Ich - Einfach unverbesserlich (2010)

Originaltitel: Despicable Me
Ich - Einfach unverbesserlich Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

Ich - Einfach unverbesserlich: Skurriles Animationsabenteuer um einen Bösewicht, der mit dem Diebstahl des Mondes zum größten Schurken der Welt werden will.

Gru möchte unbedingt der größte Schurke der Welt werden. Um dies zu erreichen, plant er den Diebstahl des Mondes. Dazu benötigt er eine Maschine, die den Mond auf Taschengröße verkleinert. Die befindet sich jedoch unglücklicherweise im Besitz seines Erzfeinds Vector. Die drei Waisenmädchen Agnes, Edith und Margo sollen sie für Gru besorgen. Anfänglich sind die drei für Gru nur Mittel zum Zweck, doch bald empfindet er mehr für das aufgeweckte Trio.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (8)

Kritiken und Bewertungen

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    Jurybegründung:

    Bösewichte sind die neuen Helden! Mit seinem schlauen Erfinder und einer Helferarmee der kleinen, gelben Minions will der skrupellose Gru den Titel als größter Schurke der Welt erlangen. Doch kurz vor seinem neuesten Coup - der Mond soll geschrumpft und gestohlen werden - bekommt er plötzlich Konkurrenz von Bösewicht Vector, der ihm technisch einen ganzen Schritt voraus ist. Um den Schrumpfstrahler zu ergattern, muss Gru zu ganz anderen Geheimwaffen greifen: zu drei kleinen Waisenmädchen, die sein Leben gehörig durcheinanderwirbeln. Pointen und Lacher lassen nicht lange auf sich warten im witzig-herzlichen Animationsspaß auf höchstem Produktionsniveau. Die Protagonisten dieses knallbunten und detailreichen Universums katapultieren sich schnell in die Herzen von jungen und älteren Zuschauern und bieten schräge Überzeichnungen, ironische Spitzen sowie parodistische Züge auf Spionage- und Agentenfilme im Stil von MISSION IMPOSSIBLE. Pfiffig, vergnüglich und temporeich, nicht nur in 3D ein Fest der filmischen Einfälle.

    Jurybegründung:

    Auch die Vorführung ohne 3-D-Effekt konnte die Jury überzeugen. Sehr professionell werden die genrespezifischen Codes erfüllt. Das Publikum bekommt visuelle Attraktionen in großer Dichte und mit viel Spannung serviert. Hierbei werden auch reichlich Zitate aufgeboten, variiert und parodiert. Daneben bereichern viele originelle Einfälle diese amüsante Geschichte über den Bösewicht Gru, der eigentlich nur geliebt werden will und der sich letztendlich zum guten Pflegevater wandelt.

    Sounddesign und Sprachebene unterstützen wirkungsvoll das Kinoerlebnis. Grus Gegenspieler Vector wird in der deutschen Synchronisation recht amüsant von Jan Delay gesprochen. Bereits die Einführung bringt gute Laune und viel Tempo ins Geschehen, welches angemessen gesteigert bzw. gedrosselt wird, um immer wieder zu rasanten Handlungsverläufen zu führen. Moderne Muster der Geschäftswelt, der Entertainment-Branche und andere Schauplätze des modernen Alltagslebens werden geschickt in die Fantasiewelt des Films integriert. Geschmeidig wird ein Menü zusammengestellt, welches der gesamten Familie Vergnügen bereiten kann. Neben viel Schadenfreude und exzentrischen Übertreibungen finden sich auch subtilere Arten des Humors.

    Die Situationskomik führt zuweilen sogar beim Gauner Gru zu Anflügen von Selbstironie. Tendenziell generiert der Film permanent Grundstimmungen wie Fröhlichkeit und gute Laune. Witzige Figuren wie die 'Minions' - die übrigens bei bestimmter Betrachtungsweise auch Arbeitssklaven ähneln oder quasi das Massenpublikum repräsentieren können, der schrullig-gefährliche Erfinder Dr. Nefario und vor allem die drei niedlichen Waisenkinder Margo, Edith und Agnes sind die wichtigsten Mitspieler für Gru. Natürlich gehören auch fiese Kontrahenten und einige drollige Nebenfiguren dazu.

    Durch das professionelle Handwerk des Aminationsteams verfehlen die verschiedenen Komponenten niemals ihre Wirkung. Im Kleinen - mit lustigen Details wie den Säulenträgern - ebenso wie im Großen - mit einer gut gesteuerten Dramaturgie - gelingt es, die gewünschten Affekte beim Publikum auszulösen, sodass in der Regie von Pierre Coffin und Chris Renaud eine gelungene, stimmige Gaunerkomödie entstanden ist. Die Mehrheit der Jury sprach sich für das Prädikat besonders wertvoll aus.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Unterhaltsame und einfallsreiche 3D-Animation, deren böse Ader gegen Ende leider von einer braven Tube Sentiment bekleckert wird.
  • Ausgesprochen gelungenes Debüt der CGI-Schmiede Illumination Entertainment, in dem ein Superdieb den Mond stehlen will und nebenbei seine gute Seite entdeckt.

    Unsympathen, die im Laufe von 90 Minuten, meist unter Beeinflussung einer Herzdame, süßen Tieren und/oder Kindern, eine 180 Grad Wendung durchleben und sich zu Gutmenschen wandeln, gehören seit jeher zum Repertoire des Films. Selten jedoch machte dabei die Schilderung der bösen Seite so viel Spaß, wie im ersten Film der neu gegründeten CGI-Schmiede Illumination Entertainment. Produzent Chris Meledandri (“Ice Age”) sowie die Regisseure Pierre Coffin und Chris Renaud hatten sichtlich ihren Spaß daran, ihrem (Anti-)Helden Gru (im Original gesprochen von Starkomiker Steve Carell) schlechte Manieren beizubringen.

    Schon in der Eingangssequenz, in der Gru zum grandiosen Titelsong von Pharell Williams mit einem kleinen Jungen und der Nachbarschaft seinen Schabernack treibt, ist nicht nur treffsicher inszeniert, sondern weckt im Zuschauer auch die Lust am Bösen. Kurz darauf wird das ganze Talent des Superdiebes Gru gefordert, denn Vektor, sein Hauptkonkurrent im Langfingergewerbe, macht ihm mit einem Geniestreich den Titel des besten Gauners der Welt streitig. Er ließ nicht weniger als die Cheopspyramide verschwinden. Klar, dass Gru das nicht auf sich sitzen lassen kann und im Gegenzug einen noch größeren Coup plant: Er will den Mond klauen. Dazu braucht er eine Verkleinerungswaffe, die sich in den Händen von Vektor befindet. Um diese in seinen Besitz zu bringen, benötigt er die Hilfe der drei Waisenmädchen Agnes, Edith und Margo, die er zunächst nur widerwillig bei sich aufnimmt.

    Was nun folgt, ist zwar in seiner Konsequenz alles andere als überraschend, dennoch funktioniert die Wandlung Grus, der durch die herzerwärmenden, neuen Untermieter seine guten Seiten entdeckt, hervorragend. Das Regieduo verzichtet dankenswerter Weise auf all zu viel Kitsch und lässt auch später noch seiner diabolischen Seite viel Auslauf. Kreativ, witzig und flott wechseln sich Slapstickmomente mit Rififi-Szenen ab. Nicht jeder Gag zündet wie gewollt und die ein oder andere Überspitzung hilft der Geschichte nicht unbedingt weiter – vor allem die deutsche Synchronisation von Vektor, der zwischen quengelndem Kleinkind und Hybris pendelt, trägt manchmal zu dick auf – dennoch macht der Film vor allem eins: jede Menge Spaß. Dies liegt nicht zuletzt an Grus kleinen gelben Helfern, den Minions, die zu hunderten unter dessen Villa im riesigen Labor wuseln und immer neue abstruse Gerätschaften und Pläne aushecken um sie gleich wieder zu versemmeln. Sie sind die eigentlichen Stars in diesem gelungenen Spaß für die sprichwörtlich ganze Familie, der erneut beweist, dass es für hervorragende (3D-)CGI-Unterhaltung nicht immer einer Tischlampe bedarf. mahe.
  • Der Held dieser animierten Familienkomödie ist ein Schurke. Der humorlose Fiesling Gru ärgert gern kleine Kinder, überholt die Leute in einer Warteschlange, indem er sie gefrierstrahlt und ist wegen seiner Projekte einer der größten Kreditnehmer bei der Bank des Bösen. Ausgerechnet dieser Mann, der futuristische Fahrzeuge steuert und in seinem Keller ein Heer gelber Minions befehligt, adoptiert also drei arme Waisenmädchen.

    Die lieben Kleinen sind für Gru nur Mittel zum Zweck, um bei Vector einzubrechen, doch sie bringen seinen geordneten Alltag schnell durcheinander. Nach einem Konzept des spanischen Animationsspezialisten Sergio Pablos schrieb das bewährte Komödien-Autorenduo Cinco Paul und Ken Daurio eine spritzige Geschichte voll schrägem Humor. Die Newcomer-Regisseure Chris Renaud und Pierre Coffin inszenierten daraus diese ungewöhnliche, mit hübschen 3D-Effekten garnierte Hollywood-Produktion.

    Die Geschichte strotzt nur so vor Einfällen, und es ist erstaunlich, wie sie diese vielen unterschiedlichen Themen, Rollen und Nebenhandlungen auf die Reihe kriegt. Zunächst gibt es eine lange Einführung in Grus böses Treiben und sein dunkles Haus, in dem sich unglaubliche Apparate, ein bissiges hundeähnliches Wesen und die Minions befinden. Letztere sind Grus Helfer, sie können nicht richtig sprechen, aber sie verstehen die Reden, die er vor ihnen hält. Sie sehen aus wie kleine gelbe Kapseln und tragen Schweißerbrillen über den ein bis zwei Augen, die sie besitzen. Der junge Schurke Vector wohnt in einer futuristischen Festung, die von einem Hai und Raketen geschützt wird. Dort vertreibt sich Vector in seinem orangefarbenen Trainingsanzug auf dem Sofa die Zeit mit Computerspielen.

    Eine Parallelhandlung zeigt das traurige Leben der drei Waisenmädchen, die von der Heimleiterin schikaniert werden und nur davon träumen, endlich adoptiert zu werden. Als sie mit ihren Koffern schließlich von Gru abgeholt werden, glauben die Mädchen nicht wirklich, dass sie das große Los gezogen haben. Gru lässt sie in zu Bettchen umgeformten Bomben schlafen, verweigert ihnen die Gutenachtgeschichte und will auch sonst nicht gestört werden, denn er muss ja die Mond-Mission vorantreiben. Aber die Minions verstehen sich ganz gut mit den Mädchen, und über kurz oder lang finden die Kinder, dass Gru Ähnlichkeit mit dem Nikolaus hat.

    Der Humor ist böse und frech, die Minions schubsen sich gegenseitig, Gru staunt über den schlechten Geschmack der Mädchen, was Bilderbücher angeht, doch die drei Kinder schaffen es immer wieder, mit ihren Einfällen für noch mehr Komik zu sorgen. Die 3D-Effekte überzeugen vor allem bei der schwindelerregenden Achterbahnfahrt im Vergnügungspark, Kampfhandlungen mit fliegenden Raketen und bei Objekten, die in den Zuschauerraum hineinragen, wie die Minions auch im Abspann demonstrieren. Diese Mischung aus überbordenden Ideen, trockenem und pädagogisch nicht immer korrektem Humor und dem zum Scheitern verurteilten Machtkampf des Bösewichts gegen die adoptierten Mädchen ergibt eine erfrischend lustige Familienunterhaltung.

    Fazit: Schräge Animationskomödie mit überbordenden Ideen, einem Bösewicht, drei Waisenmädchen und reichlich Spaß für die ganze Familie.
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