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Kathedralen der Kultur (2014)

Kathedralen der Kultur Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Kathedralen der Kultur: Inspirierender 3D-Dokumentarfilm, in dem sechs Regisseure sechs einzigartige Bauwerke porträtieren.

Sechs Filmemacher stellen in diesem Gemeinschaftswerk sechs herausragende Bauwerke als Abbild der Gesellschaft vor: die Berliner Philharmonie, die russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, das norwegische Halden Gefängnis, das Opernhaus in Oslo, das Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien und das Pariser Centre Pompidou. Im Mittelpunkt steht die Frage, “Wenn Gebäude sprechen könnten, was würden sie uns erzählen?”. Nicht die Menschen schauen die Häuser an, sondern die Häuser den Menschen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 3D-Projekt von sechs preisgekrönten Filmemachern, die in jeweils eigenem Stil sechs herausragende Bauwerke als Abbild der Gesellschaft vorstellen.

    “Wenn Gebäude sprechen könnten, was würden sie uns erzählen?”. Um diese Frage dreht sich das Gemeinschaftwerk von sechs Regisseuren. Nicht Menschen schauen Häuser an, die Häuser schauen Menschen an – Konzertsäle, Opernhäuser, Bibliotheken, Forschungsinstitute, Kulturzentren, sogar ein Knast gehört zum Konzept, Persönlichkeit und Seele eines Gebäudes Schicht um Schicht zu entdecken. Die Idee zu dem Projekt kam Wim Wenders, als er 2011 einen 3D-Film für die Architektur-Biennale in Venedig drehte. Er nimmt sich Hans Scharouns Berliner Philharmonie an, errichtet als Zeichen der Offenheit und des Aufbruchs im damaligen Westberlin und für Wenders immer noch eine Ikone der Moderne. Michael Glawogger treibt es in die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg, in deren meist leeren Lesesälen fast nur noch die Bibliothekarinnen durch die dunklen Gänge streichen in einer fast mystischen Welt des Geistes im klassizistischen Stil. Überraschend ist die Wahl des Dänen Michael Madsen, der sich das norwegische Halden Gefängnis, eines der “humansten” Gefängnisse der Welt, vorknöpft. Eine frei schwebende Kamera steht im bewussten Gegensatz zur Unfreiheit der Insassen. Schön anzusehen ist Margreth Olins Porträt eines Transparenz ausstrahlenden Opernhauses von Oslo, das die Besucher zur Entdeckungsreise einlädt, auch zum Blick in das einst dunkle Herz der Stadt, dessen Bewohner der weißen Kathedrale weichen mussten. Robert Redford widmet sich dem 1959 an der Küste Kaliforniens eröffneten Salk Institute for Biological Studies, dessen “Hommage an den rechten Winkel” Kameramann Ed Lachman filmisch einfängt und würdigt. Eine meditative Reise unterlegt mit Mobys Musik und einer spannenden Toncollage, die sich positiv von den manchmal bürgerlich-belehrenden Kommentaren anderer Beiträge abhebt. Die Reihe beendet Karim Ainouz mit einem Tag im Pariser Centre Pompidou, Hort zeitgenössischer Kunst und kultureller Experimente und futuristisches Monster, das in seiner Widersprüchlichkeit fasziniert. Verbindendes Element ist der – allerdings nicht immer zwingende – Einsatz von 3D, dessen Möglichkeiten Wenders & Co. ausloten. Prägend für jeden Film ist die eigene visuelle Herangehensweise und künstlerische Handschrift. Die emotionale Erzählstruktur, in der die Bauten sich aus eigener Perspektive darstellen, motiviert zur Auseinandersetzung mit den “Kathedralen der Kultur”. mk.

Darsteller und Crew

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