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Matilda (1996)

Matilda Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (3)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Matilda: Witzige Verfilmung des skurrilen Kinderbuchs von Roald Dahl um eine hyperintelligente Göre, die einer bösen Schulrektorin das Fürchten lehrt.

Matilda ist eine richtige kleine Göre, aber hyperintelligent, im Gegensatz zu ihren Eltern, ihr Vater, ein schmieriger, halbseidener Gebrauchtwagenhändler, hängt am liebsten vor der Glotze, und ihre wasserstoffblonde Mutter hat nur Bingo im Kopf. In der Schule nutzt Matilda ihre telekinetischen Fähigkeiten, um der fiesen, Kinder-haßenden Direktorin das Fürchten zu lehren.

Matilda ist ein Genie. Doch leider ist sie noch zu jung, um von ihrer Umwelt als solches wahrgenommen zu werden. Als das Mädchen sechs wird, schicken ihre spießigen Eltern sie auf eine Schule, in der strengste Erziehung oberstes Prinzip ist. Ungehorsame Kinder wirft die Direktorin Knüppelkuh schon mal zum Fenster hinaus. In Fräulein Honig, der sanftmütigen Klassenlehrerin, findet Matilda allerdings bald eine verständnisvolle Freundin. Gemeinsam setzen sie sich gegen das Schreckensregiment der Schulleiterin zur Wehr.

Die hyperintelligente Matilda hat es nicht leicht. Ihre dröge Familie erkennt ihre Begabung nicht und blamiert das Gör am laufenden Band. Als sie in eine superkonservative Schule gesteckt wird, nutzt das 6jährige Mädchen ihre Fähigkeiten und botet die Direktorin aus. Märchenhafte Komödie von Danny DeVito mit Power inszeniert und produziert.

Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Roald Dahl, grandioser Großmeister surrealer Satire, auf dessen bizarren Erzählungen bereits die Kinderfilme “Charlie und die Schokoladenfabrik” und zuletzt “James und der Riesenpfirsich” basierten, lieferte auch für die amüsant-originelle schwarze Fantasykomödie “Matilda” die Vorlage. Unter der versierten Regie Danny DeVitos (“Der Rosenkrieg”) gelang die feine Gratwanderung, einen fantasievollen Familienfilm zu realisieren, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern kann.

    Die Drehbuchautoren Nicholas Kazan (“Die Affäre der Sunny von B.”) und Robin Swicord (“Betty und ihre Schwestern”) gingen ihre Adaption von einer erfreulich locker-verspielten Seite an. Das moderne Märchen kreist um die kleine Matilda (einsame Spitze: Mara Wilson aus “Mrs. Doubtfire” und “Das Wunder von Manhattan”), deren überwältigender Wissensdurst von ihren vulgär-ignoranten Eltern Harry und Zinnia Wormwood (Danny DeVito und Gattin Rhea Perlman haben offensichtlich diabolische Freude, eine penetrant degenerierte Familie zu mimen) mehr als suspekt angesehen wird. So ist Vater Wormwood der Ansicht, daß seine Tochter statt zu lesen lieber fernsehen soll, da sie auf diese Weise wesentlich schneller alles Wissenswerte erfahren könne. Das sträflich vernachläßigte Wunderkind, das alsbald auch telekinetische Fähigkeiten entwickelt, ist folglich begeistert, als es endlich die Schule besuchen darf. Diese wird von der schreckenserregenden Walküre Agatha Trunchbull (die englische Aktrice Pam Ferris) geleitet, für die pädagogische Werte ein rotes Tuch sind und die die Ansicht vertritt, daß in einer perfekten Schule keinerlei Kinder zu finden sein dürften. Eine Verbündetete findet Matilda in der engelsgleichen Lehrerin Miss Honey (Embeth Davidtz), die der bulligen Mrs. Trunchbull schließlich Paroli bietet…

    Erzählt wird dieser Spaß ohne Reue aus der Perspektive von Danny DeVitos Figur eines gerissen-gaunerhaften Gebrauchtwagenhändlers, die er mit seinem patentierten giftigen “Charme” versieht. Die sympathische neunjährige Protagonistin Mara Wilson präsentiert sich hier mit einer ausgewogenen Performance, wobei sie es versteht weinerliche oder hysterische Untertöne zu vermeiden. Hassenswertes Highlight ist jedoch Pam Ferris als brachiale Buhfrau, die angetan in strammer Uniform und strengem Dutt, Reitgerte schwingend ein drakonisches Regiment führt und arme Kinder schon mal an den Zöpfen packt, um sie über den Zaun oder aus dem Fenster zu werfen. Dank Matildas außergewöhnlicher Fähigkeiten ist die Landung stets eine sanfte. Die Surrealität der Special-Effekts-Szenen wird von einem intensiven Farbreigen herausgehoben, der sich in dem einfallsreichen Produktionsdesign und den witzigen Kostümen (vor allem Mutter Wormwoods quietschbunte Geschmacksverirrungen sind Brüller!) wider. Der regelrecht überquellende Ideenreichtrum der Produktion wird zudem von der mit vielen schrägen Winkeln, extremen Nahaufnahmen und 360-Grad-Umkreisungen arbeitenden Kameraarbeit von Stefan Czapsky (“Ed Wood”) hervorgehoben. Mit 8,2 Mio. Dollar am Startwochende konnte das schöne Fantasiemärchen um die Wichtigkeit von Selbstrespekt und Familien- und Nächstenliebe einen satten Start hinlegen und wird hoffentlich nicht wie so manch andere Veröffentlichung der letzten Zeit, in der eine weibliche Protagonistin zu bewundern ist, schon bald in der Versenkung verschwinden. ara.

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