Knockaround Guys (2001)

Knockaround Guys Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Knockaround Guys: Clevere Veriation klassischer Gangsterfilme, in der vier Nachwuchsgangster in die Fußstapfen ihrer Väter treten und endlich ans große Geld wollen.

Vier Nachwuchsgangster träumen davon, in die Fußstapfen ihrer alten Herren zu treten. Eine Gelegenheit bietet sich, als eine halbe Million Dollar aus einem Provinznest nach Brooklyn geschafft werden soll. Eine Aufgabe, die Marbles mit seinem Sportflugzeug übernimmt. Alles geht glatt, bis er in Montana zum Nachtanken zwischenlanden muss und das Geld verschwindet.

Eigentlich wollte Matty gar nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch weil sich niemand traut, dem Sohn des Paten von Brooklyn einen normalen Job zu geben, zieht Matty schließlich mit seinen drei besten Freunden aus, für Vati ein Geldgeschäft im fernen Mittelwesten abzuwickeln. Dort, in der öden Dorfprovinz, entwickeln sich die Dinge dank zweier diebischer Kiffbrüder und eines ebenso neugierigen wie skrupellosen Dorfsheriffs komplizierter als erwartet. Matty, der alles will, nur nicht versagen, muss über sich selbst hinaus wachsen.

Vier New Yorker Nachwuchsmobster wollen in der Provinz ein eigentlich unkompliziertes Geldgeschäft abwickeln, doch haben zwei vertrottelte Diebe und ein mieser Dorfsheriff etwas dagegen. Jungstar-gespickter Gangsterthriller von Format.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In ihrer ersten Regiearbeit versuchen sich Brian Koppelman und David Levien, bekannt geworden als Drehbuchautoren von “Rounders” (1998), an einem geradezu klassischen Gangsterfilm, der sich zugleich – wenn auch auf eher ungewöhnliche Weise – mit dem beliebten Kinothema Generationskonflikt auseinandersetzt. Recht vorhersehbar in der Story, sind es vor allem das Aufeinandertreffen zweier Schauspielergenerationen und der clevere Umgang mit den Versatzstücken des Genres, die den Reiz dieses routiniert, ohne große Überraschungen ablaufenden Mob-Capers ausmachen.

    Vorausgesetzt, das gemeinsame Merkmal aller Gangsterfilme ist die Tatsache, dass sie sich nicht besonders für das Verbrechen selbst interessieren, sondern in erster Linie von Werdegang und Psyche meist berufsmäßiger Verbrecher handeln, dann ist “Knockaround Guys” ein Paradebeispiel der Gattung. Aber – wie ein Vergleich mit schwerlich zu übertreffenden Genre-Klassikern wie “der Pate” oder “Scarface” impliziert – ohne einen besonderen Kniff ist in Zeiten, in denen aberwitziges Tempo, knallharte Action und verblüffende Spezialeffekte das Publikum vor die Leinwand locken, mit lediglich gut gemachter, konfektionierter Kinoware wenig Staat zu machen.

    Koppelman und Leviens Trumpf sind ihre aufstrebenden Jungstars, Barry Pepper (“Der Soldat James Ryan”), Vin Diesel (“The Fast and the Furious”), Andrew Davoli (“The Yards – Im Hinterhof der Macht”) und Seth Green (“Austin Powers”). Freunde von Jugend an, träumen sie davon in die Fußstapfen ihrer alten Herren zu treten. Das ist ebenso schwierig wie gefährlich, sind doch Benny Chains (Dennis Hopper) und Teddy Deserve (John Malkovich) berüchtigte Mafia-Bosse der alten Schule. Da bietet sich den frustrierten, bisher zu Laufburschen degradierten Verbrecher-Sprösslingen eines Tages die Möglichkeit, ihr kriminelles Talent unter Beweis zu stellen. Eine halbe Million Dollar soll aus dem Provinznest Spokane nach Brooklyn geschafft werden. Eine Aufgabe, die Marbles (Green) mit seinem Sportflugzeug und der Hilfe seiner Kumpels nur allzu gerne übernimmt. Alles scheint glatt zu gehen, bis er in Wibaux, Montana zum Nachtanken zwischenlanden muss. Bei diesem Stop verschwindet das Geld und von da an wird das Quartett von Freund und Feind gejagt.

    Wenig Action, viel Atmosphäre, eine Prise Humor in Form von zwei kiffenden, an Beavis und Butt-Head erinnernden Schlüsselfiguren, sorgfältige Charakter- und Milieuzeichnungen sowie tadellose Darstellerleistungen heben diese stimmige mobster-Variante aus dem Gros vergleichbarer Produktionen heraus. Dabei stehen Hopper und Malkovich für die alte Schauspielschule, während Diesel und Co. mit jugendhaftem Schwung und viel Leinwandpräsenz unbeeindruckt gegen die großen Herren anspielen. Besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang Tom Noonan, der in der Rolle des korrupten Kleinstadt-Sheriffs Decker mindestens ebenso furcheinflößend agiert wie als Serienkiller Dollarhyde in Michael Manns “Blutmond”.

    Die Geschichte, von Brian Koppelman und David Levien selbst verfasst, bietet wenig Überraschungen, wartet aber mit einer ungewöhnlichen und schwer verdaulichen Eingangssequenz auf und setzt in richtigen Abständen auf handfeste Action. Dabei läßt Vin Diesel einmal mehr seine eindrucksvollen Muskeln spielen und stellt dabei nachhaltig unter Beweis, dass er das Zeug hat, die Nachfolge von Actionhelden wie Schwarzenegger oder Stallone anzutreten – echtes Schauspieltalent inklusive. In allen technischen Bereichen ohne Makel, wird es nun an Kinowelt liegen, für diese Lawrence-Bender-Produktion ein entsprechendes Marketing-Konzept zu erarbeiten, um die nicht leicht zu ortende Zielgruppe zu erreichen. Dabei bleibt zu hoffen, dass der hiesige Verleih mehr Vertrauen in sein durchaus ansehnliches Produkt hat als die US-Verantwortlichen von New Line, die den Start von “Knockaround Guys” – nomen est omen? – seit Mitte 2000 mit schöner Regelmäßigkeit verlegen. geh.

Darsteller und Crew

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