Illuminati (2009)

Originaltitel: Angels & Demons
Illuminati Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Illuminati: Zweiter Thriller mit Dan Browns Entschlüsselungsheld Robert Langdon, der nun die Zerstörung des Vatikans durch einen Geheimbund zu verhindern versucht.

Harvardprofessor und Symbologe Robert Langdon (Tom Hanks) entdeckt Beweise für die Wiederauferstehung des einst mächtigsten Geheimbunds der Geschichte: Die Illuminati. Als nach dem Tod des Papstes ein Nachfolger gewählt werden soll, entführt ein verrückter Fanatiker vier Kandidaten und tötet sie grausam. Mit der Forscherin Vittoria Vetra (Ayelet July Zurer) versucht Langdon einen Plan zu stoppen, den Vatikan mit einer Antimaterie-Bombe zu pulverisieren.

Atemlose Rätseljagd nach Dan Browns phänomenaler Bestseller-Reihe, die bereits die Vorlage für “The Da Vinci Code – Sakrileg” bildete. Das gleiche Team liefert nun abermals Star-Unterhaltung auf höchstem Niveau mit einer actionreichen Hatz quer durch die ewige Stadt.

Während ein neuer Papst gewählt werden soll, steht der Vatikan vor seiner schwersten Prüfung. Vier Kandidaten für die Papstnachfolge wurden vom mysteriösen Geheimbund der Illuminaten entführt und sollen stündlich hingerichtet werden. Und irgendwo in der Vatikanstadt tickt eine Antimateriebombe, die das Zentrum der katholischen Kirche in wenigen Stunden vernichten wird. Wenig Zeit und viel Druck für Symbologe Robert Langdon und Physikerin Vittoria Vetra, die auf der Jagd durch Rom vier Morde und eine Katastrophe verhindern müssen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (9)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zum zweiten Mal tritt Tom Hanks als Harvard-Professor Robert Langdon auf, der anhand der Entschlüsselung eines religiös-literarischen Rätsels nicht nur mehrere Menschenleben, sondern gleich den gesamten Vatikan vor der Vernichtung retten muss. Die zweite Dan Brown-Adaption wurde inhaltlich nach dem Vorgängerfilm „The Da Vinci Code“ angesiedelt, obwohl der Roman davor entstand. Dies spielt aber im Grunde keine Rolle, denn nur an einer Stelle wird kurz die Schwierigkeiten des Kunstgeschichtsexperten mit der Kirche erwähnt. Das zweite Bindeglied findet sich nur in der Originalfassung, wo Alfred Molina in Teil eins Langdons Gegenspieler verkörpert und in der Fortsetzung als Erzählstimme den Prolog einleitet.

    Während ihn der Camerlengo, der befristete Papst-Stellvertreter, bei seinen Nachforschungen unterstützt, handelt der verständnislose Chef der Schweizer Garde, in der Verfilmung mit dem deutlichen Namen Commander Richter versehen, reichlich unkooperativ. Da die Schlüssel zum Aufenthaltsort der sterbenden Priester durch Engels- und Teufelsstatuen des Bildhauers Giovanni Bernini erfolgen, erweist sich der Originaltitel „Angels and Demons“ eigentlich als zutreffender. Langdon muss den „Weg der Erleuchtung“ finden, wobei die Ziele durch die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft angezeigt werden.

    Es lang auf der Hand, dass die erfahrenen Autoren David Koepp und Akiva Goldsman die umfangreiche Vorlage abändern mussten. Um nicht lange bei der Trauer der Hinterbliebenen verweilen zu müssen, handelt es sich bei der langhaarigen Vittoria Vetra nicht um die Tochter des ermordeten Physikers, sondern lediglich um eine Mitarbeiterin. Allerdings erscheint die einzige weibliche Figur inmitten einer reinen Männerriege als zu oberflächlich charakterisiert, und für eine Liebesgeschichte jenseits kleiner Frotzeleien existiert bei der religiösen Schnitzeljagd durch Rom kein Platz. Es entfällt zudem Robert Langdons eigentlicher Auftraggeber Maximilian Kohler, so dass der Amateurdetektiv im Tweed-Jackett und mit Micky-Maus-Uhr von der italienischen Polizei zu Rate gezogen wird. Deren Einsatzleiter, Inspektor Olivetti, verkörpert vom viel beschäftigten Pierfrancesco Favino („Die Unbekannte“, „Saturno Contro“), erhielt den Romannamen des Leiters der Schweizer Garde. Daneben verkörpern alle drei skandinavischen Darsteller zwielichtige Charaktere: Nicolaj Lie Kaas agiert als selbst gerechter Killer, Stellan Skarsgard als abweisender Kommandeur der Schweizer Garde und Thure Lindhardt als dessen undurchschaubarer blonder Untergebener. Wie schon bei „Tage des Zorns“ bekommt man nur in der Originalfassung Lindhardts (schweizer-)deutsche Sprachkenntnisse zu hören.

    Die Autoren verstehen es, den Stoff sinnvoll zu reduzieren und die Intrige um die „Erleuchteten“ in eine fesselnde Dramaturgie zu bringen. Dan Browns nachhaltige Kritik am Machtmissbrauch der katholischen Kirche oder den verborgenen Reichtümern des Vatikan wird bei der Verfilmung jedoch auf wenige Andeutungen verkappt. Weiterhin zieht sich aber auf der Suche nach dem „Pfad der Erleuchtung“ eine Schneise der Verwüstung durch die Heiligtümer, angefangen von einer heraus gerissenen Seite aus einem historischen Galileo-Manuskript bis zur Zerstörung ganzer Kirchen. Mittels steter Einblendungen von Zeit und Ort baut Ron Howard langsam Spannung bis zum actionreichen Finale auf. Außenstehende Reaktionen inszeniert er dabei durch Einblendungen internationaler Medienberichte. Einige vorhersehbare Finten und Ungereimtheiten wie der Killer als Ein-Mann-Armee, der am Spätabend unbemerkt zwei Polizisten auf offenem Platz beseitigt, muss man wohl akzeptieren.

    Davon abgesehen bietet Howard einen rasant-schnörkellosen Mystery-Thriller für Fans düsterer Verschwörungstheorien.

    Fazit: Auch ohne Dan Browns Kirchenkritik stellt die atemlose Jagd durch Kathedralen und Katakomben einen der wenigen Fälle dar, bei dem die Fortsetzung dem ersten Teil überlegen ist.
  • Auch im zweiten Kinoeinsatz bekämpft Tom Hanks’ Symbologe Robert Langdon eine Verschwörung vor dem Hintergrund europäischer Kunst- und Kirchengeschichte.

    Eine Glaubensfrage war “The Da Vinci Code – Sakrileg” zumindest in den Resultaten nicht. Mit einem globalen Einspiel von mehr als 750 Mio. US Dollar war die Verfilmung von Dan Browns Bestseller das kommerzielle Ausrufezeichen, das Hanks und Ron Howard in die ersten Sequels ihrer Karrieren als Darsteller und Regisseur trieb. Vom Auftakt in Genf abgesehen, ist jetzt Rom Schauplatz der Ereignisse, die, weniger mysteriös angelegt als im Vorgänger nun auf diesen folgen und damit die Chronologie der Bücher umkehren. Die dubiosen Aspekte der Vorlage, von Entführungen mit angedachten Vergewaltigungen bis zu Papstnachwuchs durch künstliche Befruchtung, wurden mit den romantischen Teilen ausgemerzt, womit Hanks auch mit neuer Begleitung nur Vornamen austauschen darf, wenn der Plot, auf wenige Stunden komprimiert, permanenten Zeitdruck garantiert. Im Prolog in Genf, im größten Teilchenbeschleuniger der Welt, wird erstmals Antimaterie erzeugt und im fragilen Schwebezustand gesichert. Nach einem Mord wird der Behälter mit dem hochexplosiven Inhalt gestohlen und in der Vatikanstadt versteckt, um diese um Mitternacht auszulöschen. Verantwortlich dafür soll der Geheimbund der Illuminaten sein, der Jahrhunderte nach seiner brutalen Verfolgung durch das Papsttum Rache nehmen will, auch durch die Entführung von vier Kardinälen, die zum engen Kandidatenkreis für die Wahl des neuen Papstes zählen und am Abend im Stundentakt öffentlich hingerichtet werden sollen. Jeder der Tatorte enthält Hinweise auf den nächsten und schließlich auch auf die Bombe. Entschlüsselt werden diese von Robert Langdon und der Physikerin Vittoria Vetra (Ayelet Zurer aus “München”) – beide Lexika auf Beinen in Fragen von Naturwissenschaft, Religion, Kunst und Geschichte. Während das Duo auf Schnitzeljagd durch Rom hetzt, gibt sich Armin Mueller-Stahl als Kardinal, der den Vatikan nicht evakuieren und die Papstwahl nicht verschieben will, hauptverdächtig, die treibende Kraft der Illuminaten-Wiedergeburt zu sein. Viele Blicke auf suspekte Gestalten wirft die Kamera, um mögliche Mittäter für den Zuschauer zu markieren, der sonst das Rätselraten recht passiv verfolgen muss und den Entführer und Auftragskiller nach 35 Minuten zu Gesicht bekommt. Durch den Druck der Bombe und der Mord-Ultimaten bedingt, erlaubt sich Howards Thriller kaum Atempausen, bringt aber dennoch Humor ein und Hanks, der fitter als im Vorgänger wirkt und erneut viel erklärenden Dialog zu bewältigen hat, in Konfrontationen mit dem Killer in Gefahr, ohne aber Mitgefühl für die Opfer erzeugen zu können. Zum Ende hin sorgt eine Druckwelle für visuelles Spektakel, bevor der finale Twist platziert und die anfangs religionsskeptische für eine versöhnlichere Haltung aufgegeben wird. kob.

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