Ich und Kaminski (2015)

Ich und Kaminski Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ich und Kaminski: Tragikomödie um einen eitlen Journalist, der mit einer Arbeit über den greisen Künstler Kaminski berühmt werden will.

Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) hat sein Kunststudium erfolgreich absolviert, muss seitdem jedoch vergeblich auf seinen Durchbruch warten. Dann hat er jedoch eine Idee, die ihm endgültig die erhoffte Aufmerksamkeit bringen könnte. Er will eine Biografie über den Maler Manuel Kaminski (Jesper Christensen) schreiben, der vor vielen Jahren zumindest für eine Zeit lang in aller Munde war. Kaminski wurde von den Größen Picasso und Matisse gefördert und letztlich durch eine Pop-Art-Ausstellung berühmt. Für seine Bekanntheit nicht unerheblich dürfte gewesen sein, dass Kaminski blind ist und seine Bilder auch immer mit dem Satz „Painted by a blind man“ unterschrieben hat. Zwar hat sich Kaminski inzwischen von der Öffentlichkeit zurückgezogen, aber sein Tod dürfte dennoch einige Schlagzeilen wert sein – von denen auch Zöllner profitieren will. Und deswegen ist es wichtig, dass die Biografie rechtzeitig vor dem Ableben des Greises fertig wird; aber auch nicht zu viel Zeit zwischen der Erscheinung vergeht, da dem Buch und seinem Autoren sonst der Durchbruch verwehrt bleiben könnte. Um die begehrten Aussagen von Kaminski für sein Werk zu erhalten, macht sich Zöllner auf dem Weg zu ihm und schafft es auf geschickte Art, den alten Maler von seinen Vertrauten zu isolieren. Es gelingt ihm, Kaminski davon zu überzeugen, sich auf die Suche nach dessen alter Jugendliebe zu machen. Dadurch verbringt er nicht nur einige Zeit ungestört mit dem Zentrum seines Buches, sondern hätte gleich auch noch eine spannende Geschichte zu erzählen. Auf der Reise muss Zöllner jedoch zunehmend einsehen, dass seine Beziehung zu Kaminski sich nicht so eindeutig gestaltet, wie er es zu Beginn gedacht hätte. „Ich und Kaminski“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Daniel Kehlmann. Da die Regie von Wolfgang Becker übernommen wurde, handelt es sich hierbei um die zweite Arbeit von Daniel Brühl und dem Regisseur nach „Good Bye, Lenin!“.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • Ironisch-böser Blick hinter die Kulissen von Kunstwelt und Kunstgeschäft mit Daniel Brühl und Jesper Christensen.

    Daniel Kehlmanns Romane verkaufen sich nicht nur wie geschnitten Brot, sie werden auch gerne verfilmt. Nach Detlev BucksDie Vermessung der Welt” und Isabel Kleefelds “Ruhm” ist Wolfgang Beckers “Ich und Kaminski” die dritte Kehlmann-Adaption, die ihren Weg auf die Leinwand findet. Und hoffentlich auch zum Zuschauer, der sich beim Roadmovie durch halb Europa amüsieren sollte. Die Geschichte vom Kunstjournalisten Sebastian Zöllner, der glaubt, mit einem Enthüllungsbuch über den einst berühmten, inzwischen fast vergessenen Maler Manuel Kaminski, einen Hit zu landen, der ihn von allen finanziellen Sorgen befreit, ist tricky und mit überraschenden Wendungen gespickt. Der ehrgeizige Schreiberling macht keine gute Figur in seiner Selbstüberschätzung und Arroganz, dass man ihm von Anfang an einen Reinfall gönnt. Daniel Brühl mit Langhaar und Kurzbart spielt diesen Möchtegern-Autor, der im gewieften Menschenkenner, der als “blinder Maler” Meriten sammelte, seinen Meister findet. Erst einmal kommt er nicht an den greisen Künstler heran, der abgeschirmt von Tochter und Freunden in einem einsamen Chalet residiert. Mit ein wenig Kleingeld für die Haushälterin, die hier nicht die gute Seele des Hauses ist, dringt der Schleimer zum Objekt des Interesses durch und nimmt den Betagten mit auf eine Reise zu dessen großer Liebe und tot geglaubter Muse. Bis zum Aufbruch geht es nicht gerade feinsinnig zu, Brühl wird unter Wert verkauft, wenn er beim Kraxeln hinfällt, in die finstere Nacht pinkelt, sich beim Dinner ungehobelt benimmt oder mit Pathos konfuse Ideen deklariert. Das ändert sich, wenn die beiden etwas planlos losziehen. Wie der Alte und der Junge am Ende mit Lebenslügen konfrontiert werden, Bilanz ziehen und sich trotz Distanz annähern, das ist liebevoll, ironisch und humorvoll inszeniert. Wie in der manchmal zwischen komischen und dramatischen Elementen wechselnden Satire die schillernde Kunstwelt und das krude Kunstgeschäft durch den Kakao gezogen werden, entpuppt sich als intelligentes Kino mit kleinen Widerhaken. Und ob der blinde Maler wirklich blind ist, spielt keine Rolle, ein paar Logik-Kröten in der Plotkonstruktion schluckt man gerne. Brühl und Jesper Christensen sind trotz Altersunterschied zwei Seiten derselben Medaille. Für Kehlmann-Leser ein Muss. mk.
  • Filme über Maler, berühmte und weniger berühmte gibt es immer einmal wieder im Kino. Allein das Leben von Vincent Van Gogh (30. März 1853/29. Juli 1890) wurde neunmal verfilmt. Das Leben von Henri de Toulouse-Lautrec ( 24. 11.1864/9. September 1901) wurde viermal auf die Leinwand gebracht. Die Romanfigur Kaminski schafft es jetzt auch.
    Sein Leben ist jetzt im Kino zu sehen. Grundlage dieser Geschichte ist der gleichnamige Roman von Daniel Kehlmann. Hauptakteur ist Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) als Sensationsreporter und Kunstjournalist und ein Meister der Selbstüberschätzung.
    Er plant seinen großen Coup, ein Enthüllungsbuch über den fast vergessenen Maler Manuel Kaminski (Jesper Christensen). Der war Schüler von Matisse und Picasso und erlangte Berühmtheit als „blinder Maler“. Zöllner besucht den Maler in seinem Chalet in den Schweizer Bergen und überredet Kaminski zu einer halsbrecherischen Reise zu dessen tot geglaubter Jugendliebe.
    Unterwegs versucht er mit viel List und Tücke, Kaminski seine Geheimnisse zu entlocken. Muss aber feststellen, dass er dem Alten, ob blind oder nicht, in keiner Weise gewachsen ist.
    Regisseur Wolfgang Becker`s Film wird als komödiantisch, satirisch angekündigt. Allerdings hält sich Beides in bescheidenem Maße. Daran können auch die sehr guten schauspielerischen Leistungen nichts ändern.
    120 Minuten – vielleicht für Kunstkenner ein Besuch wert. Doch erheblich zu lang geraten.
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Darsteller und Crew

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    Nach “Good Bye, Lenin!” übernimmt Daniel Brühl wieder eine Rolle in einem Film von Regisseur Wolfgang Becker. Er spielt den erfolglosen Kulturjournalisten Sebastian Zöllner in der Verfilmung des Romans “Ich und Kaminski” von Daniel Kehlmann. Zöllner möchte endlich berühmt werden und plant eine Biografie über einen alten Maler, Manuel Kaminski. Er überredet den Greis sogar zu einer Fahrt von den Alpen an die Nordsee...

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