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Kiss or Kill (1997)

Kiss or Kill Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Kiss or Kill: Temperamentvolles australisches Roadmovie über ein wildes Pärchen auf der Flucht vor Gesetz und traumatischen Erinnerungen.

Das Kriminellenpärchen lebt von seiner Liebe und von den Männern, die Nikki anlockt und Al abzockt. Nachdem das letzte Opfer aber sein Leben ließ, flüchten die beiden ins Hinterland Australiens. Verfolgt von Cops und einem gefährlichen Kinderschänder, läßt das Duo eine blutige Spur zurück. Diese stammt aber nicht nur von den problembeladenen Twens.

Als kleines Mädchen mußte Nikki Davis mitansehen, wie ihre Mutter von einem Einbrecher bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Erwachsen geworden, raubt sie zusammen mit ihrem Freund Al bevorzugt alte Männer aus. Eines dieser Opfer stirbt in Adelaide an einer Überdosis Drogen. Bei ihm findet Nikki eine Videocassette, die den Football-Star Zipper Doyle als Päderasten zeigt. Sie nimmt diese an sich und flieht mit Al quer durch die australische Wüste. Verfolgt werden sie dabei von dem wildentschlossenen Zipper und zwei merkwürdigen Cops.

Temperamentvolles australisches Roadmovie über ein wildes Pärchen auf der Flucht vor Gesetz und traumatischen Erinnerungen.

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 11 Nominierungen und schließlich 5 Auszeichnungen vom Australian Film Institute (darunter als bester Film des Jahres) – mit diesen Referenzen wirbt “Kiss or Kill” um Zuschauer für seine Geschichte um ein kriminelles Pärchen auf der Flucht vor Vergangenheit, Cops und einem zu allem entschlossenen Päderasten. Ein vermeintlich verstaubtes Szenario, das durch unverbrauchte Hauptdarsteller, eine nicht beliebig eingesetzte, sondern bewußt die Psyche der Figuren spiegelnde Jump-Cut-Schnitt-Technik und einen subtil ironischen Ton frischer wirkt als andere, sich pompöser und gewichtiger gebende Vertreter des Genres.

    “Kiss or Kill” ist ein Roadmovie und damit ein Heimspiel für den australischen Autor und Regisseur Bill Bennett, der in diesem Genre nicht nur seinen bis dato am besten (“Outback – Flucht in die Wüste”, 1986), sondern auch am schlechtesten aufgenommenen Film (“Gestohlene Herzen”, 1995) realisierte. Nach seinem Hollywood-Flop, den auch Sandra Bullock nicht wesentlich aufwerten konnte, besinnt sich Bennett seiner Low-Budget-Wurzeln und drehte “Kiss Or Kill” als Gegenentwurf zu seinem aufgeblähten, Risiken scheuenden kalifornischen Kommerzausflug. Offen für Improvisation, Irritation und Schrulligkeit, beginnt Bennetts sechster Kinofilm mit der Traumatisierung seiner Protagonistin Nikki (Frances O’Connor), die als Kind Zeugin der grausamen Ermordung ihrer Mutter wurde. Dann der jähe Schnitt in die Gegenwart, als Nikki und ihr ähnlich Vergangenheits-belasteter Lover Al (Matt Day) mit der zuletzt bei Claude Chabrol gesehenen Verführungs-Betäubungs-Beraubungs-Masche einen Geschäftsreisenden unabsichtlich für immer ruhigstellen. Durch den Toten gelangen sie in Besitz eines Videos, das ein Sportidol, dessen Rufname (Zipper, deutsch Reißverschluß) sein skandalöses Privatvergnügen ironisch kommentiert, als Päderasten enttarnt. Verfolgt von Zipper und zwei Cops, deren zwischenmenschlicher, eheähnlicher Verbalaustausch für Humor sorgt, läßt das vermeintliche Killerduo auf dem Weg durch einsames, ödes australisches Hinterland nicht nur Staub, sondern auch mehrere Tote zurück. Geschickt spielt Bennett mit dem Rätsel um den Täter, das auch bei Nikki und Al gegenseitiges Mißtrauen sät. Vertrauen und Täuschung sind zentrale Themen dieses recht lebendig wirkenden unverkrampften Films, in dem Bennett nicht nur mit dem Genre spielt, sondern auch Motive aus “Outback – Flucht in der Wüste” (vor allem die Bedeutung der Aborigine-Kultur) variiert. Obwohl der letzte Akt überhastet und unglaubwürdig wirkt, ist “Kiss or Kill” unberechenbar und unterhaltsam genug, um gerade junges Publikum wieder in australisches Kino zu locken. Zumal Matt Day und Frances O’Connor, die 1996 zusammen schon “Liebe und andere Katastrophen” erlitten, in der berührenden Kompromißlosigkeit ihrer Beziehung als Identifikationsfiguren jenseits aller Stereotype überzeugen. kob.

Darsteller und Crew

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