Hol Dir jetzt die neue kino.de App   Deutschland geht ins kino.de

Red Tails (2012)

Red Tails Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Red Tails: Abenteuer um die gleichnamige Fliegerstaffel im Zweiten Weltkrieg aus der Schmiede von George Lucas.

Zu den weniger prominenten Episoden des II. Weltkriegs gehört die Geschichte der 322. Jagdstaffel der Airforce, einem rein aus afroamerikanischen Piloten rekrutierten Geschwader, das bekannt wurde als die Tuskegee Airmen. Stationiert zunächst in Nordafrika und Süditalien, erwerben sich die schwarzen Jagdflieger schnell einen guten Ruf als zuverlässige Begleitschutz von Bomberstaffeln und fügen staunenden Herrenmenschen umso empfindlichere Niederlagen zu. Im Zivilleben oder der Militärhierarchie nutzt ihnen das wenig.

Eine komplett aus Farbigen rekrutierte Jagdpilotenstaffel macht Furore an der Front im Zweiten Weltkrieg. Effektvolles Actionabenteuer mit gesellschaftskritischen Untertönen, George Lucas produzierte.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (3 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
2 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Es wäre zu erwarten gewesen, dass sich der Stoff allen Flugkampfspektakels zum Trotz als Drama präsentiert. Aber es hat nur zum emotional eher schwachbrüstigen Actionfilm gereicht.
  • Produzent George Lucas versammelt schwarze Jungstars zur actiongeladenen und effektvollen Würdigung des ersten afroamerikanischen Pilotengeschwaders der Militärgeschichte.

    Zu den weniger prominenten Episoden des II. Weltkriegs gehört die Geschichte der 322. Jagdstaffel der Airforce, einem rein aus afroamerikanischen Piloten rekrutierten Geschwader, das bekannt wurde als die Tuskegee Airmen. Formiert 1939 auf Drängen eines liberal gestimmten Senats und gegen Kritikerstimmen, die der Ansicht waren, Schwarze wüssten mit komplexeren technischen Gerätschaften wenig anzufangen, bot die 322. fortan farbigen US-Bürgern die Möglichkeit, das Fliegen zu erlernen und ihren Mut für das Vaterland in Luftkämpfen im fernen Europa unter Beweis zu stellen. Stationiert zunächst in Nordafrika und Süditalien, erwarben sich die schwarzen Jagdflieger schnell einen guten Ruf als zuverlässige Begleitschutz von Bomberstaffeln und fügten staunenden Herrenmenschen umso empfindlichere Niederlagen zu. Im Zivilleben oder innerhalb der Militärhierarchie nutzte ihnen das wenig.

    Bereits 1995 setzte eine aufwendige HBO-Produktion den “Tuskegee Airmen” ein filmisches Denkmal, detailliert und pointiert beschrieb sie die alltägliche Diskriminierung im Süden (Tuskegee liegt im Herzen Alabamas), wo selbst deutsche Kriegsgefangene besser behandelt wurden als Farbige in Uniform. Nun hat sich George Lucas der Story angenommen, eine opulente Kinoproduktion voller Pathos, Action und optischer Schauwerte daraus destilliert, und wie man es vom Schöpfer der “Star Wars”-Serie beinahe erwarten konnte, den Schwerpunkt auf effektvolle Luftschlachten gelegt.

    Nur kurz verweilt man in Alabama, schnell eilt sich das Geschehen der Front zu, wo die Tuskegee Airmen erst mit Misstrauen empfangen und dann unverzichtbar werden. Junge Stars sind zu entdecken, wie sie zentralen Charakteren in verschiedenen Truppenteilen Charakter verleihen. Cuba Gooding jr, der schon im alten HBO-Film dabei war, fällt die Rolle des alten Hasen zu, der mehr mit den Weißbroten in der eigenen Etappe als mit den “Gerrys” an der Front zu kämpfen hat. Einer der Piloten beginnt eine Beziehung mit einer Italienerin, ein anderer landet in deutscher Kriegsgefangenschaft. Dreh- und Angelpunkt aber sind und bleiben die Luftkämpfe. Hier schlägt das Herz des Filmes, hier verschlägt es dem Betrachter durchaus mal den Atem. Es sei nicht leicht, einen Film über schwarze Helden finanziert zu kriegen, klagt Lucas. Das Ausland interessiere sich zu wenig dafür. “Red Tails” könnte ihn bestätigen oder widerlegen. Den Versuch war es sicher wert. ab.
  • Hierzulande dürfte es schwierig sein, das Publikum für den weitgehend auf ein schwarzes Auditorium zugeschnittenen Film "Red Tails" von Serien-Regisseur Anthony Hemingway ("The Wire", "CSI", "The Closer") zu begeistern. Im Grunde finden sich nur zwei außergewöhnliche Umstände an dem auf realen Ereignissen basierenden Fliegerdrama: Einmal handelt es sich um George Lucas´ erste Kinoproduktion seit dem vierten "Indiana Jones"-Film, der schon länger in das Thema involviert ist. Zumindest darf man daher sicher sein, auf der technischen Seite mit erstklassigen Computereffekten bedient zu werden. In der Tat zählen die packenden Luftkämpfe zu den Höhepunkten der reichlich schematisch angelegten Story. Dass man innerhalb der Angriffe relativ leicht den Überblick zu verlieren droht, dürfte ganz im Sinne der Macher zu liegen. Ähnlich mochten es die Piloten selbst angesichts eines unaufhörlichen Gewitters aus Reizüberflutung, Geschossen und Explosionen während der Lufteinsätze empfunden haben.

    Der zweite ungewöhnliche Aspekt an "Red Tails" liegt in seiner Thematik - einer Huldigung an die in Europa stationierte schwarze Fliegerstaffel namens Tuskegee Airmen, der sich zuvor schon weitere Werke wie die HBO-Produktion "Die Ehre zu fliegen" widmeten. Innerhalb des Kriegspilotengenres existieren nur wenige herausragende Arbeiten wie der zu Unrecht übersehene "Dark Blue World" ("Tmavomodrý svet") aus dem Jahr 2001, dem "Red Tails" nichts Neues hinzuzufügen hat. Gemeinsam haben beide Fliegerdramen die Dreharbeiten in Tschechien, wo man offenbar auf vorhandenes technisches Knowhow zurück greifen konnte. Das verhindert bei "Red Tails" nicht manche historische Ungenauigkeit, die hauptsächlich auf das oberflächliche Drehbuch von John Ridley und Aaron McGruder zurückzuführen ist.

    Zu stark setzt die Dramaturgie auf bewährte Kriegsfilm-Stereotypen. In seinen wenigen Szenen verkörpert der seit der US-Serie "Breaking Bad" viel beschäftigte Bryan Cranston einen sturen rassistischen Kommisskopf, der den schwarzen Fliegerassen nicht über den Weg traut. Zwar dürfen die Gegenspieler in der Originalfassung deutsch sprechen, doch dabei kommen ihnen nur bewährte Herrenmenschen-Plattitüden wie "Zeigt keine Gnade!" über die Lippen. Als hiesiger Zuschauer kann man sich für die verheerende Bombardierung deutscher Städte ohnehin wenig begeistern. Dagegen scheinen die schwarzen Soldaten eher unverwundbar zu sein. Der Absturz einer "Red Tail"-Maschine mit Todesfolge im letzten Drittel stellt eher die Ausnahme dar - es wirkt, als wären die Protagonisten nie wirklich in Gefahr.

    Die Charakterisierung der tollkühnen Piloten versteigt sich ebenfalls in Stereotypen, wobei die Ansammlung vom alkoholabhängigen Draufgänger bis zum unerfahrenen Rookie reicht. Schon allein die Spitznamen wie „Lighting“, "Easy", "Junior" oder "Joker" sagen alles über Funktion und Handlungsweise der Figuren aus. Die Liebesgeschichte von Lt. Little mit einer rassigen Italienerin über alle Standesgrenzen und Sprachbarrieren hinweg soll eine tragische Note ins Geschehen bringen, doch selbst dieser Strang bleibt in Oberflächlichkeiten stecken. Abgesehen von den durchaus packenden Actioneinlagen, die gegen Ende immer spärlicher ausfallen, ist man somit mit der HBO-Produktion von 1995 weitaus besser bedient.

    Fazit: Trotz rasanter Luftkämpfe und perfektem Sound-Design krankt das Fliegerspektakel "Red Tails" über Rassismus innerhalb der US-Armee am klischeehaften Plot und historisch-technischen Unzulänglichkeiten.
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Spielberg & Lucas: "Kinoticket wird 150$ kosten"

    Die Hollywood-Ikonen Steven Spielberg und George Lucas erwarten, dass Kino bald ein exklusives Erlebnis wird und wie ein Broadway-Besuch dreistellige Summen kostet.

  • "Red Tails" auf Blu-ray mit englischem Auro-3D 11.1-Mix

    3D-Sound im Heimkino verspricht als weltweit erste Blu-ray das Kriegs-Drama "Red Tails" - diese verfügt nämlich im englischen Original über einen Auro-3D 11.1-Mix.

  • Haftbefehl gehen Cuba Gooding Jr.

    Gewalt gegen Frauen ist nie ein Kavaliersdelikt. Nicht in den USA - und schon gar nicht für einen Oscar-Preisträger wie den ehemaligen "Jerry Maguire"-Star.

  • Hollywood bald ohne George Lucas?

    American Graffiti. Indiana Jones. Star Wars. Drei klassische und unvergessliche Filme und / oder Film-Franchises, an deren Entstehung George Lucas ein mehr oder minder großes Wort mitgeredet hat. Die auf 3D getrimmten Star Wars-Prequels kommen ab 9. Februar wieder in die Kinos, während der von Lucasfilm produzierte Kriegsfilm Red Tails bald seine Premiere in den USA begehen wird. Und was kommt danach vom Altmeister...

Kommentare