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L' auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr (2002) Film merken

Originaltitel: L' auberge espagnole
L' auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr Poster
 

Videos und Bilder

Filmhandlung und Hintergrund

L' auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr: Sympathische Studentenkomödie über eine gesamteuropäische Wohngemeinschaft in Barcelona.

Trotz allerlei Bedenken seiner Freundin Martine (Audrey “Amelie” Tautou) beschließt der französische Student Xavier (Romain Duris) ein Auslandssemester in Barcelona einzulegen. Nachdem es in einer komplett aus Exilparisern rekrutierten WG zu Reibereien kam, findet Xavier Unterschlupf in einer multinational bunt gemischten Wohngemeinschaft mit der Engländerin Wendy, der Spanierin Soledad, der Belgierin Isabelle, dem Däne Lars, dem Italiener Alessandro und dem Deutschen Tobias (Barnaby Metschurat aus “Anatomie 2”).

Willkommen in der Europäischen Wohngemeinschaft! Satte drei Millionen zahlende Kinobesucher fand diese ebenso charmante wie pointierte mediterrane Studentenkomödie im Herkunftsland Frankreich.

Der junge Pariser Xavier reist nach Barcelona, wo er dank eines Stipendiums sein letztes Studienjahr verbringen will. Nachdem er dort von seinen sechs neuen Mitbewohnern aus allen Ecken Europas einem Eignungstest unterzogen worden ist, wird er in die multinationale Wohngemeinschaft aufgenommen.

Unter heißen Treueschwüren verabschiedet sich der zugeknöpfte Xavier von seiner Pariser Freundin, um ein Jahr in Barcelona zu studieren. Nach dem Einzug in eine multinationale WG stehen statt Büffeln, Beziehung und Beruf schon bald Partys, Pennen und pure Lebenslust ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Als ihm die lesbische Mitbewohnerin auch noch beste Verführungskniffe beibringt, steht einer heißen Affäre mit der verheirateten Anne-Sophie nichts mehr im Wege – und das Bild der ehedem heiß geliebten Martine verblasst zusehends.

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Kritikerrezensionen

  • Eine ausgesprochen unpolitische europäische Gemeinschaft ist Thema von Cédric Klapischs sympathischer, mediterraner Studentenkomödie, die im französischen Nachbarland bereits mehr als drei Millionen Zuschauer in die Kinos lockte. Mit “Amélie”-Star Audrey Tautou und “Anatomie 2″-Darsteller Barnaby Metschurat agiert ein spielfreudiges junges internationales Ensemble unter Klapischs leichter Federführung in einer spanisch-italienisch-britisch-dänisch-belgisch-deutsch-französischen Zweck-WG in Barcelona und beweist, dass sich zumindest sprachliche Barrieren in der europäischen Familie unbürokratisch lösen lassen.

    Nach ähnlichem Muster, nach dem bereits sein bislang größter Erfolg “Und jeder sucht sein Kätzchen” 1996 ausgezeichnet funktionierte, erdachte Cédric Klapisch mit einer bunt gemischten Zweckgemeinschaft ein unverbindliches Aufeinandertreffen unterschiedlicher Personen, deren Beziehungen in diesem Fall zwar weitgehend oberflächlich und deren Charaktere oft stereotyp bleiben, aber damit eine unbeschwert sommerliche Haltung vermitteln, wie sie der gemeine Student bei einem Semester in Spaniens hier in hinreißendes Licht getauchter Metropole an den Tag legen mag.

    Im mitteleuropäischen Zentrum der Geschichte steht der seriöse Xavier (Roman Duris), Pariser Student im Fachbereich Ökonomie, Ende 20, der von Klapisch in einer ironisch-amüsanten und clever mit Split-Screens visualisierten Exposition durch die undurchschaubare Welt der Bürokratie und das höchst komplizierte Aufnahmeverfahren eines Studenten-Austauschprogramm gelotst wird. Nach tränenreichem Abschied von Dauerfreundin Martine (Audrey Tautou hier erstaunlich unsympathisch) erwartet Xavier ein eigentlich nicht weniger umfangreiches und EU-Beitrittsverfahren ähnliches Szenario, als er an die Tür einer gesamteuropäischen Studenten-WG in Barcelona klopft. Nachdem er alle, insbesondere von dem gewissenhaften deutschen Studenten Tobias (Barnaby Metschurat) vorgebrachten Eignungstests bestanden hat, erwartet den Franzosen das echte Studentenleben: Sommer, Sonne, Partys, Kiffen und, ach ja, Studieren in einer stets streitlustigen europäischen Familie, die sich in der beinahe reibungslos funktionierenden Zweckgemeinschaft ergänzt und auf die Nerven geht. Einmal von der mediterranen Sonne aufgetaut, lässt sich der sonst so kühle Kopf Xavier zunächst von seiner lesbischen belgischen Wohngenossin Verführungstricks (Cecile Defrance) beibringen, um sie an einer einsamen, verheirateten Bekannten (Judith Godrèche) zu testen und verstört Martine bei ihrem Besuch mit seiner neu erweckten Kreativität so sehr, dass sie kurz darauf ihre Beziehung telefonisch für beendet erklärt. Irgendwann kommt es dann noch zu einem kleinen Streit mit dem taktlosen Bruder (Kevin Bishop) der britischen Mitbewohnerin (Kelly Reilly), mit Hilfe dessen Klapisch augenzwinkernd tief in die kulturelle Vorurteilsschublade greift und in diesen Momenten politischer Unkorrektheit besser ist als in den romantisch gemeinten.

    Die Leichtigkeit des entspannt-heiteren Kulturaustauschs gefällt ansonsten mit seinem fröhlichen Wechsel zwischen Französisch, Englisch und bruchstückhaftem Spanisch und erinnert zeitweise eher an eine leicht verdauliche Lieferung aus der Pizzeria “Lammbock”, als an die Kunstfertigkeit und Dichte von Klapischs Vorgängern “Und jeder sucht sein Kätzchen” oder “Un Air de Famille” und bleibt als charmante Beweisführung dafür zurück, wie sich in der idealen europäischen Gemeinschaft ein jeder nach seiner Fasson frei entfalten und von gegenseitiger Inspiration beflügeln lassen kann. cm.

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