Miracle - Das Wunder von Lake Placid (2004)

Originaltitel: Miracle
Miracle - Das Wunder von Lake Placid Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Miracle - Das Wunder von Lake Placid: Disney-Sportfilm über die wahre Geschichte des US-Eishockey-Teams, das 1980 überraschend die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewann.

Im Jahre 1980 fahren noch keine hochdotierten Ligaprofis, sondern ausschließlich junges Collegegemüse und andere Vollzeitamateure zum olympischen Eishockeyturnier. Ein guter Grund für die Experten, der amerikanischen Knabentruppe trotz Heimvorteils kaum die geringste Chance gegen hochgerüstete russische Anabolikabären einzuräumen. Sie ahnen eben noch nicht, welche Reserven Wundertrainer Brooks (Kurt Russell) in seinem wilden Haufen zu mobilisieren imstande ist.

“Das Wunder von Lake Placid” stellte das offizielle Ende der amerikanischen Leidenszeit nach Watergate, Vietnam, Ölpreisschock und Iran-Geiseldrama dar. Nun wird es in einem entsprechend patriotisch gefärbten Disney-Sportfilm nach bestem “David gegen Goloath”-Muster würdig gefeiert.

Während der Olympischen Winterspiele 1980 in Lake Placid kämpfen Athleten in allen Disziplinen um Medaillen. Nur im Eishockey scheint die Sache angesichts der Übermacht der als unschlagbar geltenden russischen Mannschaft klar. Doch der Trainer des US-Teams, Herb Brooks, glaubt unerschütterlich an die Fähigkeiten seines Teams und an einen Plan, mit dem dieses ein sportliches Wunder bewirken können.

Einst kurz vor den Olympischen Spielen von der US-Mannschaft ausgeschlossen, bekommt Herb Brooks eine zweite Chance, als man ihn im Sommer 1979 zum Eishockey-Nationaltrainer kürt. Entschlossen macht er sich daran, sein blutjunges Team mit unkonventionellen Mitteln zum Sieg gegen die übermächtigen russischen Eis-Goliaths zu führen. Dabei überwirft er sich mit Frau, Vorgesetzten und seinen Mannen, die er knallhart rannimmt, um den Teamgeist zu stärken. Sein Ziel ist klar: Die Goldmedaille in Lake Placid.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Amerika antwortet auf “Das Wunder von Bern”: Das Titelwunder des emotionalen Disney-Sportsdramas bezieht sich hier auf den Sieg des U.S. Hockeyteams gegen die scheinbar unschlagbaren Spieler der Sowjetunion bei der Winterolympiade in Lake Placid im Jahr 1980. Wie beim Genrezwilling “Gegen jede Regel” basiert die Story folglich auf wahren Begebenheiten und Personen, wobei Kurt Russell (“Dark Blue”) gleich seinem Kollegen Denzel Washington brillant einen stoischen Coach spielt, der entgegen aller Erwartungen seine Underdog-Mannschaft mit harter Disziplin zum Sieg führt.

    In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht nur um einen phänomenalen Triumph im Sportstadion, sondern um eine bitter notwendige Selbstvertrauensspritze für eine angeschlagene Nation. Die Ursachen für die demoralisierte Volksverfassung werden mit einer historischen Montage, die Vietnamkrieg, Watergate, Inflation, Ölkrise, Afghanistan-Invasion der Russen und Iran-Geiseldrama anschneidet, während der Titelsequenz elegant im Schnellverfahren demonstriert. Die folgende Story von Newcomer Eric Guggenheim führt den Eishockey-Trainer Herb Brooks (Russell) als Mann mit unkonventionellen Methoden ein. Nicht nur wählt er sieben Monate vor den Winterspielen das Nationalteam (damals noch aus Amateuren bestehend) im Alleingang aus. Obendrein dreht sich seine Suche auch darum, “die besten Spieler, sondern die richtigen zu finden”. Diese bestehen unter anderem aus Eddie Cahill als Torhüter Jim Craig und Patrick O’Brien Dempsey als Teamcaptain Mike Fruzoni. Bis sie sich zu einer eingespielten Mannschaft zusammenraufen, bei der jeder einzelne versteht, dass nicht das Individuum, sondern das Team am wichtigsten ist, müssen sie knochenhartes Training bis zur Erschöpfungsgrenze durchstehen. Erst als sie verstehen und inbrünstig intonieren, dass sie für die “United States of America” spielen, beginnen sie auf dem Eis erfolgreich zu sein. Das abschließende Finale stellt das spannende Spiel gegen die Russen (allesamt finster dreinblickende Riesenkerle) dar, das den USA nach einem weiteren Gewinn gegen Finnland schließlich die Goldmedaille bescherte.

    Indie-Regisseur Gavin O’Connor (“Tumbleweeds”) serviert mit seiner straffen Inszenierung spannend choreographierte Eishockey-Spielmomente, ohne Nicht-Fans mit einem Aufstiegsspiel nach dem anderen zu langweilen. Dieses Sportdrama konzentriert sich ohnehin insgesamt mehr auf den dramatischen Aspekt, der allerdings vorrangig für den Trainer reserviert bleibt und für die eigentlichen Spieler nur minimale Charakterzeichnung zulässt. Dies hätte so manchen sicherlich mehr interessiert, als die mehrfachen Familienkonfliktsituationen mit Brooks zwangsläufig vernachlässigter Ehefrau (Patricia Clarkson, Oscar-nominiert für “Pieces of April“). Ähnlich konstant betroffen klingt auch der manipulative Orchesterscore von Mark Isham, bei dem selbst kleinere Enttäuschungen tragisch hervorgehoben werden. Militärische Trommelwirbel beim Showdown mit den Russen hingegen unterstreichen unmissverständlich die symbolische Signifikanz der sportlichen Auseinandersetzung. Überhaupt wird ein patriotisch gesinntes US-Publikum auf der Suche nach moralischer Aufpäppelung die frenetischen “U.S.A.”-Jubelchöre beim Spiel zu schätzen wissen, im Ausland könnte der Unterton der Story als selbstgefälliger Nationalstolz aufstoßen. Da es sich trotz bewegender Geschichte und exzellenter Schauspieler dennoch nicht um einen “Rocky” des Hockey handelt, bleibt abzuwarten, ob Buena Vista am europäischen Box Office ein Schlagschuss gelingen kann. ara.

Darsteller und Crew

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