Ich – Einfach unverbesserlich (2010)

Filmhandlung und Hintergrund

Ausgesprochen gelungenes Debüt der CGI-Schmiede Illumination Entertainment, in dem ein Superdieb den Mond stehlen will und nebenbei seine gute Seite entdeckt.

Unsympathen, die im Laufe von 90 Minuten, meist unter Beeinflussung einer Herzdame, süßen Tieren und/oder Kindern, eine 180 Grad Wendung durchleben und sich zu Gutmenschen wandeln, gehören seit jeher zum Repertoire des Films. Selten jedoch machte dabei die Schilderung der bösen Seite so viel Spaß, wie im ersten Film der neu gegründeten CGI-Schmiede Illumination Entertainment. Produzent Chris Meledandri (“Ice Age”) sowie die Regisseure Pierre Coffin und Chris Renaud hatten sichtlich ihren Spaß daran, ihrem (Anti-)Helden Gru (im Original gesprochen von Starkomiker Steve Carell) schlechte Manieren beizubringen.

Schon in der Eingangssequenz, in der Gru zum grandiosen Titelsong von Pharell Williams mit einem kleinen Jungen und der Nachbarschaft seinen Schabernack treibt, ist nicht nur treffsicher inszeniert, sondern weckt im Zuschauer auch die Lust am Bösen. Kurz darauf wird das ganze Talent des Superdiebes Gru gefordert, denn Vektor, sein Hauptkonkurrent im Langfingergewerbe, macht ihm mit einem Geniestreich den Titel des besten Gauners der Welt streitig. Er ließ nicht weniger als die Cheopspyramide verschwinden. Klar, dass Gru das nicht auf sich sitzen lassen kann und im Gegenzug einen noch größeren Coup plant: Er will den Mond klauen. Dazu braucht er eine Verkleinerungswaffe, die sich in den Händen von Vektor befindet. Um diese in seinen Besitz zu bringen, benötigt er die Hilfe der drei Waisenmädchen Agnes, Edith und Margo, die er zunächst nur widerwillig bei sich aufnimmt.

Was nun folgt, ist zwar in seiner Konsequenz alles andere als überraschend, dennoch funktioniert die Wandlung Grus, der durch die herzerwärmenden, neuen Untermieter seine guten Seiten entdeckt, hervorragend. Das Regieduo verzichtet dankenswerter Weise auf all zu viel Kitsch und lässt auch später noch seiner diabolischen Seite viel Auslauf. Kreativ, witzig und flott wechseln sich Slapstickmomente mit Rififi-Szenen ab. Nicht jeder Gag zündet wie gewollt und die ein oder andere Überspitzung hilft der Geschichte nicht unbedingt weiter – vor allem die deutsche Synchronisation von Vektor, der zwischen quengelndem Kleinkind und Hybris pendelt, trägt manchmal zu dick auf – dennoch macht der Film vor allem eins: jede Menge Spaß. Dies liegt nicht zuletzt an Grus kleinen gelben Helfern, den Minions, die zu hunderten unter dessen Villa im riesigen Labor wuseln und immer neue abstruse Gerätschaften und Pläne aushecken um sie gleich wieder zu versemmeln. Sie sind die eigentlichen Stars in diesem gelungenen Spaß für die sprichwörtlich ganze Familie, der erneut beweist, dass es für hervorragende (3D-)CGI-Unterhaltung nicht immer einer Tischlampe bedarf. mahe.

Gru möchte unbedingt der größte Schurke der Welt werden. Um dies zu erreichen, plant er den Diebstahl des Mondes. Dazu benötigt er eine Maschine, die den Mond auf Taschengröße verkleinert. Die befindet sich jedoch unglücklicherweise im Besitz seines Erzfeinds Vector. Die drei Waisenmädchen Agnes, Edith und Margo sollen sie für Gru besorgen. Anfänglich sind die drei für Gru nur Mittel zum Zweck, doch bald empfindet er mehr für das aufgeweckte Trio.

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