Ostwind 2 (2015)

Ostwind 2 Poster
Userwertung (28)
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Filmhandlung und Hintergrund

Ostwind 2: Fortsetzung des erfolgreichen Pferdeabenteuers um ein rebellisches Mädchen und seinen Hengst namens Ostwind.

Die Sommerferien stehen vor der Tür und diesmal kann Mika (Hanna Binke) die freie Zeit auch wirklich genießen, denn anders als im letzten Jahr wurde sie nicht wieder zum Lernen verdonnert und kann ihren Urlaub auf dem Gestüt ihrer Großmutter Maria Kaltenbach (Cornelia Froboess) in vollen Zügen auskosten. Außerdem kann sie es kaum erwarten, den schwarzen Hengst Ostwind wiederzusehen, schließlich verbindet die Beiden seit ihrem letzten Besuch eine innige Freundschaft. Da ist es auch nicht weiter schlimm, wenn ihre Eltern (Nina Kronjäger und Jürgen Vogel) mal zuhause bleiben. Bei ihrer Ankunft erwartet Mika aber ein Schock: Am Bauch von Ostwind entdeckt sie merkwürdige Verletzungen und zu allem Überfluss erfährt sie auch noch, dass der Reiterhof Kaltenbach kurz vor dem Bankrott steht und verkauft werden soll. Obwohl Mika einige Bedenken hat, nimmt sie an einem Vielseitigkeits-Turnier teil, bei dem der beste Reiter ein stattliches Preisgeld gewinnen kann. Mit dem Gewinn könnte sie den Bauernhof ihrer Oma retten, aber zunächst muss sie erstmal herausfinden, was mit Ostwind los ist. Der schwarze Hengst wirkt ständig nervös und verschwindet regelmäßig tief im Wald. Eines Tages beschließt Mika, ihm zu folgen und entdeckt den Grund für das merkwürdige Verhalten: Eine wunderschöne weiße Schimmel-Stute, die herrenlos auf einer Lichtung steht, hat ihrem tierischen Kameraden offenbar den Kopf verdreht. Wenig später lernt sie auch den Besitzer der Pferdedame kennen, den geheimnisvollen Milan (Jannis Niewöhner). Die beiden treffen eine Vereinbarung: Wenn sie ihm dabei hilft, die entlaufene Stute wieder einzufangen, will er ihr und Ostwind bei dem Turnier zum Sieg verhelfen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vor knapp drei Jahren gelang es der deutschen Filmemacherin Katja von Garnier, das belächelte Genre des Pferde-Mädchen-Filmes zu entstauben und mit "Ostwind" einen der Dauerbrenner des Kinojahres 2012 zu inszenieren. So wundert es kaum, dass sich für das zwei Jahre nach dem Film entstandene Buch-Sequel "Rückkehr nach Kaltenbach" sogleich die Filmrechte gesichert wurden. Erneut zeichnet Katja von Garnier für die Regie verantwortlich und versucht sichtlich, die Magie des Vorgängers zu wiederholen, mit deren Hilfe "Ostwind" eben nicht zu einer verkitschten "Mädchen-zähmt-Wildpferd"-Geschichte wurde, sondern zu einer Ode an den Reitsport in all seinen Facetten. Auch diesmal setzt der Cast um eine sichtlich gereifte Hanna Binke alles daran, die mit vielen Nebenplots gespickte Story möglichst lebensecht darzubringen. Doch das Skript macht allen Beteiligten einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. Nicht nur, dass die Geschichte durch den Konflikt der bevorstehenden Reiterhof-Schließung, den Vorbereitungen aufs Turnier sowie dem geheimnisvollen Schimmel im Wald viel zu viel Inhalt bietet, um innerhalb eines einzigen Films aufbereitet zu werden, auch innerhalb der einzelnen Erzählstränge legt Drehbuch- (und Roman-) Autorin Lea Schmidbauer erstaunlich wenig Raffinesse an den Tag.

    In "Ostwind" war der Erzählton klar vorgegeben: Trotz einer beschwingten Grundstimmung und einem überdeutlich anvisierten Happy End hielt man sich durchgehend an realistischen Gegebenheiten auf und verzichtete auf allzu abgedrehte Ideen. In "Ostwind 2" hingegen verschwimmen die Grenzen zwischen Idealismus und Realität – alles was geschieht, ist beliebig und es gilt der Grundsatz "Alles ist möglich". Wenngleich es etwa lobenswert ist, dass der junge Zuschauer an den Dressursport herangeführt wird, so sind Inszenierung und Gestaltung der dargebotenen Kür vollkommen jenseits realer Sportverhältnisse. An sich fiele dieser Faux Pas wohl nur fachkundigem Publikum auf, dennoch steht er stellvertretend für eine Reihe überhöhter Gegebenheiten, die nach und nach dazu beitragen, dass die eingangs hervorgehobene Magie einer konstruierten Stimmung weicht.

    Während sich die Figuren ihrem Alter entsprechend weiterentwickelt haben und von dem aufstrebenden Nachwuchsschauspieler Jannis Niewöhner hervorragend ergänzt werden, tritt die Geschichte trotz ihrer enormen Ereignisdichte auf der Stelle. Selbst die eingestreuten, humoristischen Elemente wirken vielmehr gezwungen und kaum auf die anvisierte Zielgruppe abgestimmt, wenn etwa im Anbetracht des Kutschgeschirrs auf dessen sexuelle Verwendbarkeit angespielt wird. Aus technischer Sicht erweist sich „Ostwind 2“ gerade in den Stimmungssequenzen jedoch als berauschend. Kameramann Torsten Breuer weiß sie eleganten Tiere phänomenal in Szene zu setzen, sodass die mit schwelgerischer Musik untermalten Zeitlupenszenen zu den Highlights des Films avancieren. Darüber hinaus kann "Ostwind 2" jedoch nicht im Ansatz mit dem ersten Teil mithalten, dafür hat der Vorgänger die Messlatte einfach viel zu hoch angesetzt.

    Fazit: "Ostwind 2" verliert über die konstruierte Geschichte und die Unmenge an auftretenden Figuren die Magie des Vorgängers aus den Augen und steht dadurch auf viel zu wackeligen Beinen, um selbst die jüngeren Zuschauer geschlossen auf seine Seite zu ziehen.
  • “Bandits”-Macherin Katja von Garnier legt nach ihrer Dokumentation “Forever and a Day” über die deutsche Rock-Formation Scorpions mit “Ostwind 2″ bereits ihre zweite Regiearbeit vor, die 2015 in die Kinos kommt. Die Fortsetzung des Pferdeabenteuers für weibliche Teenager hält sich dabei ganz an das erfolgreiche Original, das es 2013 auf etwa 850.000 Besucher brachte. Dies betrifft sowohl die Besetzung als auch die Dramaturgie sowie die atmosphärischen Tier- und Landschaftsaufnahmen, die bereits bei “Ostwind – Zusammen sind wir frei” den Mehrwert gegenüber ähnlich gelagerten Filmen ausmachten. Konventionell ist die in der Art eines Enid-Blyton-Romans gestrickte Geschichte der unangepassten Mika (Hanna Binke), die in den Sommerferien den Reiterhof ihrer Oma (Conny Froboess) vor der Pleite rettet. Entsprechend halten sich Spannung und überraschende Plotwendungen für erfahrenere Kinogänger in Grenzen. Wenn es aber darum geht, die innige Beziehung zwischen Mensch und Tier herauszuarbeiten, dann laufen die Regisseurin und ihr langjähriger Kameramann Torsten Breuer einmal mehr zu Bestform auf. Dies beginnt in der Eröffnungssequenz, wenn Mika von Ostwind träumt wie er durch die Straßenschluchten der Stadt galoppiert, findet in der ersten Begegnung zwischen den beiden auf Gut Kaltenbach seine Fortsetzung und erreicht in den Sequenzen, in denen sich Mika auf das große Turnier vorbereitet, den Höhepunkt. Positiv fallen außerdem zwei neue Figuren auf: eine anmutige, wie ein Wildpferd lebende Schimmelstute, in die sich Ostwind verliebt, und ein junger, rauer Außenseiter und Pferdeexperte namens Milan, den Jannis Niewöhner, Star der “Edelstein”-Trilogie, mit starker Präsenz als Mikas Love Interest gibt. Erneut ist Verlass auf Froboess als ewig grummelnde Oma und Amber Bongard als erfrischend positive Fanny, Mikas Sidekick, die humorige Akzente im sonst vor allem auf Drama gebürsteten Film setzt. Das gilt insbesondere fürs Finale, wenn es um einen intriganten High-Tech-Nachbar-Reiterhof und einen fiesen Tierquäler geht, wo vielleicht ein bisschen zu stark auf die Drama-Tube gedrückt wird. Im Gedächtnis bleiben jene Aufnahmen in Slow Motion und Gegenlicht, wo Pferd und Reiter zu einer Einheit verschmelzen. lasso.

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