Kill Me Please (2010)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Kill Me Please: Schwarzhumorige Groteske über eine Spezialklinik für Selbstmordkandidaten.

Nach dem Motto “Schöner sterben für alle, die es sich leisten können” betreibt ein Mediziner eine Klinik für betuchte Todeswillige, Schampus und Sex auf dem Luxus-Sterbebett inklusive. Die gehobene Klientel fordert ganz selbstverständlich das Recht auf Tod ein. Nach Ausbruch eines Feuers und Zerstörung der Lebensmittelvorräte, streiten sich die Gäste erbittert um die letzte Mahlzeit und die Reihenfolge des Todes. Als Scharfschützen Jagd auf sie machen, rennen die Lebensmüden dann doch in Panik um ihr Leben.

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schwarzhumorige Groteske über eine Spezialklinik, die Suizidwilligen den Weg ins Jenseits ebnet.

    Schöner Sterben für alle, die es sich leisten können. Nach diesem Motto führt Dr. Kruger seine Klinik am Rande eines Waldes. Wer wenig Geld hat, landet auf einfache Weise im Nirwana, wer dagegen ein hübsches Sümmchen investiert, kriegt beim großen Finale auf dem Luxus-Sterbebett sogar Schampus und Supersex mit einem willigen Weib. Wer dagegen Krebs vortäuscht und nur wegen der ungetreuen Frau dahinscheiden möchte, muss sich ganz profan selbst die Pulsadern aufschneiden. Die gehobene Klientel vom berühmten DJ bis zum depressiven Amerikaner und traurigem Typen, der seine Frau beim Poker verlor (Bouli Lanners), betrachtet den selbst gewollten und geplanten Tod als ihr Recht. Die Harmonie wird nicht nur durch eine penetrante Finanzprüferin gestört, die dem Klinikchef dubiose Bereicherungsmethoden vorwirft, sondern auch durch ein nächtliches Feuer, das im Schloss wütet und die Lebensmittelvorräte vernichtet. Die von Hunger gepeinigten Todesaspiranten beklagen die desolate Versorgungslage, und streiten erbittert, wer denn nun als nächster den Rubikon überschreiten darf. Vordrängen ist nicht. Als Scharfschützen mit gezielten Schüssen für unerwartetes Ableben sorgen, geraten die Lebensmüden in Panik und rennen um ihr Leben.

    Die Belgier pflegen ihr Faible für absurde und schwarzhumorige Geschichten, der klassische Vertreter des Genres “Mann beißt Hund” aus dem Jahre 1992 mit Benoït Poelvoorde als psychopathischen Serienmörder, der in “Kill me please” den Selbstmörder mimt, gilt heute noch als Kult. Auch Olias Barcos Groteske ist in schwarz-weiß gedreht, die Verfremdung macht die Brutalität nicht immer erträglich, unterstreicht aber die düstere Atmosphäre und den morbiden Handlungsbogen. Wenn ein Patient völlig wirklichkeitsfremd trotz leerer Speisekammer auf sein letztes Menu pocht, hat das Witz, wenn ein anderer eine Krankenschwester in den Sarg nagelt, fehlt bei der gewagten Gratwanderung von Komik und Grausamkeit der Witz. Inspiriert von “Mann beißt Hund” und “Das große Fressen”, findet Barco nur schwer einen Weg zwischen eiskaltem Zynismus und notwendiger Empathie. Er spielt mit der Illusion des reinen Todes und Grenzüberschreitungen, sinniert auf skurrile Weise über den Umgang der Gesellschaft mit dem Sterben und schießt dabei übers Ziel hinaus. mk.

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