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Perfect Sense (2011)

Perfect Sense Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Perfect Sense: Thriller mit Ewan McGregor und Eva Green als Liebespaar, das sich ausgerechnet findet, als ein Virus die Menschheit zu vernichten droht, das buchstäblich die Sinne raubt.

Eine Beziehung haben weder Chefkoch Michael noch die Epidemiologin Susan gesucht. Doch trotz schlechter Erfahrungen kommen sie sich näher und verlieben sich, gerade als die Welt von einer mysteriösen Epidemie überrollt wird und die Menschheit vor ihre schwerste Prüfung stellt. Erst geht der Geruchssinn verloren, bald werden viele auch nicht mehr schmecken und hören können. Das Leben muss weitergehen, sagt Michael. Aber kann es das auch? Es ist die denkbar schlechteste Zeit für eine noch junge Liebe, vielleicht aber auch die beste.

Ein Chefkoch und eine Epidemiologin müssen sich in einer Welt zurechtfinden, in der die Menschen nach und nach ihre Sinne verlieren. Faszinierend anderer Blick auf das Ende der Welt, den David Mackenzie als berührendes Plädoyer für menschliche Nähe erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

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Kritikerrezensionen

  • Wenn sich eine inhaltliche Tendenz beim Fantasy Filmfest 2011 erkennen ließ, dann war es die apokalyptische Thematik zahlreicher Werke. Selten versammelte man so viele Endzeitfilme wie in diesem Jahr, wo Zombies, Vampire und andere Monster den Planeten unterjochen und alle humanen Werte zertrümmerten. David Mackenzies sechster Film schlägt in die gleiche Kerbe, geht aber wesentlich subtiler vor, indem er einen verhängnisvollen Virus ausbrechen lässt, welcher der Menschheit global jede Selbstständigkeit raubt.

    Da erscheint es als kein Zufall, dass Lars von Triers Firma Zentropa den Film mitproduzierte, was einerseits dem produktiven dänischen Drehbuchautor Kim Fupz Aakeson geschuldet ist. Andererseits setzte von Trier den Endzeitgedanken später mit „Melancholia“ fort, wo er in Bildern tragischer Schönheit den menschlichen Absturz beschwor. Auch „Perfect Sense“ wird von einer melancholisch-düsteren Stimmung beherrscht, die sich vom ersten Moment an über den Bilderstrom internationaler Schauplätze legt – unterstützt durch einen allwissenden, Unheil beschwörenden Voice Over-Kommentar und einer Violine-/Klavier-Untermalung. Aakesons vertrauter ironischer Humor hätte offensichtlich nicht zum desperaten Tonfall gepasst, vielleicht aber die starre Dramaturgie etwas aufgelockert.

    Sein Skript beschwört die Kraft der Liebe als letzten Halt in Zeiten des zivilisatorischen Untergangs. Erneut wird die Epidemieursache nie näher erläutert, obwohl es naheliegend wäre, auf eine Antwort der Natur zur Industrialisierung und Umweltzerstörung zu schließen. Entsprechend zieht sich Wasser als Leitmotiv durch den Film - als ein sich zunehmend ausbreitender Fluss: Susans Vater arbeitete als Seemann, mit ihrer Schwester unternimmt sie stets lange Strandspaziergänge, Michael ließ sich eine Muschel auf den Arm tätowieren, und schließlich mündet der Endzeitplot in arktischen Zeitrafferbildern.

    Überschwängliche Gefühlsausbrüche setzen ein untrügliches Fanal zur Infizierung der Individuen. Eine übergreifende Traurigkeit kündigt den Verlust des Geruchssinns an (für Koch Michael natürlich eine existenzielle Bedrohung), nicht zu bändigende Fressattacken rauben den Geschmackssinn, Wut- und Panikanfällen folgt Taubheit, und eine Welle an Glücksüberschuss mündet in Blindheit. Jede dieser Epidemien erhält von der Wissenschaft eine eigene Bezeichnung: SOS bedeutet etwa „Severe Overfatigue Syndrom“, doch ein Gegenmittel wird nicht entdeckt. Dadurch bricht bald ein übergreifendes Chaos aus, doch Mackenzie zeigt, dass Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen einen Überlebenshaken darstellen können.

    Ewan McGregor, schon bei Mackenzies Debüt „Young Adam“ mit dabei, und Eva Green bilden ein attraktives Paar, was aber auf Dauer nicht darüber hinweg täuschen kann, dass die Geschichte im Verlauf auf der Stelle tritt. Wie bei einem Stationsdrama werden die beängstigenden Syndrome nacheinander abgehakt, doch dramaturgisch bleibt das existenzielle Untergangsszenario recht schwerfällig.

    Fazit: Ein melancholisch-romantisches Apokalypsedrama, das nach dicht entwickelter Exposition nicht ohne Längen auskommt.
  • Sinne und Sinnlichkeit spielen in David Mackenzies romantischem Drama über die Auswirkungen einer mysteriösen Epidemie eine tragende und berührende Rolle.

    Weit entfernt von “Young Adam – Dunkle Leidenschaft” und “Hallam Foe – This is My Story“, seinen bemerkenswerten Filmen über abgründige Passionen, entwickelt der Brite Mackenzie in einer Zeit schlimmster Prüfungen eine Geschichte voller Optimismus. Das Drehbuch des Dänen Kim Fupz Aakeson variiert vergleichbare Stoffe, in denen unerklärliche virale Phänomene das Leben schlagartig verändern. Am Ende ist Glasgow, Mackenzies Schauplatz, eine “Stadt der Blinden”, die Entwicklung dahin aber schrittweise und im Unterschied zum gleichnamigen, emotional und atmosphärisch verwandten Drama von Fernando Meirelles nicht von hässlichen Demonstrationen entlarvter menschlicher Natur begleitet. Gewalt und Aggression sind in diesem Untergangszenario nur kurzfristig sichtbare Symptome eines bestimmten Sinnesverlusts und damit nicht dominant, sondern überwindbar.

    Als sich der Chefkoch Michael (Ewan McGregor) und die Epidemiologin Susan (Eva Green) kennenlernen, beginnt die Kette der Katastrophen, verlieren die Menschen erst die Fähigkeit zu riechen, dann zu schmecken. In diesen Phasen der Veränderung zeigen die Menschen ihre Anpassungsfähigkeit, ihr Bemühen einander zu helfen und damit große Charakterqualitäten. Dieser positive und optimistische Ansatz zieht sich durch den ganzen Film, ist lange Zeit auch von Humor begleitet, bis mit dem Gehörverlust ein noch gravierender Einschnitt ins Leben erfolgt. Dieser markiert nicht nur für die nun unkontrollierbarer werdende Welt eine Zäsur, sondern auch für die gewachsene Beziehung der zwei einsamen Seelen, die sich gefunden zu haben schienen. Die folgende Trennung mag dramaturgisch nicht zwingend begründet sein, aber unbestreitbar erlaubt sie eine weitere Intensivierung der Gefühle und schließlich ein Finale, das man nicht vergisst.

    Mit sparsamen Mitteln und ohne Überzeichnung etabliert “Perfect Sense” eine Atmosphäre von globalem Chaos und unaufhaltsamem Untergang, ermöglicht McGregor und Green große emotionale Szenen wie auch schöne Momente intimster Nähe, hält ein Plädoyer für die Liebe und das Leben, das nicht ohne Nebenwirkungen verpufft, sondern wirklich Resonanz hat. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Drama "Perfect Sense" mit Ewan McGregor auf DVD

    Senator veröffentlicht am 18. Mai 2012 den britischen Kinofilm “Perfect Sense” auf DVD und Blu-ray. Unter der Regie von David Mackenzie spielen Ewan McGregor und Eva Green ein Liebespaar, die von einer unerklärlichen Epidemie bedroht werden. Während die Menschen auf der ganzen Welt nach und nach ihre Sinneswahrnehmungen verlieren, versuchen die beiden ihre Liebe vor dem drohenden Chaos zu bewahren. “Perfect Sense”...

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  • Eva Green und Ewan McGregor als Liebespaar

    Eva Green (“James Bond 007: Casino Royale”) und Ewan McGregor (“Illuminati”) spielen ein Liebespaar in “Last Word”. Das Drehbuch von Kim Fupz Aakeson malt ein apokalyptisches Szenario aus, in dem die Menschen ihre Sinneswahrnehmung einbüßen. Regie führt bei den Dreharbeiten, die noch im September im schottischen Glasgow beginnen, David Mackenzie (“Hallam Foe”). Zum Cast gehören auch Ewen Bremner (“Trainspotting”)...

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