Mein Name ist Eugen (2005)

Mein Name ist Eugen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Mein Name ist Eugen: Mit viel Liebe zum Detail umgesetzter Kinderbuchklassiker um eine schweizer Lausbubenbande in den 60er Jahren.

Im Bern der 60er Jahre heckt das Bengelquartett Eugen (Manuel Häberli), Wrigley (Janic Halioua), Bäschteli (Dominic Hänni) und Eduard (Alex Niederhäuser) einen Streich nach dem anderen aus – bis ihnen die Erziehungsberechtigten einen Riegel vorschieben und Eugen und Wrigley ins Internat stecken. Natürlich büchsen die beiden aus begeben sich auf die Suche nach Fritzli Bühler, dem König der Lausbuben. Zusammen mit Bäschteli und Eduard jagen sie quer durch die Schweiz, gefolgt von einem Tross besorgter Eltern, wütender Bauern und der eidgenössischen Polizei.

Charmant-witzige Lausbubengeschichte nach dem gleichnamigen Buchklassiker von Klaus Schädelin, das neben Heidi zu den erfolgreichsten Kinderbüchern der Schweiz zählt. Nostalgisch, temporeich und voll mit helvetischer Prominenz.

Bern 1964: Eugen und seine drei Kumpels – Wrigley, der so heißt, weil er stets die gleichnamigen Kaugummis kaut, der schmächtige Bäschteli sowie der dicke Eduard – haben sich in den Kopf gesetzt, den König der Lausbuben, Fritzli Bühler, aufzuspüren. Eine Odyssee beginnt.

Fritzli Bühler gilt als König der Lausbuben, und so ein Titel hat im Jahr 1964 noch Gewicht. Als ihnen daheim Pfadilager-Verbot und Internat in Aussicht gestellt werden, machen sich deshalb die Berner Buben Eugen und Wrigley, der stets die gleichnamigen Kaugummis im Munde hat, auf die Spuren dieses Schlingels. Der Weg führt zunächst ins beschauliche Tessin, wo die Gruppe von den Naseweisen Bäschteli und Eduard ergänzt wird. Zahlreiche Abenteuer gilt es für die vier noch zu bestehen, stets auf der Flucht vor Polizei und spießigen Eltern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Angesiedelt ist dieser Film im Jahr 1964 und beruht auf dem gleichnamigen Klassiker der Schweizer Kinder- und Jugendliteratur. Man hat gerade Angst vor dem Atomkrieg und der erste Mensch ist noch nicht auf dem Mond gelandet.

    Die vier Jungs bilden eine klassische Kombination aus dem Frechen, dem Feigen, dem Dicken und dem Hübschen. Alle vier merken auf dem Weg, dass man zusammen halten muss, wenn man auch noch so unterschiedlich ist.

    Die vier erleben mehr als alle Jungs zusammen, die sie im Pfadilager hinter sich gelassen haben. Die Eltern haben dafür kein Verständnis und lassen eine landesweite Suche starten und der reiche Vater vom Bäschteli setzt eine Belohnung von 15 000 Franken aus. Damit bringt er die Jungs aber mehr in Gefahr als dass er ihnen helfen würde.

    Der Film ist eine Schweizer Produktion, die hochdeutsch synchronisiert wurde. Nur die Namen sind, zum Glück, geblieben und sorgen immer wieder für lustige Überraschungen. Bäschteli, Rülpsi und Fritzi sorgen fasst für mehr Lacher als die Handlung selbst.

    Das altmodische Setting des Films wird durch eine zeitgemäße Umsetzung der filmischen Mittel an die heutige Zeit angenähert. Schnelle Schnitte, Spielereien mit Zeitraffern, eingeblendeten Schriften und Pfeilen, die auf besondere Dinge hinweisen, wollen den Film für die heutige Jugend konsumierbar machen, mit der Hoffnung, dass auch heute noch Lausbubengeschichten gefragt sind.

    Die Macher betonen, und dies ist den Bildern auch anzusehen, dass weder Kosten noch Mühe gescheut wurden um den Film hoch qualitativ auf die Leinwand zu bringen. Alleine die Postproduktion dauerte elf Monate.

    Das episodenhafte Buch sollte in eine filmisch verwertbare Form gebracht werden, aber vor lauter Klamauk und hektischen Schnitten die mit der Erzählerstimme von Eugen zusammengehalten werden verliert man irgendwann das Interesse an den Abenteuern der vier Jungs.

    Dennoch gibt es einige lustige Momente, vor allem Wortwitze („Vroni der Schlafwagen rollt an“), die Schrulligkeit der Helvetismen und auch der Hintergrund der verschiedenen Schweizer Landschaften machen den Film streckenweise unterhaltsam und zu einem visuellen Erlebnis.

    Fazit: Lausbubengeschichte aus einer anderen Zeit, die mit teilweise bombastischen filmischen Effekten an die Sehgewohnheiten der heutigen Jugend angepasst werden soll. Streckenweise recht lustig.
  • Nostalgie ist Trumpf bei dieser Adaption des Schweizer Kinderbuchklassikers, von “Grounding”-Macher Michael Steiner mit viel Liebe zum Detail umgesetzt.

    Das eine oder andere Filmkunstwerk wie zum Beispiel Fredi M. Murers aktuellen Oscar-Kandidat “Vitus” oder etwas Komödiantisch-Leichtes wie vor kurzem die Militär-Klamotte “Achtung, fertig, Charlie!” – mehr hat das Filmland Schweiz für den deutschen Markt in der Regel nicht zu bieten. Doch nun kommt mit dem Eugen eine Figur in die Kinos, die in ihrer Heimat ähnlichen Kultstatus genießt wie Johanna Spyris legendäres Alpen-Mädel Heidi. “Mein Name ist Eugen” basiert auf dem gleichnamigen Buch von Klaus Schädelin, einem Pfarrer aus Attisvil. Der Vater von drei Kindern verfasste es, weil es seiner Meinung zu wenig fröhliche Bücher gab. Obwohl das Werk zum Bestseller avancierte und in der Schweiz bis dato 200.000 Mal über den Ladentisch ging, blieb es das einzige aus der Feder Schädelins. Ziemlich genau 50 Jahre nach seinem Erscheinen hat sich nun Michael Steiner, der im Alpenland als große Regie-Nachwuchshoffnung gilt und zuletzt mit “Grounding” die Swissair-Pleite fürs Kino adaptierte, den Lausbubengeschichten angenommen.

    Darin haben es sich Eugen und seine drei Kumpels – Wrigley, der so heißt, weil er stets die gleichnamigen Kaugummis kaut, der schmächtige Bäschteli sowie der dicke Eduard – im Bern des Jahres 1964 in den Kopf gesetzt, den König der Lausbuben, Fritzli Bühler, aufzuspüren. Aus dieser (Phantom-)Suche entwickelt sich ein munteres Road Movie, das das abenteuerhungrige Quartett per pedes, auf dem Velo oder auch mit der Bahn zu pittoresken Schweizer Schauplätzen führt. Dabei halten sich humorvolle Episoden und kindlich spannende Einlagen in etwa die Waage. Dass den Jungs bei ihrer Odyssee auch noch deren besorgten Eltern ständig auf den Fersen sind, erhöht das Amüsement dieses heiteren Initiationsfilms nur noch. Dennoch scheint “Mein Name ist Eugen” nur bedingt für den deutschen Markt geeignet. Was am, zugegeben sympathischen, Schweizer Dialekt liegt, aber auch an den unzähligen, kaum zu übersetzenden “Helvetizismen”, die an allen Ecken und Enden lauern. Der nostalgische Charme der sechziger Jahre dürfte bei der avisierten Zielgruppe, die mit hektischen Schnitten, computergenerierten Spezialeffekten und spektakulären Fantasywelten großgeworden ist, ebenfalls nur bedingt ankommen. Wer sich aber auf den lausbübischen Witz der jungen, durch die Bank schauspielerisch erstklassigen Helden, die bisweilen an die großen schwedischen Vorbilder Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga erinnern, einlässt, wird über die Maßen belohnt werden. lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

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