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Powder Girl (2010)

Powder Girl Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Powder Girl: Romantische Komödie, die eine junge Britin im Winterparadies Österreich die große Liebe und Snowboardfahren als Karrierechance entdecken lässt.

Die 19-jährige Kim war eine Star-Skateboarderin, bis der Unfalltod der Mutter sie traumatisierte und zum Ausstieg aus einer profitablen Karriere zwang. Als das Mädchen aus britischem Arbeitermilieu den begehrten Winterjob als Haushaltshilfe in einem Chalet in St. Anton ergattert, lässt Kim sich darauf ein, obwohl sie für die Welt der Reichen und Schönen nicht tauglich scheint. Doch als sie ihr Talent auf dem Snowboard und mit dem Sohn des Chaletbesitzers auch die Liebe entdeckt, scheint sich Kims Leben zum Besseren zu wenden.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Powder Girl“ ist eine britisch-österreichische Koproduktion – beste Voraussetzungen also für eine gute Komödie. Der Humor ist zwar nicht so schwarz, wie man es angesichts zahlreicher Filme aus diesen beiden Ländern erwarten könnte, aber oft genug kann vor allem Kim sich einen sarkastischen Kommentar oder eine spitze Bemerkung nicht verkneifen. Der neue Streifen von Regisseur Phil Traill glänzt mit gut geschriebenen, witzigen Dialogen und markanten Charakteren. Es macht sehr viel Spaß, diese Figuren kennenzulernen, die stets mehr sind als stereotype Abziehbilder.

    Bestes Beispiel dafür ist Bill Nighy als schwerreicher Unternehmer Richard Madsen. Der ist entgegen alle Erwartungen ein richtig netter Kerl, und wenn er immer wieder den Namen seiner neuen Bediensteten vergisst, liegt das nicht an einer snobistischen Arroganz, die viele Filmemacher so einer Figur zuschreiben würden, sondern an seiner sehr sympathischen Schusseligkeit.

    Auch die Hauptdarstellerin kann punkten: Felicity Jones verleiht Kim mit ihrem ausdrucksstarken Gesicht und einer guten Stimme Persönlichkeit, und an ihrer Seite hat Ken Duken als Mikki immer einen lässigen Spruch auf den Lippen. In nicht ganz perfektem Englisch erklärt er Kim beispielsweise, dass Snow- und Skateboarden sehr ähnlich sind – „same same, but different.“ Und als er sich bei einem schweren Sturz am Arm verletzt, hören wir einen glücklich wirkenden Mikki mit breitem Grinsen verkünden: „Morphine rules!“ Auf der entgegengesetzten Seite des Sympathiespektrums steht der österreichische Schauspieler Gregor Bloeb, Bruder von „Kommissar Rex“-Herrchen Tobias Moretti, der den privaten Skilehrer der Familie Madsen wunderbar widerwärtig spielt.

    Die Figuren und Figurenkonstellationen sorgen dafür, dass „Powder Girl“ mehr ist als die Geschichte vom bettelarmen Mädchen, das sich in den schönen Prinz verliebt. Sie machen den Film zu einer leichten – aber keineswegs seichten – Komödie, unbeschwert selbst in Augenblicken, die zu Pathos verleiten könnten. Das Verhältnis zwischen Kim und ihrem Vater (Bill Bailey) etwa könnte so viel tragischer inszeniert sein, ein arbeitsloser Witwer, der seine Tochter an die High Society verliert – stattdessen gehen die beiden liebevoll und freundschaftlich miteinander und sehr selbstbewusst mit der Situattion um.

    Der einzige Vorwurf, den man dem Film vielleicht machen könnte, sind ein paar Längen zum Ende hin. Als Zuschauer will man wissen, wie sich die Geschichte zwischen Kim und ihrem Dad weiterentwickelt, ob sie ihren Prinzen bekommt und ob – oder wohl besser: wie – sie den Snowboard-Wettbewerb gewinnt. Bis es soweit ist, präsentiert uns „Powder Girl“ aber dann doch nochmal eine Szene, in der Kim mit ihren neuen Freunden Party feiert, und noch eine Zeitraffer-Sequenz, die Kim beim Snowboarden zeigt.

    Immerhin kommt dabei die wunderschöne Landschaft der österreichischen Alpen zur Geltung, und auch die Musik passt – wobei ein bisschen mehr Punk Rock dem Soundtrack gut getan hätte. Wie überhaupt dem ganzen Film. Nur ein bisschen...

    Fazit: Überraschend unterhaltsame Komödie mit witzigen Dialogen und gut gezeichneten Charakteren.
  • Wie tauglich Schnee als Stimmungsmacher ist, beweist Phil Traills Komödie über die Abenteuer einer jungen Britin in einem österreichischen Skiparadies.

    “Wir sind hier nicht bei Jane Austen”, sagt der romantische Held zu seiner Mutter – und doch spielt der Film mit literarischen Versatzstücken, thematisiert die Unvereinbarkeit unterschiedlicher Welten und das Leben in Konkordanz mit dem sozialen Status, selbst wenn hier Klasse nicht über Stand, sondern Kasse definiert ist. Der Rahmen dafür ist eine leichte Komödie, die mit einem fish-out-of-water-Konzept vor allem junge Mädchen anspricht und bei dieser Zielgruppe auch punkten wird.

    Zentrale Identifikationsfigur ist Kim (Felicity Jones), eine 19-Jährige aus britischem Arbeitermilieu, die nicht auf dem Mund, aber aus ihrer Lebensplanung gefallen ist. Denn nach dem Unfalltod ihrer Mutter stieg die Star-Skateboarderin aus ihrem profitablen Sport aus und als Verkäuferin in die Fast-Food-Branche ein. Obwohl sie im Verhalten nichts mit vornehm, im Erscheinungsbild nichts mit aufgeputzt verbindet und damit eigentlich das Anforderungsprofil nicht erfüllt, bekommt sie einen Winter-Job in St.Anton, muss dort mit Kollegin und Barbie-Klon Georgie für die Familie eines reichen Briten den Haushalt führen. Anfangs warten viele Demütigungen auf Kim, die gefahrlos keine Champagnerflasche öffnen, im Unterschied zu Georgie keine Weihnachtsongs mit den Achseln quietschen und auch nicht Ski fahren kann. Letzteres ist erwartungsgemäß Peinlichkeitsspitze in St. Anton, bis ein finnischer Gute-Laune-Magnet (Ken Duken) Kims Talent als Snowboarderin entdeckt und es bis zur Wettkampfreife fördert.

    Die erste englischsprachige Koprodukion der Neuen Bioskop Film hat sichtbar Hanglage, akzentuiert das Sportliche sehr stark, weil mit Kims Ängsten auf dem Brett auch das Trauma der familiären Tragödie überwunden werden kann. Das Romantische tritt demgegenüber leicht in den Hintergrund, lässt “Gossip-Girl”-Playboy Ed Westwick seine vertraute Rolle auch im neuen Milieu weiterführen, bis ihn die Bodenständigkeit Kims überzeugt, sein Leben zu ändern. Felicity Jones, die mit Bill Nighy, ihrem künftigen Schwiegervater in “Powder Girl”, demnächst auch David Hares Thriller “Page 8″ drehen wird, ist niedlich, frech, charmant und damit das beste Argument für diese Komödie, die trotz Klischees und Konvention derbe Pistenkonkurrenz wie “Feuer, Eis und Dosenbier” mit publikumswirksamem Sympathiefaktor vergessen lässt und bereits in viele internationale Märkte verkauft wurde. kob.

Darsteller und Crew

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