Machete Kills (2013)

Machete Kills Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Machete Kills: Robert Rodriguez' Fortsetzung seines "Grindhouse"-Spinoffs mit Danny Trejo als Machete-schwingendem Rächer.

Das Kartell hat seine Partnerin erschossen, ein rassistischer Sheriff will ihn hängen – da rettet der Anruf des US-Präsidenten den einsamen Undercover-Rächer Machete. In dessen persönlichem Auftrag soll er – gegen Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft – einen wahnsinnigen Revolutionär mit multipler Persönlichkeitsstörung aufspüren, der sich in Mexiko verschanzt hält. Dessen Herz ist mit der Startvorrichtung einer auf Washington gerichteten Atomrakete verbunden. Diese hat der Waffengroßindustrielle Voz erbaut, der damit Weltuntergangspläne verfolgt.

Machte ist so gut wie tot, da rettet ihn der US-Präsident. Machete soll den Weltuntergang verhindern – in Mexiko. Trashige Killaktionen und Superstars bis ins kleinste Nebenrollen – der Mann mit den Messern schlägt wieder zu.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nummernrevue mit teilweise brillanten Ideen. Auch wenn nicht alles am Film funktioniert, macht er in seiner überdrehten Art doch Spaß.
  • Die Rückkehr des messerschwingenden Mexikaners Machete wartet als pulpiger Actionreißer mit Besetzungscoups auf.

    Für den zweiten Part seines aus einem Spaß-Trailer geborenen Rächers kann Robert Rodriguez nicht nur auf Danny Trejo zählen, sondern auch eine ganze Reihe illustrer Stars verbuchen, vornehmlich aus dem Latino-Raum. Damit darf seine große Grindhouse-Hommage mit Besetzung-Pfunden wuchern und ausführlich gewaltbereitem Trash frönen, der in einer schier endlosen Abfolge Guns, Girls, Gangsters und Gore an die Fankurve adressiert.

    Was als Verbeugung vor B-Movies und für Videoregale fabrizierte Actionware gedacht ist, nutzt Rodriguez als Spielwiese, auf der er sich mit sichtlichem Spaß austobt. Trejo verzieht als Narbengesicht wieder keine Miene, als seine Partnerin (Jessica Alba) vom Kartell getötet wird und er sofort den nächsten Undercover-Job annimmt. Den Auftrag erteilt ihm ausgerechnet Charlie Sheen als US-Präsident – Satire pur. Davon abgesehen, sorgt sich die Texmex-Action südlich und nördlich des Rio Grande wohlweislich nur darum, cool und kultig zu sein und auf der Jagd nach einem wahnsinnigen Revolutionär (Demian Bichir) mit wechselnden Persönlichkeiten so viele Genre-Attraktionen und Bad Boys wie möglich unterzubringen.

    Speziell Mel Gibson als sinistrer Strippenzieher vom Format eines Bond-Schurken darf sich am meisten entfalten und mit seiner Waffenfabrik Weltuntergangspläne schmieden, die eines “Moonraker” würdig sind. Ein chamäleonartiger Killer steuert nicht nur Tarantino-Dialoge bei, sondern verwandelt sich auch in einen angemessen schrillen Auftritt in Pop-Queen Lady Gaga. Da etliche weitere Figuren, mitunter samt Background-Geschichte, aufkreuzen, hetzt die Dramaturgie rastlos durch einen verschlungenen Plot. Darin bringt Rodriguez so viele Fetischszenen unter, dass mancher Moment seiner Wirkung beraubt wird: räudig überdreht reihen sich Gewaltausbrüche, Schießereien, Verfolgungsjagden, Explosionen und Splattereffekte aneinander. Dazu locken knapp beschürzte Damen in Killermontur, Extras wie BHs mit Maschinengewehren oder Schweizer Macheten-Messer. Hier hat sich ein wahrer Trash-Overkill zusammengebraut, als gäbe es kein Morgen – dabei dürfte der integrierte Trailer für Teil drei keineswegs fake bleiben. tk.
  • "Machete Kills" heißt der neue Film von Robert Rodriguez ("Sin City", "From Dusk Till Dawn"), und wer ihn gesehen hat, weiß: das stimmt. So eine Machete tötet auf ganz diverse Arten und Weisen, sie spaltet Schädel, hackt Gliedmaßen ab und zerteilt schonmal einen ganzen Körper der Länge nach. Vor allem, wenn Danny Trejo ("Bad Ass", "From Dusk Till Dawn") sie schwingt, der in der Titelrolle bereits zum zweiten Mal den gleichen Namen wie seine bevorzugte Waffe trägt.

    In "Machete Kills" fließt, wie schon im Vorgänger "Machete" aus dem Jahr 2010, eine Menge Blut. Doch natürlich macht eine reichhaltige Auswahl an Splatter-Szenen noch keinen guten Film – und tatsächlich ist "Machete Kills" nach den gängigen Maßstäben kein übermäßig gelungener Actionstreifen. Der Plot poltert von einer Action-Sequenz zur nächsten, zwischen wüsten Schießereien und geradezu aberwitzigen Szenen, in denen Machetes Gegner wie die Lemminge in die Rotorblätter eines Hubschraubers rennen und reihenweise die Köpfe abgehackt bekommen, gibt Danny Trejo seine markigen Oneliner zum Besten.

    Das Interessante ist, dass "Machete Kills" darauf allerdings auch gar keinen so großen Wert zu legen scheint. Ziemlich selbstbewusst kommt der neue Rodriguez daher, er steht dazu, ein völlig überzogener, streckenweise unlogischer Actionfilm zu sein, ein B-Movie, ganz in der Tradition des Exploitation-Kinos der 1970er Jahre. Es geht ihm um den reinen Schauwert, um die nicht ganz explizite Darstellungen von Sex und die möglichst drastische Darstellung von Gewalt. Oder beides kombiniert, etwa in Form eines Doppel-D-Metall-BHs, der Minigunsalven abfeuert.

    Robert Rodriguez, der den Film in Personalunion geschrieben, gefilmt, inszeniert und produziert hat, lässt in "Machete Kills" ein veritables Ensemble von Hollywood-Größen vor seiner Kamera auftreten. Schöne Frauen, große Stars, die alle geflissentlich über die logischen Lücken im Drehbuch hinwegsehen und scheinbar viel Spaß an ihrer Arbeit haben. Den Auftragskiller Camaleón etwa spielen gleich vier Akteure, die allein einen ganzen Film tragen könnten: Walt Goggins ("Justified", "Django Unchained"), Cuba Gooding Jr. ("Red Tails", "Boyz n the Hood"), Antonio Banderas ("Die Maske des Zorro", "Desperados") und in ihrem Leinwanddebüt Lady Gaga. Charlie Sheen ("Two and a Half Man", "Platoon") gibt – in den Credits unter seinem bürgerlichen Namen Carlos Estevez gelistet – einen dermaßen unseriösen US-Präsidenten, dass es eine wahre Freude ist. Mel Gibson ("Braveheart", "Mad Max") spielt einen größenwahnsinnigen Waffenhändler, auch das passt. Und die Frauen an Danny Trejos Seite sind, wie schon im Vorgänger, Michelle Rodriguez ("Fast & Furious 6", "Avatar") und Jessica Alba ("Fantastic Four", "Sin City").

    Sie alle spielen dem einen, eigentlich weit weniger berühmten, Star des Films zu, Danny Trejo, den erst Robert Rodriguez zum Star gemacht hat. Vermutlich, weil keiner so böse schauen kann wie er. Und Trejo füllt die Titelrolle sehr gut, er ist Machete, und wenn alles nach Plan läuft, bleibt er das auch noch zumindest für einen weiteren Film. Der dritte Teil der Trilogie, so munkelt man, könnte einen Ausflug in Science-Fiction-Genre wagen – Lasermacheten inklusive!

    Fazit: "Machete Kills" ist kein wahnsinnig guter, aber ein sehr interessanter Film: Selten sieht man so viele äußerst spielfreudige Stars in einer derart trashigen Produktion.
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