Legenden der Leidenschaft (1994)

Originaltitel: Legends of the Fall
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Filmhandlung und Hintergrund

Der pensionierte Kavallerie-Offizier Ludlow hat sich Anfangs des 20. Jahrhunderts mit seinen drei Söhnen ins ländliche Montana zurückgezogen. Samuel kehrt 1913 nach Abschluß der Schulausbildung mit seiner Verlobten Susannah an den heimischen Herd zurück. Als Samuel im ersten Weltkrieg fällt, buhlen die beiden verbliebenen Brüder, der zuverlässige Alfred und der draufgängerische Tristan, um Susannah.

Colonel Ludlow hat sich mit seinen drei ungleichen Söhnen auf eine Ranch in Montana zurückgezogen. Samuel, sein Jüngster, kehrt nach Abschluß des Studiums mit seiner Verlobten Suzannah nach Hause zurück. Gegen den Willen seines Vaters ziehen alle drei Brüder an die Front des I. Weltkriegs, wo Samuel sein Leben läßt. Nach ihrer Rückkehr aus Europa buhlen sowohl der zuverlässige Alfred als auch der draufgängerische Tristan um die Gunst von Suzannah.

Ed Zwicks imposantes Abenteuerepos verdankt unter anderem der großartigen Besetzung (Brad Pitt, Anthony Hopkins) seinen Publikumserfolg.

Auf DVD & Blu-ray (2)

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Kritikerrezensionen

  • Das längst an Fernsehvierteiler verloren geglaubte Genre des Abenteuerepos feiert eine imposante Leinwand-Wiederauferstehung in Ed Zwicks leidenschaftlicher, malerischer und überwältigender Adaption von Jim Harrisons Roman über Leben, Lieben und Leiden dreier Brüder in der Wildnis von Montana. Über Bärenjagden, Kriege, Weltreisen, Tod, Geburt, Wahnsinn, Rache, Verderben und an jeder Wegbiegung lauernde Tragödien aller Art führt seine bis zum Bersten gefüllte, dunkle Ballade durch die Jahrzehnte mit der ursprünglichen, kathartischen Wucht eines Monumentalfilms der 50er Jahre. Wie schon in “Glory” macht Zwick keine halben Sachen: Pathos, Sentiment und ein Hang zu indianischer Krieger- und Männermystik sind seine ständigen Wegbegleiter und erheben “Legenden der Leidenschaft” zu einer Art überdimensionaler Ur-Seifenoper, deren sakrale Ernsthaftigkeit die Sinne gleichermaßen anregt und betäubt. Ganz nebenher macht er Brad Pitt endgültig zum Star. Wie ein junger Robert Redford wirft er sich mit faszinierendem Charisma in die Rolle des unbezähmbaren Wildfangs Tristan Ludlow, dem traurigen Helden der Geschichte. Gleich Jack Nicholson in “Wolf”, einer weiteren Harrison-Verfilmung, hadert er mit den Verlockungen und unerträglichen Lasten des Tieres im Manne. In seinem Fall ist es ein Bär, der das Blut in seinem rastlosen Jägerherzen zum Überkochen bringt. Wenn der Bär schläft, sehnt sich der nur nach außen rauhe junge Mann nach Geborgenheit und Familie. Wenn er erwacht, bricht die Hölle los. Mit seinen Brüdern, dem zuverlässigen Alfred (Aidan Quinn) und dem fragilen, idealistischen Samuel (ein erwachsener “E.T.”-Star Henry Thomas), wächst Tristan auf einer Farm in Montana auf. Anthony Hopkins überwacht die Geschicke seiner Söhne als des Krieges überdrüssiger US-Colonel und gutherziger Patriarch. Als Samuel seine Verlobte Suzannah (Neuentdeckung Julia Ormond) vorstellt, nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn es ist nur zu deutlich, daß auch die beiden anderen Brüder ihr Herz an die bildschöne, intelligente Frau verloren haben. Samuel zieht gegen den Willen des Vaters in den 1. Weltkrieg. Obwohl ihm Tristan und Alfred folgen, können sie seinen Tod im deutschen Sperrfeuer nicht verhindern. Monate später kehrt Tristan nach Hause zurück, wo ihn die Liebe Suzannahs tröstet. Doch der Schmerz über den Verlust des Bruders treibt den Abenteurer hinaus in die Weite der Welt – und Suzannah in die Arme des geduldigen Alfred. Der Vater zerreißt das Band mit dem Sohn, aber das ist der Anfang des Untergangs der Familie. Es ist leicht zu verstehen, warum ein filmischer Drahtseilakt wie “Legenden der Leidenschaft” ein großes Publikum mitreißt: Die ebenso melodramatisch wie durchdacht aufgearbeitete Geschichte erinnert in ihrer epischen Breite an große Familiendramen wie “Giganten” und weckt mit ihrer Zelebrierung des urspünglichen Lebens in der Wildnis Erinnerungen an “Der mit dem Wolf tanzt” und “Der letzte Mohikaner”. John Tolls makellose Kameraarbeit unterstreicht diesen Effekt. Auch in Deutschland sollte mit diesem hochgradig unterhaltsamen Film ein weibliches und männliches Publikum gleichermaßen angesprochen werden, wobei die Universalität seiner Themen und die große Besetzung den Ausschlag zum Erfolg geben sollten. ts.

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