Krieg der Knöpfe (2011)

Originaltitel: La nouvelle guerre des boutons
Krieg der Knöpfe Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Krieg der Knöpfe: Neuverfilmung des Jugendbuchklassikers von Louis Pergaud über zwei rivalisierende Kinderbanden unter der Regie von Christophe Barratier ("Die Kinder des Monsieur Mathieu").

Frankreich im Jahr 1944: Zwischen den Bewohnern zweier Dörfer herrscht seit jeher Feindschaft, die sich auch auf die Kinder überträgt. Da werden zwei Jungs von der gegnerischen Gruppe als Schlappschwänze verhöhnt und die rächen sich mit ihrer Clique. Einzige Ablenkung ist ein Mädchen aus Paris, das bei ihrer Tante wohnt. Als sich herausstellt, dass sie Jüdin und in großer Gefahr durch einen Denunzianten ist, vergessen die Kids den Konflikt und helfen tatkräftig bei ihrer Rettung.

Die Feindschaft der Bürger in einer französischen Kleinstadt überträgt sich auf die Kinder, die in Banden gegeneinander kämpfen. Neuverfilmung des Jugendbuchklassikers von Louis Pergaud über zwei rivalisierende Kinderbanden.

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Kritikerrezensionen

  • Der Jugendbuch-Klassiker "Der Krieg der Knöpfe" vom französischen Autor Louis Pergaud, der in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert, hat bis heute nicht an Popularität verloren. Das ist nicht weiter erstaunlich, schließlich lassen Bandenkriege und Abenteuer noch immer die Herzen von Kindern höher schlagen, seien es die "Wilden Kerle" oder die "Vorstadtkrokodile", die bei ihren Gefechten angefeuert werden.

    Der Roman beschreibt die Kindheit des Autors im Jahr 1893. Die Entscheidung, die Handlungs inmitten die Wirren des Zweiten Weltkrieges zu legen, macht für den zweiten Handlungsstrang um Violette Sinn. Doch leider wird im Verlauf des Filmes nicht konsequent genug herausgearbeitet, was die Verknüpfung der Ereignisse, für die Protagonisten bedeutet. Stellt man unverfänglichen Bandenkriegen tatsächliches Kriegsgeschehen entgegen, suggeriert man, dass die weltpolitischen Ereignisse überhaupt erst dazu geführt haben, dass sich die Jungen mit Taktik, Rüstungen und Erbeuteten beschäftigen. Sicherlich ist die Behauptung, dass das eine das andere bedingt hat, zu einfach. Dennoch kann ein Weltkrieg an einem kleinen französischen Dorf nicht spurlos vorbeiziehen. Die Maschinerie der Nazis ist in diesem Film erstaunlich zahm und auch wenn es sich um einen Kinderfilm handelt, wirkt die Konsequenzlosigkeit der Ereignisse verharmlosend. Das kann nicht das Ziel des Filmes sein.

    Stellt man die Diskussion über die Moral des Filmes hintenan, vermag es "Krieg der Knöpfe" mit bildgewaltigen Landschaftsaufnahmen, tragendem Soundtrack und talentierten Kinderdarstellern zu überzeugen. Vor allem Jean Texier als Lebrac ist eine angenehme Überraschung. Der Fünfzehnjährige lässt sich von Schauspielschwergewichten wie Guillaume Canet und Laetitia Casta nicht einschüchtern und spielt die Rolle des rebellischen Anführers mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit.

    Die verlorene Liebe zwischen Simone (Casta) und Paul (Canet), die im Untergrund agierenden Aufständischen und das Machtspiel zwischen den Nazis und dem Dorflehrer vermitteln eine Ahnung vom Dorfleben und sorgen für ernsthafte aber auch erheiternde Episoden. Wenn der kleine Gibus von einem Betrunkenen für seinen gefallenen Kameraden aus Indochina gehalten wird und zum nächtlichen Saufgelage eingeladen wird, ist das ganz großes Kino.

    Letztendlich ist "Der Krieg der Knöpfe" eine gelungene Umsetzung des Romans. Der Film kommt zwar altbacken herüber, kann aber letztendlich als zeitlose Erzählung über das Erwachsenenwerden überzeugen.

    Fazit: "Der Krieg der Knöpfe" ist ein zeitloser Kinderfilm über zwei verfeindete Kinderbanden, die sich 1944 in Südfrankreich den Krieg erklären.
  • Im Zweiten Weltkrieg angesiedelte Herz erfrischende Neuverfilmung von Yves Roberts legendärem Klassiker aus dem Jahre 1962.

    Als die Rechte am 1912 von Louis Pergaud erschienenen Buch vor zwei Jahren frei wurden, gab es um die Neuverfilmung einen Wettlauf zwischen zwei Produktionen, Produzent Thomas Langmann und Christophe Barratier auf der einen und Marc du Pontavice und Yann Samuell auf der anderen Seite wollten den Erfolg des schwarz-weiß Klassikers wiederholen und starteten nur mit einer Woche Unterschied im Kino. Das Ergebnis war ausgewogen: Barratiers Film sahen 1,5 Mio Zuschauer, Yann Samuells Neu-Adaption 1,4 Mio. In die deutschen Kinos schaffte es nur Barratiers im Frankreich des Jahres 1944 angesiedelte Mischung aus Kinderfilm und Kriegsdrama.

    Zwischen den Bewohnern der Dörfer Velrans und Longueverne herrscht seit jeher traditionelle Feindschaft, die sich auch auf die Kinder überträgt. Da werden zwei Jungs aus Longueverne von der gegnerischen Gruppe als Schlappschwänze verhöhnt und die rächen sich mit ihrer Clique, die Auseinandersetzung eskaliert. Unter ihrem Anführer Lebrac schmiedet die Bande Rachepläne, die darin gipfeln, den Gegnern aus Velrans Hemd- und Hosenknöpfe – und damit die Ehre – abzuschneiden. Einzige Ablenkung ist ein schönes Mädchen aus Paris, das bei ihrer Tante wohnt. Als sich herausstellt, dass sie Jüdin und in großer Gefahr durch einen Denunzianten ist, vergessen die Kids den Konflikt und helfen gemeinsam tatkräftig bei der Rettung.

    Durch die Verschiebung in die Kriegszeit bekommt der Film eine neue Dynamik und eine neue politische Ebene, ohne die Grundgeschichte zweier rivalisierender Kinderbanden aufzugeben. Atmosphärisch dicht und mit wunderbaren jungen und erwachsenen Darstellern zeichnet der Film unbeschwerte Kindheit, zarte ersten Gefühlen, Verrat und Solidarität, lässt die Gefahr durch die deutsche Besatzung ahnen. Mit großer Warmherzigkeit wie in “Die Kinder des Monsieur Mathieu” und Sympathie für die jungen Protagonisten verbindet Barratier großen Schauwert, harte Wirklichkeit und kindliche Heiterkeit, punktet zusätzlich mit Stars wie Kad Merad und Laetitia Casta. mk.

Darsteller und Crew

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