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Piranha 3D (2010)

Piranha 3D Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Piranha 3D: Horrorthriller über prähistorische Piranhas, die an einem malerischen See Fresskurs auf Tausende junger Partypeople im Springbreak-Fieber nehmen. 3D-Remake des Kulthits aus den Siebzigern.

Nach einem an der Oberfläche kaum bemerkten Erdbeben wird ein malerischer See in Arizona zur Todesfalle. Schwärme von aggressiven prähistorischen Piranhas werden über eine Erdspalte freigesetzt, entdecken bei vereinzelten Tauchern und Anglern, wie schmackhaft der Mensch sein kann, und schlagen dann in einer blutigen Massenattacke zu, als Tausende junger Leute im Springbreakfieber im und am Wasser Party machen. Viel Arbeit für Sheriff Julie Forester, die auch um das Leben ihrer drei Kinder kämpfen muss.

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Kritikerrezensionen

  • Wer sich vor Horrorfilmen nicht nur fürchten, sondern vor allem unterhalten lassen will, kommt hier voll auf seine Kosten.
  • Mit Alexandre Ajas Remake eines Kulthorrorhits der Siebziger kommt frischer Killerfisch dreidimensional auf den Tisch.

    Was 1978 mit einem Drehbuch von Indie-Regisseur John Sayles als Parodie von “Der weiße Hai” mehr Spaß als Schrecken verbreitete, wird von Genrespezialist Aja (“The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen”) mit der gleichen Gewichtung von Humor und Horror, aber einem deutlich drastischeren großen Fressen auf die Spitze getrieben.

    Im Prolog wird Richard Dreyfuss (Outfit und Rollennamen wie in Spielbergs Hai-Hit) erstes Opfer einer prähistorischen Piranha-Art, die nach einem Beben ins Wasser eines Sees in Arizona eindringt. Dort bietet sich für die hyperaggressiven Raubfische ein reichliches Nahrungsangebot, weil Tausende spaßbereiter Studenten dort Springbreak feiern. Bevor die Piranhas dieses Bikini- und Badehosenparadies stürmen dürfen, wird Elisabeth Shue in ihrer ersten Actionrolle seit “Hollow Man” als resoluter Sheriff eingeführt. Räumlich von ihr getrennt, schwänzt Teensohn Jake (Steven R. McQueen, Enkel der Hollywood-Legende) die Betreuungsaufgaben für seine jüngeren Geschwister, um einen Softporno-Regisseur beim Dreh seines neuen Films auf dem See zu unterstützen. Während im Springbreak-Epizentrum in Ortsnähe weibliche Front- und verlängerte Rückenpartien noch relativ züchtig wackeln, bedienen an Bord des Pornoboots Kelly Brook und der echte Hardcorestar Riley Steele Männerfantasien, stellt Aja nicht ohne Selbstironie aus, was B-Movies wie diese als Schlüsselreize zu bieten haben.

    Komischer Höhepunkt ist ein ausgedehntes nacktes Unterwasserballett von Brook und Steele zum “Blumenduett” aus der Oper “Lakmé”, das schon Catherine Deneuves und Susans Sarandons Annäherung in “Begierde” musikalisch untermalte. Während dieses Sündenfalls, der natürlich, wie auch die Koksgelage des Regisseurs und die Sauforgien der Partypeople, bitter bestraft werden wird, kündigen die Piranhas mit ersten Attacken ihre Präsenz an, bis in einem beispiellosen Massenangriff der Hauptgang folgt. In plastischer Dreidimensionalität müssen nun junge Menschen büßen, holen sich die Fische ihr Fleisch, verliert Regisseur und Gaststar Eli Roth seinen Kopf, werden Körper durchtrennt, Menschen skalpiert, pflügt sich schließlich ein Boot durch die panische Menge im blutrot gefärbten Wasser. Vielleicht werden amerikanische Erzkonservative “Piranha 3D” als gerechte Gottesstrafe mahnend vereinnahmen, doch Alexandre Aja tut alles, damit niemand seinen Splatter-Spaß unnötig ernst nimmt. Und bleibt dabei aber bis zum Schluss spannend. kob.
  • James Cameron was not amused. In Exploitation-Movies wie dem “Piranha”-Remake sah er nur ein Werkzeug, das aufstrebende 3D-Kino in Verruf zu bringen. Mit Sex- und Gewalt-Machwerken reduziere man das dreidimensionale Kino auf reine Jahrmarktsattraktionen. Dabei nutzten doch schon die ersten, nur mit rot-grünen Brillen zu besichtigenden Arbeiten die Stereoskopieeffekte für Horror- und Actionproduktionen. Dieses Prinzip bewährte sich über Jahrzehnte hinweg, sei es bei „Freitag der 13.“, „Andy Warhols Frankenstein“ oder „Der weiße Hai“ in 3D. Hingegen will Cameron längst nichts mehr von seinen Anfängen in Roger Cormans Trash-Werkstatt mit „Piranha 2: Fliegende Killer“ wissen. Deshalb musste der Einfall scheitern, ihn und Joe Dante, Regisseur von Teil eins, als Bootskapitäne zu besetzen, denn während Dante natürlich Interesse bekundete, lehnte Cameron ab.

    Immerhin folgen in Alexandre Ajas Blut triefender Neuauflage zahlreiche weitere Cameo-Auftritte wie Eli Roth als Leiter des „Wet T-Shirt“-Wettbewerbs oder Richard Dreyfuss als angelndes erstes Opfer der Killerfische in einer Hommage an „Jaws“, erklärtes Vorbild des Original-„Piranha“. Neben der nicht gerade überbeschäftigten Elisabeth Shue als Protagonistin kommen neben Jerry O’Connell als egoistischer Sexfilmer, Ving Rhames als zupackender Deputy oder Christopher Lloyd als spleeniger Wissenschaftler weitere Achtziger- und Neunziger-Größen zu Ehren. Wer allerdings einmal zuviel Bier holen geht, könnte Dina Meyer in ihrer Minirolle als Taucherin verpassen. Wenn Aja mit Ashlynn Brooke, Gianna Michaels und in einem größeren Nebenpart Riley Steele gleich drei Pornostars vor die Kamera holt, geschieht dies sicherlich nicht aufgrund deren darstellerischer Fähigkeiten.

    Nach seinem Durchbruch mit „Haute Tension“ gilt der Franzose Alexandre Aja in Hollywood nicht nur als Mann fürs Grobe, sondern auch als Remake-Spezialist. Bei „Hügel der blutigen Augen“ und „Mirrors“ griff er streckenweise zu stark in die Vollen, was der Story nicht immer zuträglich war. Horrorfans kommen allerdings bei diesen harten Schockern stets auf ihre Kosten. In dem streckenweise sehr fesselnden „Piranha 3D“ liefert Aja dem jugendlichen Publikum genau das, was es von Reißern aus der Ex-Auto- und Bahnhofskino-Schiene erwartet: Sex, Gore und makabere Gags. Mit derben Pointen wie einem abgetrennten, gefressenen Penis erkennt man den europäischen Filmemacher – ein Amerikaner würde sich an solche abstrusen Ideen seltener heran wagen. In Verbindung mit den CGI-Tricks kommen die Monsterprothesen von Visual Effect-Spezialist Greg Nicotero und seinem Team bestens zur Geltung.

    Wenn Aja im Mittelteil beim überbordenden „Spring Break“-Partyfieber eine allzu ausgewalzte Fleischbeschau betreibt, überspannt er aber den Bogen. Nach reichlich Sexklamauk ist man froh, wenn die Piranhas endlich einfallen und dem dekadenten Treiben ein Ende bereiten. Wie so oft im Terrorkino erfolgt für Promiskuität eine harte und nachhaltige Strafe. Zur Zuschauerfreude werden die lärmenden Ausschweifungen vorher noch ausgiebig ausgestellt. Sicherlich verfehlen die 3D-Einfälle ihre Wirkung nicht, wenn Gegenstände in den Raum hinein ragen sowie Flüssigkeiten (oder Körperteile) auf den Betrachter zuspringen, obwohl das Werk ursprünglich in 2D gedreht und später konvertiert wurde.

    Was die Geschichte betrifft, darf man keine Innovationen erwarten - im Gegenteil. Deshalb hier der erste Spoiler: Die süßen (nervigen) Kleinen müssen natürlich überleben – welche Überraschung! Keineswegs will Aja hier mit Horrorkonventionen brechen, denn der Bodycount bleibt recht vorhersehbar. Zweiter Spoiler: Natürlich lassen sich die Autoren ein Hintertürchen für eine Fortsetzung offen, die bekanntermaßen längst in Vorbereitung ist.

    Fazit: Bewusst trashiges Exploitation-Tierhorror-Remake zwischen Fun-Splatter und harten Schockeffekten in effektvoller Inszenierung.
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Darsteller und Crew

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