Klassenfahrt (2002)

Klassenfahrt Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Klassenfahrt: Während einer Klassenfahrt nach Polen findet der Streit zweier Jungen um ein Mädchen ein tödliches Ende.

Eine deutsche Schulklasse unternimmt eine Klassenfahrt an die polnische Ostsee. Am Ziel, einem tristen Badeort in der Nachsaison, sind Sensationen dünn gesät, man ergeht sich in Tischtennis, Besuchen im örtlichen Tanzlokal und mehr oder weniger heimlichen Alkoholexzessen. Während einzelne erotische Annäherungen die Langeweile brechen, entwickeln auch Ronny (Steven Sperling) und Isa (Sophie Kempe) eine vorsichtige Beziehung. Da ist aber noch der Pole Marek (Bartek Blaszczyk), den die beiden in der Disco kennen gelernt haben. Als Marek ebenfalls ein Auge auf Isa wirft, wird aus spröder Freundschaft Rivalität.

Dank unverbrauchter Laiendarsteller wirkt Henner Wincklers stimmungsvolles und unprätentiöses Teenagerdrama so glänzend beobachtet, dass man sich vorübergehend in einem Dokumentarfilm wähnt.

Auf ihrer Klassenfahrt in einen langweiligen polnischen Küstenort entwickeln die Berliner Schüler Ronny und Isa zwischen Tischtennis, Tagesausflügen und Alkoholexzessen eine vorsichtige Beziehung. Als beide den Polen Marek kennen lernen, wird dieser für Ronny zum Rivalen. Der Streit um Isas Gunst endet schließlich mit einer gefährlichen Mutprobe.

Eine Berliner Klasse auf Schulausflug an die polnische Ostsee: Die mitreisende Lehrkraft überlässt den Jugendlichen weitgehend die Gestaltung des Programms. Es wird Tischtennis gespielt, Bier fließt in Strömen. Mittendrin die populäre Isa, für die sich der 16-jährige Einzelgänger Ronny zu interessieren beginnt. An ihr findet jedoch auch der polnische Teenager Marek, eine Disco-Bekanntschaft der beiden, Gefallen. Zwischen den Jungs entbrennt ein Kampf um das Mädchen, der mittels Mutproben ausgefochten wird.

Bei einer Klassenfahrt entspinnt zwischen einem deutschen Schüler und einem polnischen Jungen der Konkurrenzkampf um die Gunst eines Mädchens. Präzise beobachtetes Regiedebüt von Henner Winckler.

Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Vom Leid des Erwachsenwerdens und Mysterium erster Liebe erzählt Henner Winckler in seinem Kino-Debüt “Klassenfahrt”, das dieses Jahr im Internationalen Forum des jungen Films auf den Berliner Filmfestspielen uraufgeführt wurde. Ruhig und unaufdringlich im Ton, präzise in den Bildern, werden hier Erinnerungen an ähnlich gelagerte Filme von Lukas Moodysson (“Raus aus Amal”) und Hans-Christian Schmid (“Crazy”) wach, während der Regisseur gänzlich – und überaus wohltuend – auf Effekthaschereien und Teenfilm-Klischees verzichtet.

    Eine Berliner Klasse auf Schulausflug an die polnische Ostsee: Die mitreisende Lehrkraft überlässt den Jugendlichen weitgehend die Gestaltung des Programms. Dies hat zur Folge, dass vom Bildungsauftrag wenig zu spüren ist. Den Kids steht der Sinn vielmehr nach Vergnügen – kein einfaches Unterfangen in einem tristen Ferienort, in dem schon die Nachsaison Einzug gehalten hat. Also wird Tischtennis gespielt und das Bier fließt in Strömen, während die Tage (und Nächte) recht ereignislos vergehen. Mittendrin die populäre Isa, für die sich der 16-jährige Einzelgänger Ronny zu interessieren beginnt. An ihr findet jedoch auch der polnische Teenager Marek, eine Disco-Bekanntschaft der beiden, Gefallen. Zwischen den Jungs entbrennt ein Kampf um das Mädchen, der mittels Mutproben ausgefochten wird. Ein ums andere Mal zieht Ronny den Kürzeren, bis Marek bei einem nächtlichen Sprung vom Pier verschwindet und die Polizei zu ermitteln beginnt…

    Jugendliche als Jugendliche zu sehen und zu zeigen, scheint Henner Wincklers Anliegen bei seinem Erstling gewesen zu sein. Fern von Teenfilm-Klischees und -Plattitüden à la “American Pie” oder “Mädchen Mädchen” nähert sich der gebürtige Gießener den eher ziellos umherirrenden Helden an. Mit scharfem Blick sind dabei einige Szenen mit genauer Auflösung und vorgegebenen Dialogen realisiert, andere aber erst während der Arbeit mit den jugendlichen Laiendarstellern entwickelt worden. Winckler hat nach eigenen Angaben versucht, seiner Inszenierung durch dokumentarische Elemente etwas Unmittelbares zu geben und die Balance zu finden, zwischen Reagieren auf spontane Situationen und Beharren auf dem, was die Geschichte erzählen soll. Ganz folgerichtig ist Janne Busses vorzügliche Super-16-Kameraarbeit ganz der Geschichte untergeordnet und bebildert die Ereignisse eher als dass sie von ihr kommentiert werden. Gut ausgesucht auch das Ensemble, aus dem Sophie Kemper als Isa und Steven Sperling als ihr Verehrer Ronny herausstechen und denen es zu verdanken ist, dass man der coming-of-age-Story von Winckler und Koautor Stefan Kriekhaus mit Interesse folgt. Bleibt zu hoffen, dass dieser, unter anderem von der ZDF-Das kleine Fernsehspiel koproduzierte Teenfilm der ganz anderen, klugen und einfühlsamen Art nicht zwischen Blockbustern und Klamotten untergeht. geh.

Darsteller und Crew

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.