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Love Serenade (1996)

Love Serenade Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Love Serenade: Lakonische Down-Under-Komödie um zwei Schwestern, die sich in denselben Mann verlieben.

Die Schwestern Vicky-Ann und Dimity Hurley führen ein ereignisarmes Alltagsleben in einer winzigen Kleinstand am Rande des australischen Outbacks. Für Abwechslung sorgt ein in die Jahre gekommener Radiomoderator, der in der Nachbarschaft einen kleinen Lokalsender eröffnet. Beide Schwestern verlieben sich in den Charmeur, und schon bald kommt es zu ernsteren Verwicklungen.

Ken Sherry, ein herb aussehender, supercooler Radio-DJ, sucht sein Heil und Vergnügen in einer australischen Kleinstadt. Seine Nachbarin Vicky-Ann klopft gleich am ersten Tag an seine Tür, um ihn mit einem selbstgekochten Abendessen zu verführen. Doch er mag keinen Fisch. Und Vicky-Anns jüngere Schwester Dimity kommt eher als Vicky-Ann zum Zuge, Kens “Einsamkeit zu lindern”, wie er sich ausdrückt. Er lockt sie zu sich, mit dem Versprechen, ihr seinen großen Fisch zu zeigen. Da Ken kein Kostverächter ist, nimmt er auch bald Vicky-Ann als Geliebte.

Lakonische Down-Under-Komödie um zwei Schwestern, die sich in denselben Mann verlieben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Outback-Geschichten vom Allerfeinsten liefert die talentierte Shirley Barrett mit ihrem Regie-Erstling. Wie sie mit hintergründigstem Down-Under-Humor, unverkennbarer Stoff-Kenntnis und einer eigenwillig-schleppenden Erzählweise, die den etwas anderen Lebensrhythmus vom anderen Ende der Welt subtil spiegelt, jongliert, ist erfrischend, unterhaltsam, gekonnt und im Gefolge australischer Hits wie “Muriels Wedding” oder “Priscilla” auch an den Kinokassen erfolgversprechend.

    Dabei vermeidet die Regisseurin, die auch das Drehbuch schrieb, die schrillen “Priscilla”-Töne und schillernden Outback-Szenerien. Ihre australische Fabel ist deshalb nicht weniger wunderlich – und wunderbar. Im Mittelpunkt einer Liebesgeschichte, die in ihren Grundelementen mehr tragische als komische Züge trägt, stehen die gänzlich unterschiedlichen Menschen eines gottverlassenen australischen Kaffs. Um sie herum ist so viel Raum und Zeit, daß sich auch die Filmgeschichte sehr gemächlich, mit überlangen Einstellungen und ohne spektakuläre Szenarien entwickeln kann. Erst am Ende, als der Plot sich überraschend wendet, gewinnt auch die Kamera neue Einsichten und Perspektiven, die Geschichte buchstäblich an Fahrt.

    Und das allein ist schon etwas Ungeheures in dem bis zum Stillstand eintönigen und langweiligen Leben, das die Schwestern Vicki-Ann und Dimity Hurley in der unterbevölkerten Kleinstadt Sunray führen. Vicki-Ann, die ältere der beiden, betreibt einen Haarsalon, der Hairport heißt, und in dem, wie bei ihr selbst, die Farben pink und blond dominieren. Mittags teilt sie ihr Sandwich in der verödeten Picknick-Ärea eines Freizeitgeländes mit ihrer 20-jährigen Schwester, die ein süßes Geheimnis hat: Dimity hat sich und ihre Unschuld an Ken Sherry verloren, einen einst flippigen, inzwischen in die Jahre gekommenen Radio-Moderator, der ins Nachbarhaus gezogen ist und die lokale Radiostation mit Oldies und mehr oder weniger flotten Sprüchen führt. Er ist die Attraktion der Gegend, ein echter Promi, dessen Pseudo-Charme bald auch Vicki-Ann erliegt. Die sieht endlich, nachdem ihr Ex-Verlobter einen nicht näher definierten Unfall mit einer Kettensäge hatte, die Zeit gekommen, ihr Brautkleid anzulegen. Davon will Ken als überzeugter Polygamist natürlich nichts wissen…

    Doch die Geschichte verfängt sich nicht in den Fallstricken von Liebeskrankheiten und Eifersüchteleien, sondern schwimmt sich überraschend und erfrischend frei. Denn der Blick der Regisseurin/Autorin ist nie sklavisch auf den Plot gerichtet. So interessiert auch nur am Rande das sozio-kulturelle Umfeld wie Eltern oder Herkunft der Schwestern, dafür umso mehr all die kleinen Schwächen und Verrücktheiten ihrer Charaktere.

    Eigentlich als Drei-Personen-Stück dramaturgisch durchkomponiert, gewinnen auch die (wenigen) Nebenfiguren wie der chinesische Restaurantbesitzer ihre Bedeutung. Barrett gelingt das Kunststück, die Figuren einerseits ins Typologische zu “erhöhen”, ihnen aber andererseits ihre kleinen, intimen Eigenheiten zu lassen. Über diese nie denunzierende Nabelschau wird die Komik transportiert. Die hervorragenden Leistungen aller drei Hauptdarsteller, die detailgetreue Ausstattung und sorgsame Kamera machten die Jan Chapman-Produktion, zu einem Highlight der Un-Certain-Regard-Sektion in Cannes. boe.

Darsteller und Crew

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