Mutter muss weg (2012)

Mutter muss weg Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Mutter muss weg: TV-Komödie mit Bastian Pastewka als Sohn, der sich seiner dominanten Mutter (Judy Winter) auf rabiate Weise entledigen will.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bastian Pastewka und Judy Winter brillieren in einer tiefschwarzen Komödie aus der Feder von Marc Terjung.

    Marc Terjung, Schöpfer von Serien wie “Edel & Starck” oder “Danni Lowinski”, zeigt sich bei diesem Film von einer ungewohnten Seite: “Mutter muss weg” ist eine tiefschwarze Komödie, die gegen Ende groteske Züge annimmt. Fröhlich wirbelt Terjung diverse Zeit- und Realitätsebenen durcheinander, so dass man sich nie sicher sein kann, was Fantasie und was Wirklichkeit ist. Die Besetzung der Hauptfigur Tristan Fromm mit Bastian Pastewka lässt eine harmlose Sketch-Comedy erwarten, doch Edward Bergers Inszenierung sorgt dafür, dass einem spätestens beim ersten Mordversuch das Lachen vergeht: Voller Frust über seine herrische Mutter vertraut sich Tristan in einer Kneipe dem Kroaten Josip (Albert Kitzl) an. Der Mann schlägt eine finale Lösung für das Problem vor und schreitet umgehend zur Tat, doch das Opfer entpuppt sich als äußerst zäh. Selbst wenn sich ein Teil des Mordversuchs außerhalb des Bildes abspielt: Lustig ist das nicht.

    Andererseits hegt man keinerlei Mitgefühl für Tristans Mutter, denn Judy Winter versieht diese Frau mit derart eisiger Kälte, das man alsbald versteht, warum Tristan sie von Herzen hasst. Als er in der Klinik erfährt, dass sie aufgrund eines Herzleidens ohnehin bald sterben wird, bekommt er Skrupel und will Josip zurückpfeifen, doch es ist zu spät: Der Amateur hat den Auftrag einem Profi weiterverkauft. Kurzerhand bucht Tristan für seine Mutter und sich selbst einen Aufenthalt im mondänen Kurhotel, wo er sie auf Schritt und Tritt überwachen kann. Nacheinander verdächtigt er jeden der skurrilen Gäste, der gedungene Mörder zu sein.

    Dank immer neuer Figuren sorgt Terjung dafür, dass die Handlung bis zum Schluss unberechenbar bleibt. Die Rollen sind zudem großartig besetzt. Jörg Hartmann erfreut als Rezeptionist mit vielen wunderbaren Miniaturen, und Rosalie Thomass sorgt dafür, dass man das feine Lächeln, das ihre Lippen umspielt, gründlich missversteht. Für das ZDF und speziell den Sendeplatz am Donnerstag ist “Mutter muss weg” ein ziemlich ungewöhnlicher Film, der neben den sorgfältigen Dialogen vor allem von der feinfühligen Führung der Darsteller lebt; gerade Pastewka, Thomass und Hartmann reduzieren ihr Spiel wiederholt sehr wirkungsvoll äußerst auf kleine Gesten und Blicke. tpg.

Darsteller und Crew

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