Leben nach dem Tod in Denver (1995)

Originaltitel: Things to Do in Denver When You're Dead
Leben nach dem Tod in Denver Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Leben nach dem Tod in Denver: Die gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer schönen Romanze heben Gary Fleders Regiedebüt weit über den Rahmen durchschnittlicher Thrillerware hinaus.

Eigentlich wollte der frischverliebte Gentleman-Gangster Jimmy, Branchenname: The Saint, seine Vergangenheit hinter sich lassen. Doch sein fieser Boss hat ihn in der Hand und zwingt ihn zu einem letzten Deal: Jimmy mobilisiert vier alte Kumpels, doch die vermasseln den Auftrag. Vom Boss zum Abschuß freigegeben, bleiben Jimmy gerade einmal 48 Stunden, sich und seine Freunde in Sicherheit zu bringen.

Vom Gangsterleben hat Jimmy “The Saint” Tosnia genug. Mit einem ausgefallenen Videoservice versucht er nun seinen Lebensunterhalt auf legale Art zu verdienen. Doch da zwingt sein krimineller Ex-Chef ihm einen letzten Auftrag auf. Zusammen mit einer Handvoll ehemaliger Kumpanen schreitet Jimmy zur Tat, aber die sorgfältig geplante Aktion geht völlig schief. Das verstimmt den Mafia-Boss derart, daß er einen Profi-Killer auf die Versager-Bande ansetzt.

Der frischverliebte Gentleman-Gangster Jimmy möchte die Branche wechseln, doch sein psychopathischer Boss zwingt ihn zu einem letzten Coup mit seinen alten Kumpels. Spannender Nobel-Thriller im Stil von “Die üblichen Verdächtigen”.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In seinem Regiedebüt beschreibt Gary Fleder eine deutlich von Quentin Tarantinos Filmen inspirierte Geschichte. Viel von der Story kommt aus "Reservoir Dogs" und die Bildästhetik aus "Pulp Fiction". Das macht er zwar nicht so gut, dass er wirklich mit jemandem wie Tarantino konkurrieren könnte, jedoch hat sein Film seinen Reiz. Teilweise ist der Handlungsverlauf etwas grobkörnig, jedoch fasziniert er durch seine Haltung zu Leben und Tod. Dass der Film weit über dem Durchschnitt liegt, verdankt er jedoch auch seiner Besetzung, angeführt von einem brillianten Andy Garcia, der als Gentlemangangster und tragischer Held voll zur Geltung kommen darf.

    Steve Buscemi ist die Idealbesetzung des neurotischen Meisterkillers, Treat Williams gibt als psychopathischer Ex-Häftling die wohl beste Darstellung seiner Karriere und in einem kleinen Cameo sieht man Josh Charles, der in einer einzigen Szene beweist, wie zynisch er doch spielen kann. Dem entgegengesetzt vermindern einige Darsteller jedoch die Wirkung des Films.

    Christopher Walken, der als Oldie mit grauen Haaren bis über die Schultern im Rollstuhl sitzt, kann kaum etwas von seinem gewohnten Charisma verströmen, Christopher Lloyd nimmt man seine Rolle nicht ab, weil man ständig Emmett Brown aus "Zurück in die Zukunft" vor Augen hat und Gabrielle Anwar ist zwar süß wie immer, kommt jedoch schrecklich farblos daher.

    Fazit: Ein etwas grobkörniger, doch faszinierender Film, der weit über dem Durchschnitt liegt.
  • Daß Quentin Tarantinos Erfolg nicht ohne Folgen bleiben würde, war zu erwarten. Sein “Pulp Fiction” hat den Gangster-Comic-Film salonfähig gemacht. In dieser Genre-Ecke bewegt sich auch Gary Fleders bemerkenswerter Regie-Erstling. Mit einigen gravierenden Unterschieden allerdings. Zwar tragen die Mitglieder seiner Denver-Gang durchaus comichaft-stilisierte Züge, doch bleibt Fleder in seiner Figurenzeichnung sehr viel “realistischer”, karikiert nicht durch Überzeichnung wie Tarantino, läßt seinen subtilen Humor dem Zuschauer nicht wie einen Preßlufthammer in die Magengrube fahren. Vor allem aber steht im Mittelpunkt der Handlung “Jimmy the Saint” (Andy Garcia) als wahrlich edler Gauner. Er macht seinem Namen alle Ehre, ist kultiviert, gebildet und stets bestrebt, Gutes zu tun. Eigentlich hat er das Gangsterleben hinter sich gelassen, versucht sich mit einem “Afterlife Advice”-Videoservice als seriöser Geschäftsmann und verliebt sich in Dagney (Gabrielle Anwar), die Frau seines Lebens. Doch leider hat ihn sein böser früherer Boß (grandios fies: Christopher Walken) am Wickel und zwingt ihn zu einem letzten Auftrag. Jimmy mobilisiert seine alten Freunde, vier mehr oder minder psychotische Ex-Gangies, die auf unterschiedlich skurrile Arten ihr Leben fristen. Doch das alte Team funktioniert nicht mehr, einzig Jimmy fungiert als Verbindungsglied zwischen den auseinanderdriftenden früheren Bundesgenossen. Also vermasseln sie den Auftrag und werden vom Big Boss zum Abschuß freigegeben. 48 Stunden bleiben Jimmy the Saint, sich und seine Jungs in Sicherheit zu bringen. Er versucht alles, um seine Freunde zu retten und seine Liebe nicht zu verlieren. Ein Wettlauf mit der Zeit, den er nicht gewinnen kann, denn gnadenlos nimmt der Hitman des Bosses seine Arbeit auf. Doch Jimmy verschafft sich einen ganz eigenen Abgang und hinterläßt ein ungewöhnliches Testament. Eine besonders gelungene Mischung aus guten Actionszenen, stimmigen Dialogen und einer unglaublich schönen Romanze heben “Things to Do in Denver…” weit über den Rahmen der üblichen Thriller-Ware hinaus. Seine Wirkung verdankt der Film in allererster Linie einem exzellenten Andy Garcia, auf dessen verhalten-intensive Darstellung von wahren Gefühlen in einer schlechten Welt man sich nur allzu gerne einläßt. Auch Gabrielle Anwar überzeugt an seiner Seite in einer eher kleinen Rolle, ebenso die durchweg hervorragende Gang-Crew. Erfrischende Bilder liefert der “unverbrauchte” Drehort Denver, und in den kurzen Ausblicken ins Leben der vier Gauner steckt viel Witz und Liebe zum Detail. Dabei scheint Gary Fleder zwar bisweilen zu sehr bemüht, alles “richtig” zu machen. Doch das ist ein Fehler, den man einem Erstling nur zu gern verzeiht. boe.

Darsteller und Crew

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