Scoop - Der Knüller (2006)

Originaltitel: Scoop
Scoop - Der Knüller Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Scoop - Der Knüller: Woody Allens wieder in London gedrehter "Match Point"-Nachfolger über eine amerikanische Studentin, die einen Mörder überführen will, sich aber in den Verdächtigen verliebt.

Als die in London weilende amerikanische Journalistikstudentin Sondra Pransky (Scarlett Johansson) sich mal aus Spaß von dem handwerklich eher umstrittenen Bühnenmagier Sid Waterman (Woody Allen) dematerialisieren lässt, erscheint ihr der Geist des verstorbenen britischen Reporters Joe Strombel (Ian McShane). Der beschuldigt doch glatt den jungen Aristokraten Peter Lyman (Hugh Jackman) des Mordes. Das muss Sondra nun allerdings erst einmal beweisen, was schwer genug ist für die junge Dame, da Lyman doch so verflucht charmant ist.

Dem ernsteren “Match Point” lässt Woody Allen nun eine heitere Murder Mystery folgen, angesiedelt erneut vor den Kulissen Londons und getragen von des Maestros aktueller Lieblingsmuse Scarlett Johansson.

Bei einer Zaubershow erscheint der jungen amerikanischen Journalismus-Studentin Sondra Pransky der Geist des jüngst verstorbenen britischen Journalisten Joe Strombel. Der war kurz vor seinem Tod dem berüchtigten Tarot Card Killer auf der Spur und verdächtigt den Aristokraten Peter Lyman. Begleitet vom neurotischen Zauberer Sid Waterman will sie den Mörder überführen. Es dauert nicht lange, bis sich Sondra in den charmanten und weltgewandten Peter verliebt.

Kurz vor seinem Tod erhält der Star-Reporter Joe Strombel einen Hinweis auf die Identität des berüchtigten “Tarotkarten-Killers”. Selbst nicht mehr fähig, dem Tipp nachzugehen, braucht er jemanden, der für ihn die notwendigen Recherchen betreibt. Die geeignete Person findet Joe in der Journalistin Sondra Pransky, die gerade in der Bühnenshow des US-Zauberers Sid Waterman alias Splendini “entmaterialisiert” wird. Die heiße Spur führt Sondra direkt in die Arme des Aristokraten Peter, in den sie sich prompt Hals über Kopf verliebt.

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Kritikerrezensionen

  • “Stadtneurotiker” Woody Allen serviert das Komödienpendant zu seinem erfolgreichen Comeback “Match Point”, bei dem ebenfalls eine Murder Mystery von seinem angestammten Manhattan in die High Society Londons verlegt wird.

    Nach einer Reihe von mittelprächtigen Projekten sah man sich vom Altmeister selbstironischer Satire letztjährig mit dem sarkastischen Klassen-Krimi “Match Point” erstmals wieder ernsthaft gut unterhalten. Seiner Hauptdarstellerin Scarlett Johansson schrieb er daraufhin speziell die Rolle der naiven Amateurdetektivin Sondra Pransky auf den drallen Leib. Dabei erkennt man Spurenelemente seiner ehemaligen Musen Diane Keaton und Mia Farrow, sowie (gewohnte) Indizien der Schöpfung eines weiblichen Alter Egos des Woodman höchstpersönlich. Erstmals seit “Hollywood Ending” bedachte sich Allen auch wieder selbst mit einem gewichtigen Part, wobei er auf eine Filmromanze mit seiner wesentlich jüngeren Protagonistin verzichtet. Stattdessen schlüpft er als der Bühnenmagier Sid Waterman aka Splendini in die Rolle einer konstant lamentierenden Vaterfigur, um der (zumindest in seinen Augen) hilfsbedürftigen Heroine mit gestammeltem Rat und sie zumeist enervierender Tat zur Seite zu stehen, den berüchtigten Tarotkarten-Killer zu überführen. Den Tipp, dass der privilegierte Sohn Peter (ein exzellenter Hugh Jackman) von Lord Lyman der Mörder mehrerer Prostituierter sei, erhält die unbedarfte amerikanische Journalismusstudentin ausgerechnet vom Geist des verstorbenen Starreporters Joe Strombel, während sie für einen Bühnentrick Watermans “dematerialisiert” wird. Um die fraglich erfahrene unerhörte Anschuldigung zu beweisen, gilt es zunächst die Bekanntschaft des Verdächtigen zu machen, woraufhin sich eine Romanze und die zu erwartenden Komplikationen entspinnen.

    Dass diese leichtgewichtige Krimifarce um einen nicht übermäßig schwer zu knackenden Fall von verspieltem Humor getragen wird, macht sich schon mit den zu Beginn angestimmten Klängen aus Tschaikowskys Nussknacker-Ballett bemerkbar. Klassische Töne schlägt auch der Rest des Scores an, klassisches Understatement charakterisiert die Society-Schauplätze, klassisch kompetent gestaltet sich erneut die Kameraarbeit von Remi Adefarasin. Gepaart mit Allens patentiertem Wortwitz und den für ihn typischen Drolligkeiten wird auf kurzweilig-kalorienarmes Entertainment gesetzt, das nicht an “Match Point” heranreicht, aber allemal einen Woody Allen in komödiantischer Form zeigt. ara.

Darsteller und Crew

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