Nur eine Stunde Ruhe! (2014)

Originaltitel: Une heure de tranquillité
Nur eine Stunde Ruhe! Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Nur eine Stunde Ruhe!: Komödie um einen Jazzfan, der nur eine Stunde Ruhe haben will, um endlich seine neue Platte zu hören.

Jazz-Fan Michel hat auf dem Flohmarkt eine seltene LP ergattert und will nur eines, sie in Ruhe zu Hause anhören, ein aussichtsloses Unterfangen: Die Gattin beichtet ihm eine Uralt-Affäre. Seine Geliebte möchte ausgerechnet jetzt seiner Frau das Verhältnis offenbaren. Der Filius schleppt eine Gruppe von “Sans papiers” an. Die angeheuerten Schwarzarbeiter sorgen für Wasserschaden und das vom nervigen Nachbarn organisierte Hausfest wird kurzerhand in seine Wohnung verlegt. Ein absoluter Horror-Tag für den Ruhesuchenden.

Ein Jazzfan will nur eine Stunde Ruhe haben, um endlich seine neue Platte zu hören! Souveräne Verfilmung eines erfolgreichen Theaterstücks, in der “Madame Claude”-Star Christian Clavier einmal mehr seine Klasse beweist.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Mit seiner Leinwandadaption des gleichnamigen Theaterstücks „Nur eine Stunde Ruhe“ legt Regisseur Parice Leconte („Der Mann der Friseuse“) eine reinrassige Komödie ohne ernstere Untertöne vor. Das ist prinzipiell ja gut gemeint - weshalb man ja gerne über mancherlei Schwächen hinweg sehen würde. Doch leicht fällt das nicht: Vor allem da sich „Nur eine Stunde Ruhe“ mit selbst gestellten Stolperfallen viel seines Potenzials beraubt. Kurz: Man muss Slapstick, politische Unkorrektheiten sowie groß gestikulierenden Schauspielern schon viel abgewinnen können um an diesem Comedy-Kammerspiel uneingeschränkt Gefallen zu finden. Dazu ist weder die Ausgangslage besonders kreativ, noch hat man es hier mit einem ausgefeilten, geschweige denn feinfühligen Skript zu tun. Immerhin: Etliche Highlights lassen sich dennoch finden:

    Nach der Ethno-Comedy „Monsieur Claude und seine Töchter“ bekommt man Christian Clavier diesmal in einer deutlich sympathischeren Rolle zu sehen. Sein Problem, einfach nur einmal sechzig Minuten Zeit zu haben um eine neu entdeckte Schallplatte zu hören, ist zumindest im Kern jedem vertraut: So leidet man im Stillen durchaus mit, wenn Claviers Michel von einem Störfaktor zum nächsten schlittert. Doch gerade diesen fehlt es an der notwendigen Erdung: Seine Widersacher sind so jenseits von Gut und Böse - und darüber hinaus vollflächig unangenehm - dass anfängliches Mitleiden nach und nach eigenem Unwohlsein weicht. Trotz der übersichtlichen Laufzeit von nicht einmal achtzig Minuten beginnt man irgendwann prompt, auf die Uhr zu blicken...

    Weiterer Kritikpunkt ist der geradezu brachiale Umgang mit Political Correctness. In einer Zeit, in der die Zuschauer Rassismus gegenüber immer sensibler werden, wirkt „Nur eine Stunde Ruhe“ doch allzu plump – und sei er noch so deutlich mit sozialkritischem Augenzwinkern dargeboten. Nebenhandlungssträngen über einen „typisch polnischen Handwerker“ sowie einer Flüchtlingsfamilie, die in Michels Mietshaus Unterschlupf sucht, fehlt es an jeglichen Graustufen. So müssen es die kleinen Highlights wie die Schauspieler Stéphan De Groodt als Karikatur eines aufdringlichen Nachbarn oder ein Nebenplot um die sukzessive scheiternde Beziehung zwischen Michel und Ehefrau Nathalie richten, um „Nur eine Stunde Ruhe“ auf den Durchschnitt zu hieven.

    Fazit: Die französische Comedy-Legende Christian Clavier wird in „Nur eine Stunde Ruhe“ zum Opfer äußerer Einflüsse und verfällt nach und nach dem Wahnsinn. Das alles ist mit einem hohen Slapstickanteil durchaus kurzweilig und in den Hochphasen äußerst amüsant - doch es dauert nicht lange und der Zuschauer wünscht sich bei den vielen Figuren, Nebenhandlungen und Sketchszenarien selbst einen Moment der Entspannung...
  • Als der leidenschaftliche Jazz-Fan Michel (Christian Clavier) auf dem Flohmarkt eine äußerst seltene LP ergattert, muss er sofort nach Hause, um sie in aller Ruhe anzuhören. Doch daraus wird nichts: Seine Frau erwartet ihn mit einer unangenehmen Offenbarung, sein missratener Sohn taucht aus heiterem Himmel wieder auf und ein Freund klopft ratsuchend an die Tür, während seine Mutter ihn unablässig per Handy zu erreichen versucht. Als dann auch noch die Nachbarschaft-Party steigt und sich eine Sintflut in die Wohnung zu ergießen droht, ist Schluss mit lustig. Regisseur Patrice Leconte (“Die Spezialisten”, “Der Mann der Friseuse“) zeigt wieder all sein meisterhaftes Können in dem Genre, für das er berühmt geworden ist: die turbulente, elegant-zugespitzte französische Komödie.

    Fazit: Der neue Hit mit dem Star aus “Monsieur Claude und seine Töchter”.

Darsteller und Crew

Kommentare