Mörderisches Wespennest (2010)

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Filmhandlung und Hintergrund

Mörderisches Wespennest: Dorfkrimi mit Hinnerk Schönemann als von allen unterschätzter Privatdetektiv.

In der norddeutschen Kleinstadt Aschberg wird Bauer Herbert Schuch erhängt in seiner Scheune gefunden. Der Fall scheint für Dorfpolizist Mühlfelder, seine junge Kollegin Anna Wippermann und die Aschberger klar: Selbstmord. Allein Becky, die Geliebte Schuchs, bezweifelt die Selbstmord-Theorie. Sie engagiert den Privatermittler Finn Zehender um die Wahrheit herauszufinden. Tatsächlich findet der Ex-Polizist heraus, dass gleich mehrere Aschberger ein Motiv hatten, den Landwirt aus dem Weg zu räumen – und gerät selbst unter Beschuss.

Hinnerk Schönemann ermittelt als Privatdetektiv Finn Zehender in der norddeutschen Provinz.

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Erneut ist dem Duo Markus Imboden und Holger Karsten Schmidt ein wunderbarer Provinzkrimi gelungen. Hinnerk Schönemann knüpft an seine Leistung in “Mörder auf Amrum” an, ohne sich zu wiederholen.

    Die Filme von Schmidt (Buch) und Imboden (Regie) bilden mittlerweile fast so etwas wie ein eigenes Genre. Auch wenn sich Hinnerk Schönemanns Rollen als einsamer Kämpfer für Gerechtigkeit auf den ersten Blick ähneln mögen: Die Geschichten sind immer wieder anders; und immer wieder großartig. Für “Mörder auf Amrum” gab es im letzten Jahr für alle drei einen Grimme-Preis.

    In “Mörderisches Wespennest”, nach “Amrum” und “Mörderische Erpressung” der dritte Streich des Trios, sieht sich der Held erneut einer Übermacht gegenüber. Becky Ückermann (Anna Schudt) aus Aschberg beauftragt den Privatdetektiv Finn Zehender, den Tod ihres Geliebten zu untersuchen. Der Bauer hat sich offenbar in seiner Scheune erhängt, aber Becky ist überzeugt, dass es sich um Mord handelt. Rasch findet Finn heraus, dass der Landwirt ein Querulant war, der viele Feinde hatte. Viel weiter kommt der ehemalige Polizist jedoch nicht: Jeder, der im Dorf was zu sagen hat, hält den Mund, denn sie stecken alle unter einer Decke. Gemeinsam mit einer jungen Staatsanwältin (Katja Danowski) sorgt Finn für derart viel Unruhe, dass aus dem Staub Pulverdampf wird. Als der sich legt, steht keiner mehr: weder der schießwütige Bauunternehmer (Uwe Bohm) noch sein Bruder (Thomas Thieme), der etwas einfältige Dorfpolizist; aber auch nicht die falsche Staatsanwältin und die junge Polizistin Wippermann (Daniela Schulz). Bloß Finn ist noch lange nicht am Ende und kommt dank seiner Hartnäckigkeit einer riesigen Mauschelei auf die Schliche; und den vermeintlichen Selbstmord klärt er auch noch auf.

    Imboden und Schmidt, auf deren gemeinsames Konto noch weitere Krimis gehen (“Der Mörder ist unter uns”, “Der Tote in der Mauer”), sind ohnehin ein kongeniales Paar, aber die Filme mit Schönemann sind die Krönung der Zusammenarbeit. Sie leben nicht zuletzt von der Beiläufigkeit, mit der sich scheinbar banale Alltagsmomente durch gelinde Übertreibungen in groteske Situationen verwandeln. Auch die komödiantischen Elemente verdanken ihre Wirkung dem Überraschungseffekt. Die musikalische Untermalung (Detlef Petersen) klingt ungewohnt, passt in ihrer Dynamik jedoch wunderbar, die Schauspieler sind perfekt besetzt und geführt. Herausragend aber ist der Hauptdarsteller. Wie es Schönemann gelingt, bei der Verkörperung des Detektivs mit so nuancierten Details zu arbeiten, dass er witzig wirkt, ohne komisch sein zu müssen: Das spricht für ein bemerkenswertes schauspielerisches Feingefühl. tpg.

Darsteller und Crew

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