödie mit Sandra Bullock als Zicke aus Kanada, die ihren leidgeprüften Assistenten zur Hochzeit drängt, um nicht aus den USA ausgewiesen zu werden.

Angst und Schrecken herrscht, wenn Margaret Tate durch die Gänge ihres Buchverlags schreitet. Ihren leidgeprüften Assistenten Andrew Paxton beneidet niemand. Als der Kanadierin Margaret die Ausweisung aus den USA droht, weil sie die Verlängerung ihres Visas verschlafen hat, sieht die Zicke keine andere Lösung, als ihre bevorstehende Hochzeit mit Andrew zu verkünden – in Anwesenheit des Ahnungslosen. Um die skeptische Einwanderungsbehörde zu überzeugen, kündigen die Verlobten an, Andrews Eltern zu besuchen. Die wohnen allerdings in Alaska mitten in der Wildnis und haben die blendende Idee, die Hochzeit sofort stattfinden zu lassen.

Angst und Schrecken herrscht, wenn Margaret Tate durch die Gänge ihres Buchverlags schreitet. Ihren leidgeprüften Assistenten Andrew Paxton beneidet niemand. Als der Kanadierin Margaret die Ausweisung aus den USA droht, weil sie die Verlängerung ihres Visas verschlafen hat, sieht die Zicke keine andere Lösung, als ihre bevorstehende Hochzeit mit Andrew zu verkünden. Um die skeptische Einwanderungsbehörde zu überzeugen, kündigen die Verlobten an, Andrews Eltern zu besuchen. Die wohnen allerdings in Alaska.

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Kritiken und Bewertungen

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    Die wandlungsfähige Schauspielerin Sandra Bullock überzeugt als knallharte, kanadische Chefverlegerin, die kurz vor der Ausweisung aus den USA steht und daher ihren Assistenten (Ryan Reynolds) zur Scheinehe zwingt. Die bestens konstruierte Geschichte bietet mit perfektem Timing und wundervoll spritzigen Einfällen eine Menge Situationskomik und überraschende Wendungen. Das ungleiche Paar wider Willen liefert sich eine Schlacht mit viel Wortwitz und wird darüber hinaus in eine turbulente Konfrontation mit der konservativen Schwieger-Familie im entlegenen Alaska verwickelt. Selbst ist die Braut ist eine hinreißende Liebesgeschichte, die auf gutem Niveau herzhafte Lacher garantiert.

    Jurybegründung:

    Der Titel führt den Zuschauer zunächst auf eine falsche Fährte, lässt er doch eine weitere stereotype US-Komödie über die Irrungen und Wirrungen junger Menschen auf dem Weg zum Traualtar erwarten. Umso überraschter war der Ausschuss vom ausgefeilten Konzept, dem durchdachten Drehbuch und der Spielfreude aller Beteiligten, was die zum Teil vorhandene Vorhersehbarkeit der Geschichte ohne Mühen wettmachte.

    Sandra Bullock ist eine würdige Nachfolgerin von Meryl Streep als Miranda Priestly in Der Teufel trägt Prada, so eiskalt herrscht sie über ihr Team, so kalkulierend geht sie mit ihren Untergeben um. Und es dauert sehr lange, bis sie sich besinnt, dass es ausser ihrer Karriere noch ein anderes Leben gibt. Der Film überzeugt durch seine lebhafte Mischung aus wunderbarer Situationskomik und hintergründigen, spritzigen Dialogen, wie man sie von Screwball-Comedies her kennt, und einem liebenswerten Sidekick namens Ramon, der immer wieder für herzhafte Lacher sorgt.

    Gerade für europäische Kinogänger ist es wohltuend zu sehen, dass hier amerikanische "family values" nicht das makellose Ziel allen Daseins sind, sondern dass es auch in den besten Familien zu Auseinandersetzungen kommen kann und darf. Selbst ist die Braut endlich wieder einmal keine altbekannte, hektisch-überdrehte Komödie, sondern ein Film, in dem die Regisseurin Anne Fletcher den Figuren Zeit lässt, sich zu entwickeln.Damit hat auch der Zuschauer die Chance, sich in Ruhe einzufühlen und sowohl die lustigen wie auch die emotionalen Momente so richtig zu genießen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • In der Komödie „Selbst ist die Braut“ spielt Sandra Bullock eine Vorgesetzte, die eine ganze Verlagsetage unter ihrer Fuchtel hat. So erscheint es ihr nur logisch, dass sie in einer Notlage auf ihren Assistenten zurückgreift und ihn auffordert, sie zu heiraten. Der von Ryan Reynolds gespielte Bräutigam begreift allmählich, dass er nicht mehr nur der Sekretär ist und bietet seiner rücksichtslosen Verlobten Paroli. Und das ausgerechnet in seiner Heimat in Alaska, wo die New Yorkerin mit dem Charme der Provinz konfrontiert wird.

    Auch die entzückende Betty White in der Rolle der Großmutter und der Einfallsreichtum der Geschichte sorgen für angenehme Unterhaltung in diesem Film von Regisseurin Anne Fletcher. Die Handlung beginnt im Stil von „Der Teufel trägt Prada“ im stressigen Berufsleben von New York. Margaret Tates morgendliches Erscheinen im Verlag kündigt sich auf den Bildschirmen der Mitarbeiter wie ein Lauffeuer an. Vor der Lektorin muss man sich in Acht nehmen, und ein Wochenende bei der Familie, weil die Oma 90 Jahre alt wird, kann Assistent Andrew Paxton sich abschminken.

    Sandra Bullocks komödiantisches Talent entfaltet sich schon im Büro der Verleger, die ihr eröffnen, dass sie das Land verlassen muss. Sie kontert, indem sie mit einer seitlichen Handbewegung nach Andrew greift und seine Krawatte tätschelt: Die Verlobungsabsicht ist ihrer Meinung damit klargemacht. Ryan Reynolds kontert diesen burschikosen Charme mit seinem Talent zur lustigen Mimik, darf er doch in den entscheidenden Momenten sowieso nichts sagen. Doch in dem Provinzstädtchen Sitka, Alaska, spielt Andrew nicht mehr den zuvorkommenden Handlanger, sondern lässt seine Verlobte schon mal das Gepäck selber ziehen.

    Gelungen sind die Witze über die Kontrollpraxis der Einwanderungsbehörde. Der eifrige Beamte Mr. Gilbertson bezeichnet sich an einer Stelle als Elliott Ness und wird beflügelt von dem Gedanken, dem Scheinpärchen das Handwerk zu legen. Im Abspann wittert er bei der Befragung der Verwandten und Bekannten ein neues Opfer: Der Stripper und Hochzeits-Zeremonienmeister Ramone aus Sitka ist vielleicht gar kein legaler US-Bürger...

    Ramones Striptease, den Andrews Mutter und Großmutter zur Erheiterung von Margaret organisiert haben, gehört wegen Sandra Bullocks herrlich verlegener Abwehr zu den Höhepunkten des Films. Auch Reynolds Konflikt mit seinem dominanten Vater bereichert die Geschichte. Das Herz der Komödie aber ist eindeutig die aus „Golden Girls“ bekannte Betty White in der Rolle von Andrews rühriger Großmutter. Sie schließt die reservierte Margaret sofort in ihr Herz und bringt dem Paar eine Decke, die für Fruchtbarkeit sorgen soll. Die eher biederen, konventionellen Anteile der Geschichte werden durch das Pingpong-Spiel von Andrew und Margaret aufgewertet.

    Fazit: Sandra Bullock und Ryan Reynolds unterhalten als Chefin und Assistent, die eine Scheinehe planen und in Alaska seine herzliche Verwandtschaft treffen.
  • Sie ist Beauty und Beast in einem, die attraktive und erfolgreiche New Yorker Verlagslektorin Margaret Tate. Wenn die von Ehrgeiz Zerfressene ins Büro kommt, weht ein Eiseshauch, ihre Angestellten quält sie genüsslich, die sollen am besten schon vorgestern alles gemacht haben, auch wenn Madame es erst heute “befiehlt”. Vor allem ihr Assistent Andrew Paxton leidet unter ihrer Ungeduld und beisst Tag für Tag die Zähne zusammen. Doch dann wird die smarte Kanadierin von ihren Chefs ins Büro bestellt, sie hat die Verlängerung ihres US-Visums verpennt und muss erst einmal zurück ins Heimatland. Keine guten Karriereaussichten. Da fällt der Blick der mit allen Wasser gewaschenen Lady auf Andrew und ehe er sich’s versieht, präsentiert ihn die Zicke als ihren amerikanischen Verlobten, den sie bald ehelichen will. Damit wären alle Probleme gelöst. Der total Ahnungslose ist mehr als verdattert, aber die Kratzbürste erpresst ihn mit Aufstieg und er sagt erst einmal ja. Damit gehen die Schwierigkeiten so richtig los. Die Einwanderungsbehörde glaubt das Märchen von der großen Liebe nicht. Also fahren die beiden zu Andrews skurriler Familie nach Alaska, wo schnell große Freude herrscht über die plötzlich aufgetauchte Schwiegertochter in spe, das Duo mimt die Lovebirds mit Küsschen hier und Küsschen da vor den anderen halbwegs glaubwürdig, aber kaum schließt sich die Schlafzimmertür, ist Trennung im Bett angesagt. Aber nach und nach finden sich die beiden gar nicht mehr so unausstehlich, es kribbelt kräftig, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollen. Dass nun die Hochzeit sofort in der Wildnis stattfinden soll, sorgt doch für Komplikationen – nicht nur wegen des lästigen Beamten der Einwanderungsbehörde. Nach zweijähriger Leinwandabstinenz kehrt Sandra Bullock als Braut, die sich erst sehr spät traut und knallharte Verlegerin auf die Leinwand zurück und bezaubert nicht nur den wunderbar schüchternen und dennoch selbstbewussten Ryan Reynolds und seine liebenswerte Mischpoke (allen voran die Großmama), sondern auch das Publikum. Der Kampf zwischen dem ungleichen Paar brilliert nur so vor Situationskomik vom Feinsten und wird mit scharfem Florett bzw. punktgenauen Dialogen in bester screwball-comedy-Tradition ausgefochten, bis unweigerlich die Liebe ausbricht. Ein absolutes Vergnügen, bei dem pure Romantik, großes Gefühl und kritischer Verstand auf ihre Kosten kommen. Es darf gelacht werden, so richtig von Herzen. Und das tut wahnsinnig gut.

    Margret Köhler.

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