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Ohne Limit (2011)

Originaltitel: Limitless
Ohne Limit Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ohne Limit: Spannender Thriller über einen erfolglosen Autor, der durch eine neue Designerdroge zum genialen Aufsteiger mit vielen Bewunderern, aber auch gefährlichen Gegnern wird.

Eddie Morra ist am Boden. Aufgrund chronischer Lustlosigkeit und Schreibblockade bleiben Erfolge als Autor so illusionär wie die als Mann, denn nach der Hoffnung hat ihn auch seine geduldige Freundin Lindy verlassen. Als ihm der Zufall jedoch die geheim entwickelte Designerdroge NZT in die Hände spielt, steigt der Loser kometenhaft zum Winner auf. Grenzen scheint es für Eddies Genialität nun nicht mehr zu geben – bis auf jene, die ihm die Nebenwirkungen der Droge und andere, sehr gefährliche Konsumenten setzen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Ohne Limit“ ist ein rauschhafter Thriller, Höhenflug und Höllentrip eines Mannes zugleich, der das scheinbar perfekte Rezept für ein Leben auf der Überholspur gefunden hat. Die Pillen, die er einnimmt, kann man wahlweise eine Wunderdroge oder ein Medikament zur Leistungssteigerung nennen: Wer sie einnimmt, macht keine Fehler mehr, nutzt das volle Potenzial seines Gehirns und ist damit anderen Menschen um Längen voraus. Bradley Cooper spielt den gedopten Senkrechtstarter Eddie Morra, der erfahren muss, dass seine Pillen auch schreckliche Nebenwirkungen haben und der ins Visier von Gangstern und Polizisten gerät.

    Regisseur Neil Burger und Drehbuchautorin Leslie Dixon fanden sehr ansprechende Mittel, um aus der Romanvorlage „Stoff“ von Alan Glynn einen durchgehend spannenden Kinofilm zu machen. Bradley Cooper, bisher vor allem in der leichteren Unterhaltung beheimatet mit Rollen wie in „Hangover“, schafft den Spagat vom Tagträumer und Loser, der er am Anfang der Geschichte ist, zum wie unter Strom stehenden Überflieger mit dem stechenden Blick mühelos.

    Coopers blaue Augen sind wie Fixpunkte in dem rasanten Geschehen, sie drücken eine unschuldige und vertrauensvolle Grundhaltung Eddie Morras aus. Der Mann ist aber auch ein Süchtiger, der sich auf dem Weg nach oben egoistisch, berechnend und rücksichtslos verhält. Dieser Zwiespalt der Werte, auf der einen Seite gut und harmlos zu sein, auf der anderen aber gefühllos und getrieben, macht diese Hauptfigur so spannend.

    Der Regisseur findet innovative optische Mittel, um die Wirkung des Medikaments zu zeigen. Es gibt grafische Zooms in die neuronalen Verschaltungen im Gehirn und Lichtveränderungen in der Umgebung, wenn Eddie Morra die Pille einnimmt. In der abendlichen Lichterstadt fährt die Kamera im Zeitraffer in einen sich verengenden Tunnel – das sind dann die Stunden, in denen der Mann die Stadt wie im Sturm erobert, auf jeder Party zu finden ist und am nächsten Morgen nicht mehr weiß, was er getan hat. NZT verursacht Blackouts. Eine junge Frau, mit der er ein paar Stunden im Hotel verbracht hat, wird am Morgen ermordet aufgefunden und Eddie Morra fragt sich, ob nicht etwa er der Täter war, nach dem die Polizei sucht.

    Der Tonfall des Films ist immer wieder von kühler Ironie durchzogen. Ihre Sucht bringt die Hauptfigur in solche Not, dass sie sogar einmal das Blut eines toten Gangsters trinkt, weil sich darin gerade der magische Wirkstoff befindet. Zu den Höhepunkten des Films gehört das Duell zwischen dem Börsenneuling und dem erfahrenen Finanzprofi Carl Van Loon, der gewohnt doppelbödig von Robert De Niro gespielt wird. Auch ein geistig gedopter Mensch, so die Hypothese in diesem Kräftemessen, kann sich in einem Umfeld altgedienter Strippenzieher nicht so einfach an die Spitze der Rangordnung setzen.

    Fazit: Pure Spannung herrscht in diesem rauschhaften Thriller über einen Mann, der mit Hilfe einer Droge zum geistigen Überflieger wird.
  • Neil Burgers Film über eine mental stimulierende Wunderdroge ist eine Warnung an unvorsichtige Konsumenten, aber eine Empfehlung für Thrillerfans.

    Der vierte Spielfilm Burgers (“The Illusionist”) ist sein bislang systemfreundlichster, ein Mix aus Aufstiegsmärchen und Junkiethriller mit düster-paranoiden, aber auch selbstironisch-witzigen Einschüben. Protagonist Eddie Morra (“Hangover”-Star Bradley Cooper), ein antriebs- und erfolgloser Schriftsteller, ist der sympathische Tourguide für den Zuschauer bei der rauschhaften Fahrt vom Kneipentresen ins Luxuspenthouse.

    Zu Beginn des Drehbuchs von Leslie Dixon ist Eddie im freien Fall, droht nach Freundin Lindy (Abbie Cornish) wegen chronischer Schreibblockade auch seinen Buchvertrag und damit endgültig die Perspektive zu verlieren, sich als Autor durchsetzen zu können. Eddie ist faul, aber nicht dumm, weshalb die neue, geheim entwickelte Designerdroge, die ihm sein Ex-Schwager zum Probieren anbietet, auf halbwegs fruchtbaren Boden stößt. NZT wirkt sofort, lässt Eddie die Kapazität seines Gehirns zu hundert Prozent nutzen, macht ihn zum genialen und furchtlosen Erfolgsmenschen, der in kürzester Zeit jede Sprache lernt, Zugriff auf alles hat, was er je gelesen oder gehört hat, als Charmemagnet seine Freundin zurückgewinnt und als Daytrader die Wall Street erobert. Natürlich ist die Luft ganz oben wie bei jedem kometenhaften Aufstieg sehr dünn, vor allem, wenn der Nachschub an NZT begrenzt und das Absetzen der Droge tödlich ist, Eddie einen Riesendeal für einen Wall-Street-Magnaten (Robert De Niro) durchziehen und gleichzeitig einen Killer wie auch einen russischen Kredithai auf Distanz halten muss.

    Eine fantastisch angehauchte Story wie diese weckt in Hollywood üblicherweise Begehrlichkeiten, sie mit Action und Effekten aufzuheizen und im Finale, nach Läuterung des Helden, wieder auf genormte Konfektionsgröße in moralischer Lebensführung zurückzufahren. Wenig davon ist hier sichtbar. Burger bleibt vergleichsweise moderat, meidet Overkill und Hi-Tech, setzt auf rauschhafte Speedzooms, Filtereinsatz und Objektivwechsel, unterstützt von einem Skript, das statt der erwarteten Sag-Nein-zu-Drogen-Kampagne eine Lösung anbietet, die Nebenwirkungen und Gefahren nicht ignoriert, aber die Rettung durch die Droge, nicht durch Verzicht darauf möglich macht. Dass “Ohne Limit” den Dingen, vor allem dem Hintergrund der Droge, nicht wirklich auf den Grund geht, verzeiht man gerne, weil Burgers Film dank zunehmendem Thrillerton spannend bleibt und mit seinem Protagonisten, der einige richtige Entscheidungen trifft, bis zum Schluss nicht nur einen klaren Kopf behält, sondern diesen auch feiert. kob.

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