Schwestern (2012)

Schwestern Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Schwestern: Comedie humaine über ein Familienfest anlässlich der Entscheidung der jüngsten Tochter, ins Kloster einzutreten.

Nach Jahren treffen Mitglieder der Familie Kerkhoff an einem Sommertag wieder aufeinander. In der Abgeschiedenheit eines Klosters, denn Kati, die jüngste Tochter, hat sich entschlossen, einem Orden beizutreten. Die weltliche eingestellte Familie ist schockiert, was hat die junge Frau dazu bewogen, Braut Christi zu werden? Als sich die Feierlichkeiten verzögern, bekommen die Kerkhoffs – unter ihnen die planlose ältere Schwester Saskia, die dominante Mama Usch, der vermeintlich lässige Onkel Rolle und Katis Ex-Freund – Gelegenheit, ihre Stellung und Werte zu überprüfen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In ihrem Familienfest der anderen Art, einer leichten, flirrenden comédie humaine, räsoniert Anne Wild über die Unbedingtheit von Lebensentwürfen.

    Eine unspektakuläre Familiengeschichte, bei der augenscheinlich wenig passiert, erzählt Anne Wild nach eigenem Skript. Nach Jahren treffen Mitglieder der Familie Kerkhoff an einem Sommertag wieder aufeinander. In der Abgeschiedenheit eines Klosters, denn Kati (Marie Leuenberger), die jüngste Tochter, hat sich entschlossen, einem Orden beizutreten. Die weltliche eingestellte Familie ist schockiert, was hat die junge Frau dazu bewogen, Braut Christi zu werden? Als sich die Feierlichkeiten verzögern, bekommen die Kerkhoffs Gelegenheit, ihre Lebensentwürfe und Werte zu überprüfen.

    Ein wenig an Louis Malles ironische “Komödie im Mai” fühlt man sich bei dieser comédie humaine erinnert, nicht nur wegen des Picknicks, das auch hier stattfindet – reinigendes, symbolträchtiges Gewitter inbegriffen. Meist scheint aber die Sonne, lässt Wald und Wiesen in schönstem Licht – von Kameramann Ali Gözkaya fast beiläufig eingefangen – erstrahlen. Ins Schwitzen kommen die Figuren, nicht nur wegen der Hitze, sondern weil Emotionen hoch kochen. Bei Schwester Saskia (Maria Schrader), Malerin und Musikerin, vielfach begabt und doch planlos, bei Mama Usch (Ursula Werner), bissiger Kontrollfreak und Wirtschaftsjournalistin, beim vermeintlich lässigen Onkel Rolle, dessen gläubigen jungen Geliebten oder Katis Ex-Freund, der vor Selbstmitleid zerfließt.

    Von sanftem Witz und viel Atmosphäre lebt dieses leise Drama, in der die Klosterwelt – Meditation, Gebet, Orgelklänge, Glockenläuten – im Kontrast zum hektischen modernen Hier und Heute steht. Was ist wichtig, welche Ziele verfolgen wir? “Glaubst du eigentlich an was?”, fragt Saskia den Bruder, und der antwortet: “Ich hab weiß Gott andere Sorgen.” Ein beiläufiger, flapsiger Dialog mit Tiefgang, der auf unsere Alltagsprobleme verweist und die Religion direkt ins Spiel bringt. Ein religiöser Film also? Das wäre zu viel gesagt, ein meditativer, ein wenig fantastischer mit Tieren in Schlüsselrollen aber sicherlich. Kluges, selbstbewusstes Kopfkino, das sich Trends verweigert. geh.

Darsteller und Crew

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