Omamamia (2012)

Omamamia Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Omamamia: Leinwand-Comeback von "Zuckerbaby" Marianne Sägebrecht in einer turbulenten Generationen-Komödie mit bayerischem Humor.

Wohin mit der Oma? fragt sich die gestresste Tochter und will die alte Dame ins nahe Seniorenheim stecken. Nichts da, denkt die sich und büxt aus, macht sich von Kanada, wo es die Bayerin hin verschlagen hat, auf nach Rom – zur Enkelin und zum Papst, Enttäuschung vorprogrammiert: Statt als Au-pair-Mädchen lebt die junge Frau mit einem wilden Rockstar zusammen und eine Audienz beim Heiligen Vater ist so gut wie aussichtslos. Nicht für die Oma, die einen schlitzohrigen Lebemann für ihre Pläne einspannt.

Eine in die Jahre gekommene Dame lässt sich manchen Trick einfallen, um eine Audienz beim Papst zu ergattern. Leinwand-Comeback von “Zuckerbaby” Marianne Sägebrecht in einer turbulenten Generationen-Komödie mit bayerischem Humor.

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Kritikerrezensionen

  • In Tomy Wigands Familienkomödie "Omamamia" geht es ganz schön turbulent zu. Eine rüstige bayerische Großmutter hält ihre Tochter und ihre Enkelin auf Trab, während sie Rom auf eigene Faust erobert und für Aufregung im Vatikan sorgt. Selbst auf Romantik muss die Oma dabei nicht verzichten, denn sie hat nicht nur ein großes Herz, sondern kann auch sehr gut kochen. Und das weiß der alte Römer Lorenzo zu schätzen. Marianne Sägebrecht und Giancarlo Giannini sind als ungleiches Seniorenpaar einfach bezaubernd.

    Ihre von Pannen und Krisen begleitete romantische Beziehung stellt den emotionalen Kern der Geschichte aus der Feder von Jane Ainscough und Gabriela Sperl dar. Die füllige bayerische Oma ist eine fromme Katholikin und eine tüchtige Person obendrein: Weil die bayerische Taverne, die sie in Rom ansteuert, kein Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und Preiselbeeren serviert, zeigt sie dem Besitzer höchstpersönlich, wie das Gericht zubereitet wird.

    Auch darüber hinaus sorgt Sägebrechts natürliches, charismatisches Schauspiel für Vergnügen und entschädigt für manches Klischee, das Oma nicht erspart bleibt. Sowohl als fromme Pilgerin als auch als flotte Großmutter macht sich Sägebrecht gut: Sie probiert wie in alten Zeiten mal wieder einen Joint, macht die Ewige Stadt auf der Vespa unsicher und schwingt mit der Enkelin in einer Disco das Tanzbein.

    Dass die bayerische Oma so viele verschiedene, zum Teil auch gegensätzliche Eigenschaften in sich vereint, macht sie jedoch nicht wirklich glaubwürdig. Die Überfrachtung der Figur wirkt so, als wolle die Geschichte auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Auch die Figur der Marie leidet unter der unschlüssigen Figurenzeichnung. Dass jede der drei Frauen eine eigene Beziehungskiste mit sich herumschleppt, lädt der Komödie zu viel Inhalt auf, der nicht so recht zusammenpassen will.

    Fazit: Die charismatische Hauptdarstellerin Marianne Sägebrecht schultert Tomy Wigands Komödie "Omamamia" beinahe im Alleingang.
  • Leinwand-Comeback von “Zuckerbaby” Marianne Sägebrecht in einer turbulenten Generationen-Komödie mit sehr bayerischem Humor.

    Wo kann man am besten die Oma entsorgen? Im Seniorenheim mit dem grässlichen Namen “Sunshine Home”, wo sie Freunde in ihrem Alter findet und die Familie sie ab und an pflichtschuldigst besuchen kann. Eine Idee, die bei der älteren Dame, die nach 40 Jahren Ehe gerade ihren Loisl verloren hat, überhaupt nicht ankommt, dabei hat es die gestresste Tochter doch nur gut gemeint und ihr obendrein noch eine im Internet heruntergeladene Urkunde mit päpstlichen Segen besorgt. Oma will aber den richtigen Segen vom richtigen Papst in Rom und büxt bei Nacht und Nebel aus. Von Kanada, wo es die gestandene Bayerin mit ihrem Gatten hin verschlagen hat, düst sie in römische Hauptstadt – zur Enkelin und zum Heiligen Vater. Das ist an sich schon etwas bizarr, wird im Folgenden aber noch getoppt. Die Enkelin arbeitet nicht au-pair, sondern lebt in “wilder Ehe” mit einem Rockstar zusammen und eine Audienz im Vatikan ist so gut wie aussichtslos.

    Wie die reife Lady sich dennoch Zutritt zum Oberhaupt der katholischen Kirche verschafft und am Ende sogar mit einem schlitzohrigen Italiener, der eine “bella figura” macht, auf der Vespa gen Bavaria brettert, ist ein rustikaler Mix aus Burleske, Märchen und filmische Spinnerei, bei dem die Sägebrecht souverän den Absturz verhindert – auch wenn man ihr nicht die Naivität abnimmt, mit der sie durch Rom stolpert. Wenn das rüstige Weibsbild die Wohnung des Paares auf Vordermann bringt und Bilder barbusiger Weiber mit Papstfotos beklebt, die Küche der versifften “Taverna Bavarese” übernimmt und das Lokal zur begehrten Schnitzelstation macht, den Papst versehentlich mit Pfefferspray attackiert oder nach einer Nacht in der Biker-Bar mit Tattoos aufwacht, letztendlich “il Papa” und 100 Gäste mit Kaiserschmarrn verwöhnt, gehört das alles ins Reich der Fantasie und erinnert mit Verve an die Fröhlichkeit von Opas Kino, wo sich Mutti und Vati in den 1950er Jahren amüsierten. Das hat Charme und Nostalgie und kriegt auch noch die Kurve zur Frauenpower, wenn Oma, Tochter und Enkelin dem untreuen Rockstar die Leviten lesen. Das Ganze muss trotz geistlichem Segen nicht unbedingt eine geistige Herausforderung sein. Wer deftigen Filmeintopf der cineastischen Haute Cuisine vorzieht, sollte seinen Spaß haben. mk.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Komödie "Oma in Roma" mit Marianne Sägebrecht

    Regisseur Tomy Wigand (“Das fliegende Klassenzimmer”) dreht als nächstes die Komödie “Oma in Roma” mit Marianne Sägebrecht (“Out of Rosenheim”) und Annette Frier (Serie ” Danni Lowinski”) in den Hauptrollen. Als Mutter und Tochter machen die beiden Frauen eine Reise nach Rom und mischen dabei die Männerwelt auf – bis hin zum Papst. In weiteren Rollen sind Shooting-Star Miriam Stein (“Goethe!”), sowie den italienischen...

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