Lippels Traum (2008)

Lippels Traum Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Lippels Traum: Stimmige Neuverfilmung von Paul Maars Jugendbuch, in der der Regisseur ein Loblied auf die Kraft der Fantasie singt.

Vom bayerischen Passau ins Morgenland träumt sich der kleine Philipp, genannt Lippel. Sein Vater, ein Nobelkoch, ist auf Geschäftsreise in den USA, und deshalb passt die neue Haushälterin Frau Jakob auf ihn auf. Sie entpuppt sich als fieser Kinderschreck, und so flüchtet sich der Elfjährige in eine orientalische Traumwelt, in der auf seltsame Weise auch sein Papa, Frau Jacob und zwei Klassenkameraden auftauchen. Hier gilt es nun, nichts weniger als eine heimtückisch eingefädelte Palastrevolution zu vereiteln.

Sein Vater ist auf Geschäftsreise, und der kleine Philipp, genannt Lippel, träumt sich weg von der fiesen Haushälterin direkt ins Morgenland. Technisch virtuos und mit viel Herz umgesetzter Kinderfilm nach Paul Maar (“Das Sams”).

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Kritikerrezensionen

  • In „Lippels Traum“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Paul Maar träumt sich ein Junge nachts und auch sonst, so oft es geht, ins Morgenland, wo die Märchen aus 1001 Nacht herkommen. Dort nämlich muss er dem jungen Prinzen Arslan und seiner Schwester Hamide helfen, die vom Hof in die Wüste verbannt wurden und die ihre böse Tante umbringen lassen will. Im echten Leben ist Lippel gerade eine Woche lang einer gleich aussehenden Person ausgeliefert, der unfreundlichen Haushälterin Frau Jakob. Witzig, spannend und dabei den Tonfall des Buches treffend, hat Regisseur Lars Büchel diese Doppelgeschichte inszeniert.

    Der Buchautor Paul Maar hat mit Ulrich Limmer auch das Drehbuch geschrieben. So ist dafür gesorgt, dass die Atmosphäre erhalten bleibt, auch wenn Einzelheiten verändert werden. Im Film ist Lippels Vater nicht verheiratet, Frau Jakob macht sich an ihn heran und die gute alte Nachbarin, Frau Jeschke, fehlt ganz. Auch wird Lippels Rolle in seinem Passauer Alltag aufgepeppt. Das wirkt moderner, aber auch an gängigen amerikanischen Vorbildern orientiert: Auch Lippel wehrt sich irgendwann gegen einen Angreifer in der Schule und sorgt dafür, dass sein Vater nicht an die falsche Frau gerät.

    Der junge Karl Alexander Seidel spielt die Titelrolle einfach hinreißend. Sein Wuschelkopf hat ziemliche Ähnlichkeit mit den Zeichnungen in Paul Maars Buch und er beherrscht eine sympathische Mischung aus Verträumtheit, Ideenreichtum und Neugierde. Wenn dieser Lippel im Morgenmantel durch die orientalische Wüste zieht und den Königskindern Arslan und Hamide beisteht, wirkt er in seinem Element. Die Abenteuer in der Wüste sind zudem visuell ansprechend gestaltet, mit einem Sandsturm und arabischen Reitern.

    So bezaubernd wie im Buch verweben sich Einzelheiten, die Lippel am Tag erlebt, in seine orientalischen Träume. Die Mäuse aus dem Biologieunterricht kommen auch in der Wüste vor, und sämtliche Hauptpersonen sind Gestalten aus seinem wirklichen Leben, nur heißen sie anders. Der ulkig-steife Konrektor, gespielt von Uwe Ochsenknecht, ist auch ein Wirt im Orient, und Lippels Vater, den Moritz Bleibtreu darstellt, erscheint dort als König wieder. Prinz Arslan und Prinzessin Hamide sind Lippels neue Schulfreunde. Und der Straßenhund Muck, den Lippel in Passau aufgelesen hat, darf auch in der Wüste mitmischen.

    Es dauert ein wenig, bis man die nicht verwandt aussehenden Darsteller Steve-Marvin Dwumah und Amrita Cheema als das marokkanische Geschwisterpaar akzeptiert. Anke Engelke gibt ihrer Frau Jakob ein frischeres Auftreten, als diese Figur im Buch hat. Und auch wenn Lippel ein wenig zu oft schlafen und kurz wieder aufwachen muss, damit die doppelte Konstruktion im Film funktioniert: Die Geschichte ist spannend, wird mit kleinen Slapstickeinlagen aufgelockert wie der mit einem Straßenschild in der Wüste, und hat einen leicht altmodischen Charme.

    Fazit: Gelungene Verfilmung des gleichnamigen Buchs, die den Charme der Vorlage wiedergibt und über einen pfiffigen Hauptdarsteller verfügt.
  • In der stimmigen Neuverfilmung von Paul Maars Jugendbuch spielt Regisseur Lars Büchel gekonnt mit Zeit und Raum und singt ein Loblied auf die Kraft der Fantasie.

    Was macht man, wenn der geliebte Papa beruflich weg muss, und dafür eine fiese Haushälterin bei einem zu Hause einzieht? Ganz einfach, man träumt sich weg. Wie der kleine Philipp (Karl Alexander Seidel), genannt Lippel, Held von “Lippels Traum”, Lars Büchels (“Erbsen auf halb 6″) Neuverfilmung des gleichnamigen Jugendbuchklassikers von Paul Maar, das Karl-Heinz Käfer 1990 erstmals adaptierte. Der erfolgsverwöhnte Maar (“Das Sams”) war mit dieser Bearbeitung wenig zufrieden und froh, gemeinsam mit Ulrich Limmer nun eine neue, etwas modernere und leicht veränderte Drehbuchfassung erstellen zu dürfen.

    Im Kern bleibt die Geschichte jedoch gleich: Starkoch Otto Mattenheim (unterfordert: Moritz Bleibtreu) muss nach Amerika und weil sein Sohn keine Mutter mehr hat, engagiert er Frau Jakob – Anke Engelke, ansehnlicher, aber etwas schwächer als Irm Hermann in der ersten Verfilmung von 1990-, die auf seinen Sohn aufpassen soll. Doch anstatt sich um den Elfjährigen zu kümmern, setzt sie ihm zu, schikaniert ihn, wo sie nur kann. Nur gut, dass der Bub von seinem Vater als kleines Trostpflaster eine Ausgabe der Geschichten aus 1001 Nacht geschenkt bekommen hat, in das er sich sofort vertieft und in dessen märchenhafte Welt er nachts eintaucht.

    Vom steten Wechsel zwischen Zeit und Raum, auf der einen Seite der geheimnisvolle Orient – gedreht wurde im marokkanischen Quarzazate -, auf der anderen das Passau von heute, bezieht der Film seine Spannkraft. Statt sattsam bekannter digitaler Tricks viele “reale” wohlkomponierte Bilder (Kamera: Jana Marsik). Ob verwinkelte deutsche Gassen mit ihren mittelalterlichen Häusern, ob brodelnder Basar oder die Weite der Wüste, hier gibt’s viel zu schauen – nicht zuletzt dank der stimmigen Ausstattung und der farbenfrohen Kostüme. Das macht auf optischer Ebene den Reiz dieses ungewöhnlichen Abenteuers aus.

    Dann ist da noch die Handlung. Das federleichte Spiel mit der Fantasie. Wo der Vater im Traum zum Sultan wird, die Haushälterin zu dessen intriganter Schwester. Nicht weniger als eine Palastrevolution vereiteln Lippel und seine Klassenkameraden Hamide (Amrita Cheema) und Arslan (Steve-Marvin Dwumah), in der Parallelwelt Kinder des Herrschers aus dem Morgenland. Der kleine Held lernt sich zu wehren, mit Hilfe des Straßenköters Muck – eine Referenz an Maars “Herr Bello” vielleicht -, in “Star Wars”-Manier mit einer Taschenlampe und vor allem mit Köpfchen. Die Tage mit der Haut am Kakao, der ungeliebten Tomaten und des tyrannischen Sohns vom verschlagenen Korektor (Uwe Ochsenknecht) sind vorbei – und der Papa erkennt endlich, dass Serafina (Christiane Paul) mehr ist als nur eine gute Arbeitskraft. Zauberhaft dieser Kinderfilm, in dem auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. geh.

Darsteller und Crew

News und Stories

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