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Son of Saul (2015)

Originaltitel: Saul fia
Son of Saul Poster
Userwertung (13)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Son of Saul: Eindringliches Holocaust-Drama um einen Häftling, der im KZ Auschwitz die Leichen verbrennen muss.

Auschwitz-Birkenau, im Oktober 1944: Der ungarische Gefangene Saul Ausländer (Geza Röhrig) wird einem Sondereinsatzkommando im Vernichtungslager zugeteilt. Die jüdische Gruppe muss die Leichen ihrer ermordeten Landsleute und Glaubensbrüder im Krematorium verbrennen. Eine unfassbare Aufgabe, die an den Nerven aller Beteiligten zehrt. Eines Tages findet Saul den Leichnam eines kleinen Jungen, in dem er seinen eigenen Sohn vermutet. Saul möchte seine Menschlichkeit angesichts all der Grausamkeiten des Holocausts bewahren und für seinen Sohn da sein, so wie er es im Leben nie war. Also plant er den Körper des Jungen einem Rabbi zu übergeben, damit er menschenwürdig und glaubensgemäß beerdigt werden kann. Das ist eine fast unmögliche Aufgabe, denn der kleinste Verstoß gegen die Lagerregeln könnte zu seiner Hinrichtung führen. Dabei bringt er nicht nur sein eigenes Leben, sondern das Leben seiner Mithäftlinge in Gefahr. Selbst als im Lager eine Revolte geplant wird, hält Saul an seinem Vorhaben fest. Das Historiendrama mit Thriller-Elementen ist der Debüt-Film des ungarischen Regisseurs Laszlo Nemes. Obwohl der Film zunächst aus dem Wettbewerb der Berlinale ausgeschlossen wurde, lief er kurz darauf 2015 im Wettbewerb bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er den Großen Preis der Jury einheimste. Doch damit war der Erfolgszug des Films noch lange nicht abgeschlossen. Im Januar erhielt er einen Golden Globe für den Besten ausländischen Film und wurde schließlich mit dem Oscar als Bester fremdsprachiger Filmausgezeichnet. Dabei konkurriert er mit “Mustang” aus Frankreich, “Theeb” aus Jordanien und “A War” aus Dänemark. „Son of Saul“ wird von zahlreichen Kritikern als der beste Film in 2015 gewürdigt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Videokritik anzeigen
  • Eindringliches Holocaust-Drama um einen Häftling, der im KZ Auschwitz die Leichen verbrennen muss.

    Mit seinem heiß diskutierten und hochgelobten, mit dem Großen Preis der Jury beim Festival de Cannes prämierten Debütspielfilm hat sich der 38-jährige Laszlo Nemes dem schwierigsten Thema überhaupt genähert, dem Holocaust. Er erzählt von den Sonderkommandos in Auschwitz, von jüdischen Häftlingen, die dazu gezwungen wurden, die Ermordung von Juden vorzubereiten, sie auszuplündern und die schließlich die Beseitigung der Leichen in den Krematorien zu bewerkstelligen.

    Eigentlich sträubt man sich, auch nur eine Minute zuzusehen. Aber Nemes findet einen visuellen Ansatz für seinen Film, dass man einerseits unmittelbar dabei ist bei den Geschehnissen im Vernichtungslager, gleichzeitig die Gräueltaten nie in den Fokus zu rücken – buchstäblich – ohne sie zu verharmlosen oder sich daran womöglich zu ergötzen. Ganz nah ist die Kamera dran an Saul. Sie filmt über seine Schulter oder direkt in sein Gesicht. Scharf im Bild ist dabei die meiste Zeit immer nur er. Der Rest ereignet sich in unscharfen Bildern, aber mit einem umso präsenteren Ton. Als Zuschauer wird man Zeuge, wie Saul seine unerträgliche Arbeit regungslos verrichtet, bis er mitansehen muss, wie ein Junge, der die Gaskammer überlebt hat, von einem SS-Mann getötet wird. Fortan kämpft Saul darum, dem Jungen ein ordentliches Begräbnis zu ermöglichen. Er sagt, es handele sich um seinen Sohn, dabei ist das Kind Sinnbild für sein Schuldgefühl. Und so geht man mit Saul in langen Einstellungen durch eine Hölle, die man so in einem Film nie erleben wollte. Und dennoch ist es ein wichtiger Film geworden, wider das Vergessen. ts.

Darsteller und Crew

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