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Mistaken for Strangers (2013)

Mistaken for Strangers Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Mistaken for Strangers: Dokumentarfilm über eine Tournee der Band The National vom jüngeren Bruder des Sängers Matt Berninger Tom. Neben Musik und Tourneealltag steht das Brüder-Verhältnis im Zentrum.

Tom ist 30, lebt bei den Eltern in Cincinnati, liebt Heavy Metal, dreht amateurmäßig Horrorfilme und hat einen großen Bruder – Matt Berninger, Stimme der aufstrebenden Indie-Rocker “The National”. Warum nicht den Jüngeren mal auf die Europatour 2010 mitnehmen, als Roadie bzw. Dokufilmer? Tom aber, geprägt von einer nicht unkomplizierten Beziehung zu Matt und von der Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz, macht on the road so ziemlich alles anders, als er soll, und kriegt doch noch die Kurve.

Bewusst so gemachte Pseudo-Musik-Doku über die populäre Indie-Band “The National”, die um deren Sängers witzigen Bruder kreist.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf einen konventionellen Konzertfilm oder eine Bandbiografie sollte man beim Versuch Tom Beringers nicht hoffen, seinen berühmten Bruder Matt und dessen erfolgreiche Indie-Formation "The National" zu porträtieren. Beringers Langfilmdebüt "Mistaken for Strangers", benannt nach dem zweiten Titel des "National"-Erfolgsalbums "Boxer" (2007), liefert vielmehr ein humorvolles, aber mitunter fragmentarisches Bild zweier ungleicher Brüder. Gleich zu Beginn versucht Tom mit reichlich schrägen Fragen, Matt und die restlichen Bandmitglieder in Verlegenheit zu bringen. Ob er damit Erfolg hatte, erfährt der Zuschauer nicht, denn stets brechen die Interviews unmittelbar ab. Das Gleiche gilt für die kurzen Einspielungen der Bühnenauftritte, die lediglich dazu dienen sollen, Ambiente und Atmosphäre der internationalen Locations zu verdeutlichen, die lediglich per Inserts zu identifizieren sind.

    Während Nachwuchs-Splatterfilmer Tom, der mit seinen frühen Werken die Bandmitglieder schockt, an seiner doppelten Aufgabe scheitert, reagiert sein berühmter Bruder zunehmend humorlos. Ihr gemeinsames Tourneetagebuch bietet eine gegenseitige Demontage als Aufeinanderprallen unterschiedlicher Weltansichten, die Erwartungen bewusst unterläuft. Prominenten Showbesucher wie Werner Herzog, dessen Akkreditierung Tom offenbar versäumte, oder Emily Blunt sind nur von weitem zu sehen. Immerhin dürfen Blunts Mann John Krasinski und Komiker Will Arnett ein paar Worte in die Kamera sprechen. Immer wieder werden angekündigte Ereignisse wie das angekündigte Foto mit Präsident Barack Obama, den die Band bei seiner Präsidentschaftskandidatur unterstützte, schlicht übersprungen, zumal Tom hierbei gar nicht zugelassen wird.

    Dafür liefert "Mistaken for Strangers" das "Making-of" gleich mit, wenn Tom im letzten Drittel beim Versuch zu erleben ist, das aufgenommene Material zu ordnen und in eine sinnvolle Dramaturgie zu bringen. Hierbei diente Matt Beringers Ehefrau Carin Besser, Co-Komponistin zahlreicher Songs, als Kamerafrau, wobei sie zudem als Co-Cutterin beteiligt war und gemeinsam mit Matt den Film produzierte. Dieser Umstand legt die Vermutung nahe, dass das Werk einer bewussten Dramaturgie folgt, was der witzigen Betrachtung über Kreativität, Zusammenhalt und Selbstfindung keinen Abbruch tut. Tom Beringer erkannte, dass es der Geschichte diente, wenn er sich und seinen Bruder in den Fokus stellt, um ihre Nöte und Verletzlichkeiten herauszuarbeiten. Zumindest unterstreicht im Nachspann noch eine eindringliche Live-Sequenz das Verhältnis der unterschiedlichen Brüder zwischen Rockstar und Kabelträger.

    Fazit: "Mistaken for Strangers" erweist sich als ungewöhnliche Rockumentary und Brüderporträt mit tragischen und komödiantischen Untertönen, womit Erwartungen bewusst unterlaufen werden.
  • Tom Berninger zahlt es seinem von ihm mehr oder weniger beneideten wie verachteten Bruder Matt hier in gewisser Weise heim: Dessen Erfolgsband “The National” verkommt zum Nebenkriegsschauplatz, im Mittelpunkt steht der kleine Bruder selbst. Die Selbstreflexion in einen Film zu verpacken, schafft der sympathische Taugenichts auch nur mit Unterstützung der Medienprofessionellen Carin Besser, ihres Zeichens Ehefrau von Matt. Den treffenden Titel entlehnte das Werk einem gleichnamigen Song der Band.

Darsteller und Crew

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