Picknick mit Bären (2015)

Originaltitel: A Walk In the Woods
Picknick mit Bären Poster
Userwertung (50)
  1. Ø 4.2
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Picknick mit Bären: Charmant-amüsante Komödie über zwei Senioren, die sich mit der Begehung eines 3.500 Kilometer langen Trails auf eine Mission Impossible wagen.

Der Weltenbummler und Bestseller-Autor Bill Bryson (Robert Redford) ist bereits in die Jahre gekommen. Mit seinen zahlreichen Reisen, die er stets in einem Buch veröffentlicht hat, begeistert er seit Jahren ein treues Publikum. Doch nach seinen Erfahrungen in England, Australien oder Afrika zieht es den Amerikaner seit langer Zeit in seine Heimat. Zusammen mit seiner Frau (Emma Thompson) und den gemeinsamen Kindern ziehen sie in ein beschauliches Städtchen in New Hampshire. Bei einer kleinen Wanderung stößt er im Wald hinter seinem Haus auf den Wanderweg namens „Appalachian Trial“. Der A.T. erstreckt sich über 3.500 Kilometer von südlichen Georgia entlang der Appalachen hoch in den Norden der USA nach Maine.

Schnell packt Bryson die Wanderlust, doch seine Frau warnt ihren alternden Ehemann davor, allein auf große Wanderschaft zu gehen. Schließlich lauern auf der circa drei monatigen Wanderschaft allerhand Gefahren wie Grizzly-Bären, Feuersalamander oder tiefe Bergschluchten in der Wildnis auf seine Wanderer. Bei seiner Suche nach einem Partner meldet sich sein lang verschollener Schulfreund Stephen Katz (Nick Nolte) bei ihm und möchte ihn prompt begleiten. Ohne große Optionen stimmt Bryson freudig zu, doch er wird seine Entscheidung schnell bereuen. Katz ist alles andere als sportlich aktiv, sein Blutzuckerspiegel hält er mit einem nimmer aufhörend wollenden Vorrat an Snickers auf dem Laufenden und eigentlich ist er noch nie in seinem Leben mehr als einen Kilometer am Stück gelaufen. Die Reise steht unter keinem guten Stern und ob sie ihr Ziel erreichen werden, bleibt fraglich: Grizzly-Bären sind nämlich ganz vernarrt in Snickers...

Im großen Unterschied zur gleichnamigen Romanvorlage, werden Bill Bryson und Stephen Katz für die Verfilmung 20 Jahre älter dargestellt.  Im Jahr 1996 waren beide Wanderer circa 40 Jahre alt, nun sind sie bereits weit über 60. Diese Entscheidung trafen Produzent und Hauptdarsteller Robert Redford, der die Filmrechte bereits 2005 erworben hatte, und Regisseur Ken Kwapis gemeinsam.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Robert Redford, seit 1960 aktiv im Filmgeschäft, ist ähnlich wie Clint Eastwood, weit davon entfernt sich aus diesem Metier zu verabschieden. Entweder als Schauspieler oder Regisseur und Produzent. Oder in allen drei Positionen betreibt er seine Leidenschaft.

    Neuestes Beispiel dieses „Picknick mit Bären“. Ihm zur Seite ein ähnliches Filmfossil – Nick Nolte. Zwar ein paar Jahre jünger, aber auch er kann es nicht lassen. Also was lag näher, als sich in einem gemeinsamen Film zu zeigen.

    Bill Bryson (Robert Redford), erfolgreicher Buchautor für Reiselektüre, ist nach jahrelangem Aufenthalt in England, zurück in seine Heimat nach New Hampshire. Allerdings das Rentnerdasein gefällt ihm überhaupt nicht. Da muss doch noch etwas passieren.

    Also entschließt er sich den berühmten Wanderweg „Appalachian Trail“, der 3500 Kilometer quer durch Amerika führt, zufuß zu durchwandern. Auch wenn seine Frau Cathrine (Emma Thomson) und seine Kinder ihn davon abbringen wollen,
    dieses Abenteuer will er wagen.

    Auf der Suche nach einem geeigneten Wanderpartner gibt es Schwierigkeiten. Keiner seiner Freunde ist bereit ihn zu begleiten. Mit einer Ausnahme. Sein schon lang entfremdeter Schulfreund Steven Katz (Nick Nolte), ein ehemaliger Alkoholiker, mit reichlichem Übergewicht will es mit ihm wagen.

    So macht sich das ungleiche Gespann auf den Weg in die amerikanische Wildnis. Dabei finden sie nicht nur ihre alte Freundschaft wieder, sondern vor allem zu sich selbst.

    Eine unterhaltsame Buddy-Komödie, hübsch fotografiert und mit passender Musik versehen, kämpfen die Beiden nicht nur gegen die Tücken der Natur, sondern auch gegen ihr Alter. Redford mimt nicht den Beau seiner früheren Filme, sondern gibt den passenden älteren Herrn.

    Während Nick Nolte wahrscheinliche keine große Maske brauchte, er spielt fast sich selbst, hatte er doch auch privat diese Schwierigkeiten seiner Rolle. Also fast ein Nostalgiefilm.

    98 Minuten – zwei “Grumpy Old Man” die prächtig unterhalten.
  • Robert Redford, Nick Nolte und viele geriatrische Gags sind die Stars einer amüsanten und lehrreichen Tour durch die Wildnis der Appalachen.

    Zehn Jahre bereitete Produzent und Star Redford die Verfilmung des 1998 erschienenen Reiseberichts von Bill Bryson vor. Aus den zwei Mittvierzigern der Vorlage, die versuchen, den 3.500 Kilometer langen, von Georgia bis nach Maine führenden Appalachian Trail zu stemmen, sind zwei Mittsiebziger geworden. Zwangsläufig wird jeder Schritt ein motorisches Abenteuer, wenn die Vergangenheit der grundverschiedenen, entfremdeten Männer in Gesprächen vorüberzieht und sie sich in der Begegnung mit der Natur wiederannähern.

    Als Bryson repräsentiert Redford Erfolg als Autor, Ehemann und Vater. Den Kontrast dazu bietet Jugendfreund Steven Katz (Nick Nolte), ein Frauenheld und Ex-Alkoholiker, der sich ohne Fokus durchs Leben treiben lässt. Als Bryson den spontanen Entschluss fällt, sich auf den Trail zu wagen, der schon viele buchstäblich zu Aussteigern gemacht hat, führt der Zufall die beiden Männer, die seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatten, wieder zusammen. Im Unterschied zum Buch, in dem der Trip mehrfach unterbrochen, dann nur noch abschnittsweise und auch im Alleingang fortgesetzt wird, ist die komplette und gemeinsame Bewältigung des Trails hier Handlungsmotor, weil Bryson sich und den Jüngeren etwas beweisen will. Dadurch entstehen milde Reibungspunkte zwischen dem Ehrgeiz des einen und der Gleichgültigkeit des anderen, der die Tortur nur der alten Freundschaft wegen auf sich nimmt.

    “Picknick mit Bären” ist vorwiegend Walk & Talk, ohne dass man wirklich viel über die Figuren erfährt. Die Kumpelkomödie lebt von ihren natürlichen Schauwerten, ihren beiden Stars, schrägen menschlichen Begegnungen, Situationskomik und Dialogwitz, der sich schwerpunktmäßig ums Alter dreht. Wie den beiden Senioren geht dem Film nach zwei Dritteln etwas die Luft aus, gibt es klamottige Exkurse und “romantische” Angebote, die so unpassend wirken wie die eine oder andere missionarische Belehrung Brysons. Insgesamt aber ist dieser Trip gerade für gereifte Semester sehenswert, besonders dann, wenn Nolte notarztverdächtig durch die Natur schlurft und Körper wie auch krächzende Stimme verraten, welches Leben er gelebt hat. kob.

Darsteller und Crew

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  • Redford spaziert im Wald

    Nach fast drei Jahren Pause, sieht es sehr gut für Robert Redfords A Walk in the Woods aus. Dabei handelt es sich um die Adaption von Bill Brysons Bestseller aus dem Jahr 1998, die ursprünglich als Redford-Paul Newman Projekt angelegt war. Im Zentrum der sarkastischen, kritischen und mit politischen Kommentaren versehenden Geschichte, steht Brysons Wanderung über die Appalachen. Die Inszenierung verantwortet Barry...

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