Leroy (2007)

Leroy Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Leroy: Coole Berliner Komödie für Jugendliche, die locker und politisch unkorrekt auch ernste Themen wie Neonazismus einbindet.

Leroy (Alain Morel) ist ein ganz normaler 17-jähriger Berliner Schüler: kultiviert, manierlich, wohlerzogen – und schwarz. Statt Hip-Hop stehen bei ihm Cello-Spiel und Kunstausstellungen auf dem Programm. Das einzig Coole an ihm ist seine ausladende Afro-Frisur. Obwohl er sich dem anderen Geschlecht gegenüber ungeschickt und linkisch verhält, entdeckt ihn die süße Eva (Anna Hausburg) – beide verlieben sich heftig ineinander. Damit fängt der Ärger an: Evas Familie ist rechtsradikal und ihre fünf tumben Brüder verprügeln am liebsten Farbige.

In der vom ZDF produzierten Teenkomödie mit durchaus ernsten Hintergrund und politischen Untertönen greift Armin Völckers mit entschiedener Lockerheit Themen wie Rassismus, Gewalt und deutsche Schuldkomplexe auf – ein leichtfüßiges Black-Power-Revival.

Der Berliner Leroy ist 17, spielt Cello und ist Afro-Deutscher. Keiner hat ein Problem damit. Doch als er sich in die süße Eva verliebt, finden das deren kahlköpfige Brüder gar nicht gut und wollen sie zwingen, ihren “Nigger”-Freund los zu werden. Doch Kämpfernatur Leroy lässt sich das natürlich nicht gefallen.

Leroy ist 17, lebt im Berlin von heute, spielt Cello und ist Deutscher. Und er ist schwarz. Kein Problem. Doch dann verguckt sich Leroy in Eva. Wären da nicht Evas kahlköpfige Brüder, die aus ihrer rechtsradikalen Gesinnung keinen Hehl machen und ihrer Schwester dringend raten, den “Nigger” fallen zu lassen. Die beiden Verliebten denken aber gar nicht daran, ihre Romanze aufzugeben. Als es zu einer Schlägerei kommt, bei der Eva schwer verletzt wird, scheinen die bösen Mächte zu obsiegen. Doch so leicht lässt sich Leroy nicht ins Abseits stellen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Locker, leicht und politisch unkorrekt bindet Regiedebütant Armin Völckers brisante Themen wie Ausländerhass und Neonazismus in seine coole Berliner Komödie ein.

    Dass man schwergewichtigen Themenkreisen wie Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit auch auf sehr lockere und humorvolle Weise beikommen kann, ohne die Situation zu verharmlosen, das beweist der mindestens so amüsante wie intelligente Jugendfilm “Leroy”. Er stammt aus der Feder des Regienovizen Armin Völckers, der zunächst als bildender Künstler arbeitete und dann ins Drehbuchfach wechselte. Sein erster Langfilm basiert auf seinem ersten Kurzfilm “Leroy räumt auf”, wo er bereits seine Hauptfigur vorstellen konnte. Dieser Leroy (ein Naturtalent: Newcomer Alain Morel) ist 17, lebt im Berlin von heute, spielt Cello und ist Deutscher. Einziger Unterschied zu seinen Mitschülern: er ist schwarz. Was für ihn und die meisten seiner Freunde weiter kein Problem darstellt. Doch dann verguckt sich Leroy in Eva (sehr süß, sinnlich und sexy: Anna Hausburg) und sie sich in ihn. Die beiden verstehen sich prima, wären da nicht Evas kahlköpfige Brüder, die aus ihrer rechtsradikalen Gesinnung keinen Hehl machen und ihrer Schwester dringend raten, den “Nigger” fallen zu lassen und sich gefälligst einen standesgemäßen Freund zu suchen. Die beiden Verliebten denken aber gar nicht daran, ihre Romanze aufzugeben und versuchen, über alle Vorurteilsschranken hinweg ihr Leben weiterzuleben. Als es jedoch zu einer Schlägerei kommt, bei der ausgerechnet Eva schwer verletzt wird, scheinen die bösen Mächte ein weiteres Mal zu obsiegen. Doch so leicht lässt sich eine Kämpfernatur wie Leroy nicht ins Abseits stellen.

    Drastische Überzeichnungen, wohin man schaut. So hören Evas Brüder auf die altdeutschen Namen Horst, Siegfried oder Wotan und werden als hirnlose Schläger porträtiert. Auf der anderen Seite Schöngeist Leroy, dessen Vater (der einstige Fassbinder-Star Günther Kaufmann als herzensguter Chaot) Spezialist für sinnlose Erfindungen ist, und zu dessen besten Freunden der Halbgrieche Dimitrios und der Palästinenser Achmed zählen. Dazwischen wird munter über Hautfarben und nationale Identität philosophiert sowie die Frage diskutiert, warum die Deutschen ein Problem damit haben, das Wort Jude auszusprechen. Frech, manchmal ein wenig naiv und möglichst politisch unkorrekt – so präsentiert sich diese coole und erfrischend andersartige Komödie, die gleichzeitig als nicht ganz ernst gemeinte Hommage an die Blaxploitation-Filme der siebziger Jahre und deren Flaggschiff “Shaft” durchgeht, was sich in Leroys Afrofrisur, einem Videotheken-Besuch bei seinen schwarzen Brüdern und ganz besonders im funkigen Soundtrack niederschlägt. Der wird dominiert von deutschen HipHop-Größen wie Afrob, Curse, Harris und Clueso, die maßgeblichen Anteil am Gelingen dieses Mix aus Love Story, Porträt eines Außenseiters, der gar keiner ist, und “schwarzer” Komödie haben. Da verzeiht man “Leroy” und seinem Regisseur sogar das Ende, das ein wenig zu übertrieben positiv, optimistisch und somit leider sehr unrealistisch ausgefallen ist. lasso.

Darsteller und Crew

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