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Movie Days (1994)

Originaltitel: Biodagar
Movie Days Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Thomas wächst im Island der frühen 60er Jahre als großer Filmfan auf, der jede freie Minute im Kino verbringt. Als er ins Sommerlager geschickt wird, filtert er alle Ereignisse als Thriller in seinem Kopf. Bei der Heimkehr wird er sowohl von einer realen Tragödie heimgesucht, sowie vom fiktiven Horror auf der Leinwand.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kennen Sie Sissy Geirs? Nein? Macht nichts, fast niemand kennt die isländische Schauspielerin, die den Sprung nach Hollywood geschafft hat. Berühmt ist sie dort freilich nicht geworden, aber zu kleinen Parts in Filmen wie Stuart Heislers “Hitler” oder Herbert L. Storcks “The Crawling Hand” hat es immerhin gereicht. Nun hat sich ihr Landsmann Fridrik Thor Fridriksson ihrer besonnen und Frau Geirs in seinem jüngsten Werk, “Movie Days”, sogar ein kleines Denkmal gesetzt. Fridriksson, 1991 mit “Kinder der Natur” einer der Oscar- Anwärter für den besten Auslandsfilm, schwelgt hier in nostalgischen und durchaus autobiografischen Erinnerungen. Er entführt die Zuschauer zurück ins Island der frühen 60er Jahre, wo sein zehnjähriges Alter ego Tomas (Örvar Jens Arnarsson) in und um Reykjavik Land und Leute beobachtet, im Kino Jeffrey Hunter als “König der Könige” bestaunt, gebannt den abenteuerlichen Geschichten seiner Verwandten lauscht, sich vom Flimmern des beim Nachbarn installierten Fernsehgeräts faszinieren läßt und genußvoll sein erstes Coca-Cola schlürft. Ähnlich wie Tornatores “Cinema Paradiso” funktioniert “Movie Days” auf verschiedenen Ebenen. Einerseits erzählt der Filmemacher von den “guten alten Zeiten”, vom Heranwachsen und vom Abschiednehmen von der Jugend. Andererseits gelingt ihm eine sichere Beschreibung einer bestimmten Zeit, einer Zeit des Umbruchs, einer Zeit, in der Amerika noch das gelobte Land war, dem es auf allen Gebieten nachzueifern galt. Insofern ist Island hier nur ein Mikrokosmos, der stellvertretend steht für Deutschland, England oder Frankreich. Die rund dreieinhalb Millionen Mark, die diese isländisch-deutsch-dänische Coproduktion gekostet hat, sind klug angelegt. Der Regisseur und Coautor hat es geschickt vermieden, sein Werk zu einem leicht verderblichen “Europudding” werden zu lassen, und versucht, so isländisch wie möglich zu bleiben. So sind etwa auf der vorzüglichen Besetzungsliste – sieht man von einem Kurzauftritt des deutschen Charakterdarstellers Otto Sanders ab – nur isländische Darsteller zu finden. “Movie Days”, der bereits auf mehreren Festivals mit großem Erfolg lief, ist bei entsprechender Mundpropaganda ein ähnlicher Erfolg wie “Kinder der Natur” zuzutrauen. Letztgenannter, mit 23 Preisen ausgezeichneter Film, lockte im Herstellungsland 250.000 Leute ins Kino, was in etwa der Gesamtbevölkerung Islands entspricht! geh.

Darsteller und Crew

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