Lamento (2013)

Lamento Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Lamento: Intensives Drama um eine Frau, die erst spät um ihre Tochter, die sich das Leben genommen hat, trauern kann.

Magdalena ist wie versteinert nach dem Selbstmord ihrer erwachsenen Tochter Sara. Schuldgefühle, Trauer verdrängt sie und quält sich durch den Alltag. Erst als nach einem halben Jahr nach dem Tod von Sara deren Freund bei ihr auftaucht, beginnt sie, Gefühle zu zu lassen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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    Der Selbstmord ihrer Tochter Sara reißt auch die Mutter Magdalena mitten aus dem Leben. Sie kann es nicht begreifen, nicht vergessen und vor allem nicht verzeihen. Sich selbst nicht und auch anderen nicht. Verzweifelt versucht Magdalena dennoch, ihren Alltag zu meistern. Doch sie ist wie gefangen in ihrer Trauer. Jeder in ihrer Umgebung will ihr helfen. Aber Magdalena will keine Hilfe. Und hüllt sich immer mehr ein in einen Kokon der Traurigkeit. LAMENTO ist das beeindruckende Spielfilmdebüt des schwedischen Regisseurs Jöns Jönsson, der an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam studiert hat. In der Hauptrolle glänzt die bekannte schwedische Schauspielerin Gunilla Röör, deren Spiel Zerbrechlichkeit und Fragilität erkennen lässt, gleichzeitig aber auch Entschlossenheit und Trotz. Alle anderen Figuren um sie herum sind treffend besetzt und wirken wie Spiegelbilder ihres Schmerzes. Die exzellente ruhige Kamera folgt Magdalena, mal aus der Distanz, mal qualvoll nah. Und immer findet Jönsson die richtigen Bilder für die richtige Stimmung, verzichtet an vielen Stellen auf Dialoge, konzentriert sich auf Blicke, Gesten, die Atmosphäre der jeweiligen Handlungsräume. LAMENTO ist ein bewegender Film über Trauer und das Loslassen danach. Ein erstaunlich starkes Debüt.

    Jurybegründung:

    Es ist erst ein halbes Jahr her, dass Magdalenas Tochter Sara sich das Leben genommen hat und noch immer ist die Mutter wie paralysiert. Sie hat sich in einem emotionalen Panzer zurückgezogen um sich mit ihren Gefühlen, vor allem den Schuldgefühlen, nicht auseinandersetzen zu müssen. Bis eines Tages Saras Exfreund vorbei kommt und Magdalena langsam beginnt, sich der Trauer und dem Abschied zu stellen.
    Es ist kaum zu glauben, dass dieser intensive Spielfilm ein Debüt sein soll. LAMENTO ragt weit über das übliche Können hinaus, das bei Erstlingswerken erreicht wird. Die Schauspielerführung ist in jeder einzelnen Szene sicher, sei es bei der Inszenierung der einsamen Mutter, im Zusammenspiel mit den Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld oder auch bei Szenen in der Öffentlichkeit. Die Kamera ist stets nah dran, die Blickwinkel sorgfältig gewählt, die Kamerafahrten unaufdringlich und äußerst präzise. Die Lichtführung ist tadellos, der vollkommene Verzicht auf einen Score verdeutlicht, auf welch hohem Niveau es dem Regisseur Jöns Jönssen gelungen ist, Stimmungen und Emotionen ganz ohne zusätzlichen Klangteppich zu erzeugen.
    Neben der tadellosen handwerklichen Umsetzung ist auch das gewählte Thema beeindruckend. Sich als junger Mensch mit den inneren Problemen einer (Groß-)Mutter so gekonnt auseinander zu setzen, spricht für tiefes Einfühlungsvermögen und echtes Interesse am Thema.
    Jönssen liefert ein vielschichtiges, den Zuschauer forderndes und bereicherndes Drama ab, das die begründete Hoffnung auf weitere beeindruckende Werke schürt.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Mit dem hochgelobten und u.a. mit dem First Step Award prämierten intensiven und berührenden Drama über Trauer gibt der Absolvent der Berliner Filmhochschule Konrad Wolf Jöns Jönsson ein erstaunlich reifes Debüt. Er demonstriert Gespür für Atmosphäre und Schauspielführung. Hauptdarstellerin Gunilla Röör glänzt mit einer vielschichtigen Performance. Statt auf Dialoge setzt das Drama auf Blicke und Gesten.

Darsteller und Crew

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