Midnight in Paris (2011)

Midnight in Paris Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Midnight in Paris: Märchenhafte, romantische Komödie und Liebeserklärung an Paris von Woody Allen.

Großstädte verändern sich Tag für Tag und das muss auch Gil (Owen Wilson) feststellen, als er sich zusammen mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) in Paris befindet. Wenig erinnert hier noch an die guten alten Zeiten. Die Stadt der Liebe ist anders, als er es sich vorgestellt hat. Dennoch träumt er davon sich hier als Schriftsteller niederzulassen und spielt dafür sogar mit dem Gedanken, seinen Job als Drehbuchautor in Hollywood aufzugeben.

Seine Frau und auch seine Schwiegereltern beäugen diesen Plan eher mit Misstrauen, denn sie sind nicht begeistert davon, dass Gil einen Roman über die 1920er Jahre in Paris schreiben möchte. Als dann auch noch seine Frau lieber tanzen geht, als zusammen mit ihm die romantischen Straßen dieser schönen Stadt zu genießen, hat er keine Lust mehr und macht sich allein zurück zur Unterkunft.

Dort soll er jedoch nicht ankommen, denn auf dem Weg dorthin wird er von einem Auto mitgenommen, das ihn in eine Bar bringt. Als er die Tür zum Etablissement öffnet ist er vor den Kopf gestoßen: Er befindet sich in den 1920er Jahren von Paris. Doch nicht nur das Interieur scheint aus der Zeit gefallen, sondern an den Tischen des Lokals befinden sich auch zahlreiche künstlerischen und literarischen Größen, die sich mit Gil über seinen bevorstehenden Roman unterhalten.

„Midnight in Paris“ von Woody Allen ist eine Liebeserklärung an das Paris der 20er Jahre, in der die Stadt  eine Anlaufstelle für zahlreiche berühmte Künstler und Schriftsteller war. Diese Künstlergeneration trägt den Namen “Génération Perdue“ und ist in „Midnight in Paris“ durch zahlreiche Gastauftritte vertreten.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Wo kann man besser flanieren als in Paris, das selbst bei Regen romantisch ist? Der amerikanische Drehbuchautor Gil möchte am liebsten Tag und Nacht durch die Stadt an der Seine schlendern und dabei vom künstlerischen Glanz der zwanziger Jahre träumen. Woody Allens filmische Hommage an die Hauptstadt der Liebe und der Lichter, der Spaziergänger und Maler taucht direkt ein in einen Ausschnitt der glorreichen künstlerischen Vergangenheit, die in den Museen und auf den kleinen Straßen im Laternenschein immer noch präsent ist. Der zauberhafte „Midnight in Paris“ ist gleichzeitig ein Bekenntnis zur französischen Lebensart und zur Kreativität, die sich aus dem Genuss, der Vorstellungskraft und einem reichen kulturellen Erbe speist.

    Einerseits ist Gil als Drehbuchautor in seiner kalifornischen Heimat so erfolgreich, dass er als Verlobter für Inez, einer Tochter aus wohlhabendem, republikanischen Elternhaus, halbwegs in Frage kommt. Andererseits aber ist der blonde Tagträumer, der damit liebäugelt, Amerika zu verlassen und in Paris Bücher zu schreiben, auch wieder zu unseriös für seine Schwiegereltern in spe. Beim gemeinsamen Dinner in edlen Restaurants oder der Weinverkostung auf einem Dach mit Blick auf den nächtlich erleuchteten Eiffelturm hört Gil meistens nur Geringschätzung aus ihrem Munde. Und zwar sowohl für Frankreich, als auch für seine Meinungen. Woody Allen macht sich am Beispiel dieser Familie hemmungslos lustig über das Banausentum, das Amerikanern gelegentlich im Ausland nachgesagt wird.

    Gil müht sich vergeblich, Inez, ihre Eltern oder ihre Freunde Paul und Carol für seine Freude am Schlendern und am Erspüren der Atmosphäre, die in der Luft liegt, zu begeistern. Es fällt nicht schwer, sich dabei vorzustellen, wie sehr sich Woody Allen selbst mit seiner Sehnsucht nach europäischen Städten und ihrer Kultur unter Amerikanern manchmal unverstanden fühlen mag. Was der New Yorker zuhause vermisst, findet er in seinen Filmexpeditionen, die er seit 2005 in Europa unternimmt: In den Londoner Filmen inspizierte er unter anderem das britische Standesbewusstsein, in „Vicky Cristina Barcelona“ entfachte er mit Penelope Cruz und Javier Bardem spanisches Feuer. Und in „Midnight in Paris“ singt er ein Loblied auf die Kunst, ihre Unsterblichkeit und ihre inspirierende Wirkung.

    Damit umschifft der Regisseur auf einfache, aber kühne Weise die Gefahr, mit einer konventionellen Liebesgeschichte vor bereits hundertfach verwendeten Postkartenmotiven aus dem Paris der Gegenwart zu langweilen. Gil schlendert auch an den Ständen der Bouquinistes am Seineufer entlang, stöbert nach alten Platten auf dem Flohmarkt oder genießt das Nichtstun in einem Straßencafé. Aber wenn er nachts spazierengeht, dann auf menschenleeren Gässchen mit Kopfsteinpflaster, über denen eine Kirchturmuhr schlägt. Und schon kommt eine Limousine an, die Tür geht auf und er wird eingeladen, mitzukommen auf eine Party. Der Glanz der Charlestonzeit erwacht und Gil wird wie selbstverständlich willkommen geheißen im Kreis von Zelda und F. Scott Fitzgerald, Hemingway, Gertrude Stein und Picasso. Stein liest sogar bereitwillig sein Romanmanuskript.

    Owen Wilson hat als schwärmerischer Genießer Gil einmal eine etwas ernsthaftere Rolle, als er sie sonst normalerweise in Komödien spielt. Seine Begeisterung für die Pariser Atmosphäre und für die Roaring Twenties wirkt ansteckend. Rachel McAdams spielt die verständnislose Inez, unter den Darstellern der Künstler vergangener Tage ragt Kathy Bates als Gertrude Stein heraus, aber auch Adrien Brody in einer kleinen, lustigen Rolle als Salvador Dali. Den Charme der Französinnen repräsentieren Marion Cotillard als Künstlermuse Adriana und die Präsidentengattin Carla Bruni in der Rolle einer Museumsführerin. Romantik ist in diesem betörenden Film nicht so sehr ein Synonym für Liebe, wie für die Stimmung auf dem Montmartre oder auf einem Bild von Monet.

    Fazit: Bezaubernder Film von Woody Allen über die künstlerische Anziehungskraft von Paris.
  • Owen Wilson geht in Woody Allens hinreißender Hymne auf die Stadt der Liebe auf abenteuerliche Zeitreise.

    Woody Allen löste bereits in Cannes Begeisterung aus, als seine märchenhafte und charmante Geschichte eines Amerikaners in Paris das diesjährige Filmfestival eröffnete. Für Drehbuchautor Gil (Owen Wilson) wird ein Traum wahr, als er mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) in der Lichterstadt seinen Urlaub verbringt. Dass er nicht einfach nur an der Seine bummeln darf, sondern von den Schwiegereltern in spe belagert und ständig von einem besserwisserischen Freund belehrt wird, stört etwas die gute Laune, ebenso die Shopping-Wut seiner hübschen Freundin. Als Gil sich eines Nachts aus der langweiligen Gesellschaft löst, geschieht so etwas wie ein Wunder. Punkt Mitternacht erwartet ihn eine Limousine, Beginn einer Zeitreise in die Roaring Twenties. In den Ateliers und Bars von damals begegnet er seinen Idolen wie Hemingway und Fitzgerald, und am Piano sitzt Cole Porter! Am Morgen kann er kaum glauben, was passiert ist. Inez hält ihn für verrückt, begleitet ihn am Abend, ist aber zu ungeduldig und stürmt wütend davon. Kaum ist sie weg, taucht die Limousine wieder auf. Bald fühlt Gil sich im Künstlermilieu der 20er wohler als in der Gegenwart. Gertrude Stein nimmt die ersten Seiten seines Romans unter die Lupe und ermuntert ihn zum Schreiben, er plaudert mit Dalí und verliebt sich in Picassos Muse Adriana (Marion Cotillard). Gil, dessen Kreativität neu erwacht, lebt nur noch für die nächtlichen Abenteuer. Bis er im hier und jetzt überraschend neue Gefühle entdeckt …

    Leichtfüßig und locker erzählt der Altmeister von der Lust auf Leben und der oft unverhofften und überwältigenden Liebe. Wie Owen Wilson die sucht und findet, das ist für alle Romantiker ein absolutes Muss.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Happy Birthday Woody Allen - Der Stadtneurotiker wird 80

    Seine Rolle in Der Stadtneurotiker aus dem Jahr 1977 machte ihn einst berühmt, nun wird Woody Allen, der schon lange zu den produktivsten wie kreativsten Regisseuren Hollywoods zählt, 80 Jahre alt. Müde scheint der kultige Filmemacher, Schauspieler und Drehbuchautor aber noch lange nicht zu sein. Die Devise des Multitalents lautet weiterhin: "Ein Film pro Jahr"; ganz aktuell ist er mit dem Mystery-Drama Irrational...

  • Joshua Marstons neuer Film mit Zuwachs: Azita Ghanizada neben Rachel Weisz und Michael Shannon im Cast

    SciFi-Fans dürfte Azita Ghanizada als Star der Syfy-TV-Serie Alphas vermutlich ein Begriff sein. Dort spielte sie von 2011-2012 Serienheldin Rachel Pirzad. Die 36jährige US-Schauspielerin ist nun der aktuelle Neuzugang im bislang unbetitelten Drama von Regisseur Joshua Marston (New York, I Love You). Für Ghanizada wird es die erste große Rolle in einem Kinofilm sein. Der Film verfügt insgesamt über einen sehr vorzeigbaren...

  • Emma Stone soll Hautprolle für Woody Allen spielen

    Woody Allen wünscht sich "Spider-Man"-Star Emma Stone für seinen neuen Südfrankreich-Film. Die Story ist noch streng geheim.

  • Rachel McAdams dreht Komödie mit Bradley Cooper

    Ein Mann verliebt sich in eine Air Force Pilotin - mehr wissen wir noch nicht zum neuen Liebesfilm mit Rachel McAdams, Emma Stone und Bradley Cooper.

Kommentare