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Little Paris (2007)

Little Paris Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Little Paris: Film über große Träume, die mit kleinen Schritten erreicht werden möchten.

Little Paris heißt die Heimatstadt von Luna (Sylta Fee Wegmann) euphemistisch – handelt es sich doch um ein perspektivloses Nest direkt an einer baden-württembergischen Autobahn. Ihren Traum vom Tanzen hat sie noch nicht aufgegeben, ihn zu realisieren liegt aber in weiter Ferne. Das ändert sich, als der geheimnisvolle Tänzer G (Patriq Pinheiro) auftaucht, ihr Talent entdeckt und mit ihr für einen Discowettbewerb trainiert. Luna verliebt sich unglücklich in ihn.

Provinzdrama von Miriam Dehne, die sich davor an Projekten wie “Stadt als Beute” oder “99 Euro Films” beteiligte. Der Versuch einer jungen Frau, in der Tristesse des heutigen Deutschlands ihren Traum zu leben, handelt von Ängsten, enttäuschter Liebe und der Kraft des Aufbruchs.

Lunas Leidenschaft ist das Tanzen. Doch noch steht sie vor einem Scherbenhaufen, der ihr alle Wege zur Verwirklichung ihres Traumes versperren zu scheint: eine gescheiterte Beziehung, miese Brotjobs und das Leben in einer nichts sagenden Kleinstadt. Erst als sie dem Tänzer G begegnet, der an ihr Talent glaubt, wagt sie es, den Teufelskreis der Lethargie zu durchbrechen, und trainiert mit ihm zusammen für höhere Ziele: zunächst für einen Auftritt in einer Großraumdisko, der der Schlüssel für ein Musikvideo-Casting in Berlin werden könnte. Wären da nicht wieder ihre Zweifel.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Little Paris“ von Regisseurin und Drehbuchautorin Miriam Dehne ist eine poetische Filmfantasie zwischen Wachzustand und Traum. Drei junge Frauen macht ihre düstere Zukunftsperspektive in einem Provinzkaff beinahe schon sprachlos. In einer Eisdiele treffen sich Luna, Eve und Barbie, um ihren Träumen nachzuhängen. Nur Luna verknüpft ihre Zukunft nicht mit der Liebe, sondern mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung. Die Liebesfantasien gerinnen in der Einsamkeit des Städtchens zu unerreichbaren Idealen. Luna aber wagt den Absprung.

    Es liegt eine betörende Schönheit in den Bildern, die Miriam Dehne für ihr Niemandsland in der Provinz findet. Die Eisdiele schwelgt in der Farbe Pistaziengrün, die Bedienung Barbie sieht aus wie die gleichnamige Puppe und trägt ein reizendes rosafarbenes Kellnerinnenkleidchen mit weißer Schürze. Eine solche Eisdiele ist die ideale Kulisse für die Flucht aus der Wirklichkeit – die da draußen nur aus Eigenheimen und Feldern zu bestehen scheint.

    Die blondgelockte Barbie, gespielt von Nina Gnädig, bedient nachts im Erotikclub Flamingo, dort sind die Tapeten rot, die Seerosen im Pool rosa und die Flamingos stehen herum als Lampen. Barbie lebt den Puppentraum vorbildlich und spricht in den höchsten Tönen von ihrem Wassily, der sie abholen wird. Dieser, gespielt von Stipe Erceg, kommt zwar für kurze Zeit zurück in seinen Heimatort, doch nicht wegen Barbie. In einer dieser vielen bemerkenswerten, emotional und doch entrückt wirkenden Bildkompositionen bringt Barbie, geschmückt mit einem weißen Brautschleier und einem Strasskrönchen, auf dem Virgin steht, den Müll vor die Haustür.

    Nicht nur der Club Flamingo, auch die örtliche Disco mit ihren Tänzerinnen an der Stange und später der Schuppen, den Luna mit G in Berlin aufsucht sind zwielichtige Schauplätze für die in diesem Film eng benachbarten Themen Erotik, Sex, Käuflichkeit. Selbst die Tanzeinlagen schwanken zwischen Straßenakrobatik, Freude am körperlichen Ausdruck und Figuren, wie sie von Gogo-Girls einstudiert werden. Miriam Dehne karikiert die Provinz als Lasterhöhle hinter biederer Fassade.

    Die starke Stilisierung der Figuren und das Abdriften in kleine Träume haben ihren Preis. Es fehlt ein schlüssiges Drehbuch, das einen mit lebendig wirkenden Charakteren mitfiebern lässt. Miriam Dehne wählt die Pose, die sie zwar wunderschön ins Bild setzt. Doch ihre Figuren werden dabei auch im Stich gelassen. Sylta Fee Wegmann als Luna und Patrick Pinheiro als G tanzen gut, sprechen aber sollen sie nicht viel.

    Fazit: Poetische, verträumte Geschichte in Bonbonfarben über drei junge Frauen in der Provinz.
  • “Little Paris” erzählt die Geschichte vom Traum von einer Tänzerkarriere, der ebenso die Suche nach sich selbst beinhaltet. Sylta Fee Wegmann nahm eigens für ihre Rolle als Luna ein mehrmonatiges intensives Tanztraining auf sich und brilliert neben der bewegenden inneren Handlung auch in den atemberaubenden Tanzszenen. Regisseurin Miriam Dehne zeichnete bereits mit “Stadt als Beute” (2005) die Großstadt als Ort der großen Möglichkeiten für engagierte Künstler, die den alltäglichen Spagat zwischen Ideal und Lebenswirklichkeit auf bestmögliche Weise zu meistern versuchen, ohne die eigene Seele zu verkaufen.

Darsteller und Crew

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